Monate: November 2015

Handschuhe für die Dame

…ohne Handschuhe? Für die Dame doch undenkbar! Die Lady sollte schließlich nicht nur mit Glacéhandschuhen angefasst werden, sondern diese auch tragen. Vor kurzem erst wieder im Heimkino: „Ein Herz spielt falsch“ mit Ruth Leuwerik und O.W. Fischer: Während sich die Badegäste im Bikini tummeln, trägt die Dame von Welt (also Ruth L.) zum Sommerkleid Handschuhe im Strandcafé, was sonst? Erinnern Sie sich an die sogenannten Autofahrerhandschuhe, meine Damen? Weiche Lederhandschuhe, fein abgesteppt mit kleinen Luftlöchern, damit die zarte Damenhand das Lenkrad besser umfassen konnte, bei den hach, so langen Autofahrten mit dem chicen Cabriolet? Und: welcher Herr trug damals nicht begeistert den liegengelassenen Handschuh der Angebeteten hinterher? Handschuhe, Hut und die passende Handtasche waren einfach die drei Top-H-Accessoires ohne die unsere Mütter und Tanten nicht aus dem Haus gingen. Und wie ladylike es allein in alten Filmen aussieht, wenn sich die Dame langsam die Handschuhe abstreift, bevor sie ihre Krallen ausfährt… da ist der legendäre Fehdehandschuh nur der Fäustling der Geschichte. In mehreren Benimm-Handbüchern habe ich allerdings heute geblättert, um zu erfahren, ob man beim …

Quittenbrot – nostalgisch süß

Ist sie nicht eine vornehme Frucht, die Quitte? Vornehm und zurückhaltend, ein bisschen aus der Mode gekommen und ein bisschen nostalgisch. Wobei – mit ihrem feinen Duft parfümiert sie leicht einen ganzen Raum. Ihr volles Aroma entfaltet sie allerdings erst in gekochtem Zustand. Unsere Großmütter wussten noch viel mit ihr anzufangen. Dann ist die Frucht die mit Apfel und Birne verwandt ist etwas in Vergessenheit geraten. Inzwischen wird die Quitte gerade wieder entdeckt und erlebt eine Art Revival. Mich erinnert sie immer an meine Großmutter. Ich denke an das Qittengelee, das in durchsichtigem Orange in den Gläsern im Vorratskeller von Oma Lisbeth glänzte. Meistens war es etwas zu flüssig geraten und man musste aufpassen, dass es nicht vom Butterbrot lief. Aber der Geschmack war nichtsdestotrotz süß und köstlich. Jetzt im Spätherbst standen auf ihrem mächtigen Kleiderschrank immer Tabletts mit dicker Quittenpaste zum Trocknen – für das Quittenbrot, das dann an Weihnachten genauso auf den Plätzchenteller gehörte wie Buttegebackenes und ‚Kalter Hund‘. Ihr Rezept ist zum Glück überliefert. Zugegeben meine Damen, es ist ein bisschen aufwändig, …

Lesestoff für Vintage-Victims

Der Vintage Flaneur ist ein Heft für die Nostalgikerinnen unter uns. Mal ehrlich, irgendwie sind wir das doch alle ein bisschen. Auch wenn wir in unserem Alter, nicht mehr wie früher, Omas Kleiderschrank plündern und mit ihrem ‚kleinen Schwarzen‘ Partyerfolge feiern. Die Mischung macht’s: ein paar ‚Retro-Accessoires‘, eine hübsche Brosche, eine alte Handtasche, ein Seidentuch – das macht unser Outfit individuell und nicht so stromlinienförmig von der Stange. Ein wunderbarer Ideengeber mit Lesestoff ist der Vintage Flaneur. Selbstverständlich nicht in Hochglanzoptik, sondern seinem Thema getreu im Retrolook. Von der Stilberatung bis zu Ausstellungstipps gibt es viele Anregungen für alle Ladys die gerne etwas in der Vergangenheit schwelgen. Schnelle Autos – heiße Mode In diesem Heft war die ‚Landlust‘ mit Dirndl und Mode der 40-er, 50-er und 60-er Jahre ein großes Thema. Ein bisschen wie aus dem Fotoalbum meiner Mutter. Lässig lehnen die Damen aber auch an schnittigen Oldtimern. Der ‚buckligen Schwedenschönheit‘ Volvo ist eine Story gewidmet und der vielseitigen Brosche, die heute viel zu selten zum Einsatz kommt. Und es wäre kein Vinatage-Heft ohne Rock’n …