Monate: Oktober 2015

Kaffee Kolonial

Und danach auf einen Cappuccino in das Kaffee „Kolonial“ – nicht der übliche Cappuccino mit „schnittfestem Badeschaum“, sondern mit wunderbar sahniger Crema – einfach ein Gedicht. Ebenso das Interieur: bezaubernd nostalgische Kaffeehausatmosphäre mit einem Hauch Orient. Neben feinsten Bohnen gibt es auch einen echten Mokka und – auf Bestellung – auch „Kalten Kaffee“. Nein, meine Damen, das ist kein Witz, sondern der Weisheit letzter Schluss beim Kaffeegenuss: über Nacht lässt man Eiswasser langsam über feines Kaffeepulver tröpfeln und hat am Morgen einen wunderbar aromatischen, magenfreundlichen und exquisiten Kaffee. Die gläserne Vorrichtung dafür können Sie im Kolonial käuflich erwerben. Genauso wie Kaffeemaschinen aller Art und Zubehör für Kaffee-Aficionados: Kaffeemühlen, und -Kannen, Rohrzucker, der Ihrem Kaffee eine viel feinere Süße verleiht als Rübenzucker… und, und, und. Außerdem können Sie sich im „Kolonial“ zur Kaffeeexpertin fortbilden lassen, denn hier finden immer wieder Barista-Kurse statt. Lernen Sie das perfekte Aufschäumen von Milch und ideale Einstellung Ihrer Kaffeemaschine. Ach, oder lassen Sie sich einfach im Kaffeehaus verwöhnen, genießen ein frisches Croissant oder ein Stück Torte zu perfekt zubereitetem Kaffee – …

Das Haus mit Stil: Das Stilhaus

„Mode ist vergänglich, Stil bleibt “… Diese elegant-kluge Erkenntnis von Coco Chanel, meine Damen, passt auch zu all den Einrichtungsmoden und teilweise -Sünden, die wir in vielen Jahren erlebt und in und mit diesen gelebt haben. Der Firlefanz ist dann irgendwann einmal entsorgt worden, die zeitlos-schönen Stücke mit Stil geblieben. So macht auch Das Stilhaus in München seinem Namen alle Ehre: Ausgesuchte Möbel, Tricia-Guild-Stoffe, Lampenschirme, Accessoires. Edles Porzellan wie von Hering-Berlin, zarte Gläser, betörende Raumdüfte von Dr. Vranjes. Viel Schönes, Edles, das stilvolle Akzente setzen kann. Barbara Schütte hat seit vier Jahren diese Wohlfühl-Wohnfühloase mit ihren Lieblings-Interior-Designstücken gefüllt: Exklusivanfertigungen wie blaue Kakadus und Elefanten aus Porzellan inklusive: Es gibt ihn also im Stilhaus, den buchstäblichen Elefanten im Porzellanladen – allerdings in der Edelversion… „Stil ist eine Sache der Anordnung von Farben, Formen und Materialien und auf keinen Fall des Geldes“ findet die Stilhaus-Inhaberin. Und achtet bei ihrer  Beratung auch darauf, dass Dinge, die man in seinen vier Wänden schätzt, integriert  werden: “Manchmal ist es nur eine andere Farbnuance, eine andere Anordnung und schon wirkt alles harmonischer“- …

Gretchen mag’s mondän – eine Ausstellung über die Damenmode der 1930er Jahre

„Glamour“ – das war das Motto der internationalen Modelinie der dreißiger Jahre – und diesen, meine Damen, sieht man schließlich heute noch in den Filmen und Photos dieser Zeit: Mondän hatte die Dame zu sein: Elegante Tageskleider, verführerisch-fließende Abendrobe und das Negligé bitte auch mit Pelz und Pantöffelchen! Und: Die Dame der Dreißiger zog sich mehrfach am Tage um… nein, sie kleidete sich um, am besten vom Dienstmädchen assistiert: Elegant mit Tageskleid zum Kaffeeklatsch, dazu wählte sie selbstverständlich die passenden Accessoires wie Hut, Handschuhe und Hündchen. Dann, zur Cocktailstunde, ein exquisites Abendkleid, damit Madame mit Stola gleich zum anschließenden Theaterbesuch gerüstet war. Das deutsche Gretchen: Mondäne Mode auch im Nationalsozialismus Mode ist immer ein Spiegel der Zeitgeschichte und in diesen lässt uns das Münchner Stadtmuseum einen Blick auf die stilprägenden Dreißigerjahre werfen. Auch, wenn der aufkommende Nationalsozialismus die deutsche Frau gerne in Dirndl und mit Zöpfen gesehen hat, dem Klischee vom blonden strammen Mädel oder der biederen Mutter stand dann auch wieder die Lady entgegen, die sehr wohl viel Wert auf modische Eleganz und internationalen …