Jahr: 2015

Es geht nicht ohne – Panettone

Weihnachten ohne Panettone, das ist in Italien so undenkbar wie Weihnachten ohne Plätzchen und Stollen bei uns. Ob im Supermarkt oder der Traditionsbäckerei, der Panettone ist allgegenwärtig und jedes Weihnachts- oder Silvesteressen endet mit einem Stück Panettone. Dazu wird allerdings kein Kaffee oder Tee serviert, sondern ein kühles Glas Spumante, also Schaumwein. Um diesen Weihnachtskuchen ranken sich viele Geschichten und Legenden: Zum Beispiel die von einem Adligen, der sich unsterblich in die schöne Tochter des Mailänder Bäckers Toni verliebt hat. Dem schickte er kostbare Zutaten, wie Safran und Trockenfrüchte, damit er einen verführerischen Kuchen daraus backen konnte – der wurde unter dem Namen „Pan de Toni“ berühmt und brachte ihm Ruhm und Reichtum ein. Somit stand einer Ehe der beiden Liebenden nichts mehr im Weg. Der Küchenjunge war’s Es gibt aber auch die Legende, um den Küchenjungen Toni am Hof von Ludovico il Moro im 15. Jahrhundert in Mailand. Weil dem Küchenchef der Weihnachtskuchen verbrannt war, hat der Küchenjunge seinen Hefeteig, den er für Weihnachten reserviert hatte, geopfert. Mit Eiern, Zucker, kandierten Früchten und Rosinen …

Mildred Scheel – Erinnerungen an meine Mutter

Mildred Scheel, eine Dame, eine Lady und eine engagierte Medizinerin: Mit dieser „First Lady“ sind viele von uns aufgewachsen und Mildred Scheel hat die Rolle der Frau an der Seite des Bundespräsidenten verändert und neu definiert. Unkonventionell, groß, selbstbewusst, klug und charmant, ungewöhnlich gekleidet und engagiert in ihrer Rolle als Gründerin der Deutschen Krebshilfe. Sie war nicht nur die Gattin an der Seite von Walter Scheel und das hat mich schon als Teenager beeindruckt. Hat man zuvor schon eine lachende und souveräne First Lady bei Rudi Carrell und Thomas Gottschalk gesehen, strahlend bei der Bambi-Verleihung und unermüdlich als Spendensammlerin für ihr Projekt? Gegen den Strich – das war Mildred Scheel. Ihr Krebstod vor 30 Jahren hat ganz Deutschland berührt. Erinnerungen an meine Mutter… Ihre Tochter Cornelia hat ihrer berühmten Mutter nun mit einer berührenden Biographie ein Denkmal gesetzt. Herzlich und voller Wärme geschrieben, ganz persönliche Erinnerungen an eine liebevolle Mutter und großartige Persönlichkeit. An eine Kindheit bevor Mildred Scheel die Frau des Politikers Walter Scheel wurde, an eine Jugend in der Präsidentenvilla Hammerschmidt, in der …

Meine-Damen Beauty Lounge

Kosmetik, meine Damen, ein heikles Thema! Was schmieren wir nicht alles auf unsere Haut: Konservierungsstoffe,  Silikone, Hormone….. Nach jahrelangem Probieren mit konventionellen Produkten, habe ich mich schon länger der – nennen wir’s mal  – Naturkosmetik zugewandt. Deshalb auch nun  der Test von Regulat Beauty, einer nur auf natürlichen Stoffen basierenden, neuen Pflegeserie die uns von Dr. Cordula Niedermaier zur Verfügung gestellt wurde. Unser Testpaket enthält  Reinigungsschaum und Tonic, sowie ein Probierset mit „Anti Aging Lifting Serum“, also Anti Falten Serum sowie „Anti Aging Tag- und Nachtcreme“. Nicht zu vergessen, die kleinen Fläschchen mit dem Beauty Drink Regulatpro. Alles biologisch und pflanzlich, basierenden auf einer Technologie, die sich „Kaskadenfermentation“ nennt. Whatever: Hauptsache, es ist gut für die Haut. Dr.Cordula Niedermaier, promovierte Apothekerin und Erfinderin der Pflegeserie, war und ist Neurodermitikerin.  Wer wenn nicht sie muss wissen, was hautverträglich ist. Das Paket Ich packe aus. Wow, so eine Haut wie Dana Schweiger (das Testimonial) auf dem beiliegenden Prospekt – tja, die wünscht sich jede Lady. Aber wir wissen in unserem Alter längst die Dinge realistisch einzuschätzen. „Natürliches …

Handschuhe für die Dame

…ohne Handschuhe? Für die Dame doch undenkbar! Die Lady sollte schließlich nicht nur mit Glacéhandschuhen angefasst werden, sondern diese auch tragen. Vor kurzem erst wieder im Heimkino: „Ein Herz spielt falsch“ mit Ruth Leuwerik und O.W. Fischer: Während sich die Badegäste im Bikini tummeln, trägt die Dame von Welt (also Ruth L.) zum Sommerkleid Handschuhe im Strandcafé, was sonst? Erinnern Sie sich an die sogenannten Autofahrerhandschuhe, meine Damen? Weiche Lederhandschuhe, fein abgesteppt mit kleinen Luftlöchern, damit die zarte Damenhand das Lenkrad besser umfassen konnte, bei den hach, so langen Autofahrten mit dem chicen Cabriolet? Und: welcher Herr trug damals nicht begeistert den liegengelassenen Handschuh der Angebeteten hinterher? Handschuhe, Hut und die passende Handtasche waren einfach die drei Top-H-Accessoires ohne die unsere Mütter und Tanten nicht aus dem Haus gingen. Und wie ladylike es allein in alten Filmen aussieht, wenn sich die Dame langsam die Handschuhe abstreift, bevor sie ihre Krallen ausfährt… da ist der legendäre Fehdehandschuh nur der Fäustling der Geschichte. In mehreren Benimm-Handbüchern habe ich allerdings heute geblättert, um zu erfahren, ob man beim …

Quittenbrot – nostalgisch süß

Ist sie nicht eine vornehme Frucht, die Quitte? Vornehm und zurückhaltend, ein bisschen aus der Mode gekommen und ein bisschen nostalgisch. Wobei – mit ihrem feinen Duft parfümiert sie leicht einen ganzen Raum. Ihr volles Aroma entfaltet sie allerdings erst in gekochtem Zustand. Unsere Großmütter wussten noch viel mit ihr anzufangen. Dann ist die Frucht die mit Apfel und Birne verwandt ist etwas in Vergessenheit geraten. Inzwischen wird die Quitte gerade wieder entdeckt und erlebt eine Art Revival. Mich erinnert sie immer an meine Großmutter. Ich denke an das Qittengelee, das in durchsichtigem Orange in den Gläsern im Vorratskeller von Oma Lisbeth glänzte. Meistens war es etwas zu flüssig geraten und man musste aufpassen, dass es nicht vom Butterbrot lief. Aber der Geschmack war nichtsdestotrotz süß und köstlich. Jetzt im Spätherbst standen auf ihrem mächtigen Kleiderschrank immer Tabletts mit dicker Quittenpaste zum Trocknen – für das Quittenbrot, das dann an Weihnachten genauso auf den Plätzchenteller gehörte wie Buttegebackenes und ‚Kalter Hund‘. Ihr Rezept ist zum Glück überliefert. Zugegeben meine Damen, es ist ein bisschen aufwändig, …

Lesestoff für Vintage-Victims

Der Vintage Flaneur ist ein Heft für die Nostalgikerinnen unter uns. Mal ehrlich, irgendwie sind wir das doch alle ein bisschen. Auch wenn wir in unserem Alter, nicht mehr wie früher, Omas Kleiderschrank plündern und mit ihrem ‚kleinen Schwarzen‘ Partyerfolge feiern. Die Mischung macht’s: ein paar ‚Retro-Accessoires‘, eine hübsche Brosche, eine alte Handtasche, ein Seidentuch – das macht unser Outfit individuell und nicht so stromlinienförmig von der Stange. Ein wunderbarer Ideengeber mit Lesestoff ist der Vintage Flaneur. Selbstverständlich nicht in Hochglanzoptik, sondern seinem Thema getreu im Retrolook. Von der Stilberatung bis zu Ausstellungstipps gibt es viele Anregungen für alle Ladys die gerne etwas in der Vergangenheit schwelgen. Schnelle Autos – heiße Mode In diesem Heft war die ‚Landlust‘ mit Dirndl und Mode der 40-er, 50-er und 60-er Jahre ein großes Thema. Ein bisschen wie aus dem Fotoalbum meiner Mutter. Lässig lehnen die Damen aber auch an schnittigen Oldtimern. Der ‚buckligen Schwedenschönheit‘ Volvo ist eine Story gewidmet und der vielseitigen Brosche, die heute viel zu selten zum Einsatz kommt. Und es wäre kein Vinatage-Heft ohne Rock’n …

Kaffee Kolonial

Und danach auf einen Cappuccino in das Kaffee „Kolonial“ – nicht der übliche Cappuccino mit „schnittfestem Badeschaum“, sondern mit wunderbar sahniger Crema – einfach ein Gedicht. Ebenso das Interieur: bezaubernd nostalgische Kaffeehausatmosphäre mit einem Hauch Orient. Neben feinsten Bohnen gibt es auch einen echten Mokka und – auf Bestellung – auch „Kalten Kaffee“. Nein, meine Damen, das ist kein Witz, sondern der Weisheit letzter Schluss beim Kaffeegenuss: über Nacht lässt man Eiswasser langsam über feines Kaffeepulver tröpfeln und hat am Morgen einen wunderbar aromatischen, magenfreundlichen und exquisiten Kaffee. Die gläserne Vorrichtung dafür können Sie im Kolonial käuflich erwerben. Genauso wie Kaffeemaschinen aller Art und Zubehör für Kaffee-Aficionados: Kaffeemühlen, und -Kannen, Rohrzucker, der Ihrem Kaffee eine viel feinere Süße verleiht als Rübenzucker… und, und, und. Außerdem können Sie sich im „Kolonial“ zur Kaffeeexpertin fortbilden lassen, denn hier finden immer wieder Barista-Kurse statt. Lernen Sie das perfekte Aufschäumen von Milch und ideale Einstellung Ihrer Kaffeemaschine. Ach, oder lassen Sie sich einfach im Kaffeehaus verwöhnen, genießen ein frisches Croissant oder ein Stück Torte zu perfekt zubereitetem Kaffee – …

Das Haus mit Stil: Das Stilhaus

„Mode ist vergänglich, Stil bleibt “… Diese elegant-kluge Erkenntnis von Coco Chanel, meine Damen, passt auch zu all den Einrichtungsmoden und teilweise -Sünden, die wir in vielen Jahren erlebt und in und mit diesen gelebt haben. Der Firlefanz ist dann irgendwann einmal entsorgt worden, die zeitlos-schönen Stücke mit Stil geblieben. So macht auch Das Stilhaus in München seinem Namen alle Ehre: Ausgesuchte Möbel, Tricia-Guild-Stoffe, Lampenschirme, Accessoires. Edles Porzellan wie von Hering-Berlin, zarte Gläser, betörende Raumdüfte von Dr. Vranjes. Viel Schönes, Edles, das stilvolle Akzente setzen kann. Barbara Schütte hat seit vier Jahren diese Wohlfühl-Wohnfühloase mit ihren Lieblings-Interior-Designstücken gefüllt: Exklusivanfertigungen wie blaue Kakadus und Elefanten aus Porzellan inklusive: Es gibt ihn also im Stilhaus, den buchstäblichen Elefanten im Porzellanladen – allerdings in der Edelversion… „Stil ist eine Sache der Anordnung von Farben, Formen und Materialien und auf keinen Fall des Geldes“ findet die Stilhaus-Inhaberin. Und achtet bei ihrer  Beratung auch darauf, dass Dinge, die man in seinen vier Wänden schätzt, integriert  werden: “Manchmal ist es nur eine andere Farbnuance, eine andere Anordnung und schon wirkt alles harmonischer“- …

Gretchen mag’s mondän – eine Ausstellung über die Damenmode der 1930er Jahre

„Glamour“ – das war das Motto der internationalen Modelinie der dreißiger Jahre – und diesen, meine Damen, sieht man schließlich heute noch in den Filmen und Photos dieser Zeit: Mondän hatte die Dame zu sein: Elegante Tageskleider, verführerisch-fließende Abendrobe und das Negligé bitte auch mit Pelz und Pantöffelchen! Und: Die Dame der Dreißiger zog sich mehrfach am Tage um… nein, sie kleidete sich um, am besten vom Dienstmädchen assistiert: Elegant mit Tageskleid zum Kaffeeklatsch, dazu wählte sie selbstverständlich die passenden Accessoires wie Hut, Handschuhe und Hündchen. Dann, zur Cocktailstunde, ein exquisites Abendkleid, damit Madame mit Stola gleich zum anschließenden Theaterbesuch gerüstet war. Das deutsche Gretchen: Mondäne Mode auch im Nationalsozialismus Mode ist immer ein Spiegel der Zeitgeschichte und in diesen lässt uns das Münchner Stadtmuseum einen Blick auf die stilprägenden Dreißigerjahre werfen. Auch, wenn der aufkommende Nationalsozialismus die deutsche Frau gerne in Dirndl und mit Zöpfen gesehen hat, dem Klischee vom blonden strammen Mädel oder der biederen Mutter stand dann auch wieder die Lady entgegen, die sehr wohl viel Wert auf modische Eleganz und internationalen …

Wein und Wellness im Schlosshotel Korb in Eppan

Weithin sichtbar thront es über dem Tal, das Schlosshotel Korb in der Südtiroler Weinbaugemeinde Eppan. Meine Damen, Sie werden es lieben, denn es ist genau das richtige Hotel, um ein paar stilvolle Herbsttage zu verbringen, sich einmal als Schlossherrin ganz ohne Verantwortung zu fühlen. Im milden Klima an der südtiroler Weinstraße ist die Herbstsonne warm, hier lässt sich der Sommer noch ein wenig verlängern, wenn es bei uns schon grau und trist ist. Alles in der ehemaligen Ritterburg atmet Geschichte. Allerdings lebten die ehemaligen Herrscher, die Grafen von Eppan, dort  nicht halb so komfortabel wie wir heute.  Schon alleine der Blick über die Weinberge und das weite Bozener Tal hat mich begeistert. Ganz zu schweigen von der liebevollen Einrichtung, der feinen Küche und dem phantastischen Wellnessbereich. Das türkisblau des Himmels findet sich dort bei jedem Wetter im Pool. Selten bin ich in einem Hotel so herzlich empfangen worden wie hier von der Familie Dellago. Die Grafen von Eppan, denen diese Burg einst gehörte hatten gewiss nicht die Raffinesse der heutigen Besitzer, die mit viel Liebe …