Monate: März 2016

Le Jour du Macaron

Macaron – schon der Name lässt uns von Paris träumen. Vor ein paar Jahren waren die zarten bunten Baiser-Köstlichkeiten noch so ein typisches Mitbringsel wie ein Schlüsselanhänger mit Eiffelturm oder eine kleine Tüte mit Lingerie. Jetzt sind Macarons in jeder besseren Konditorei oder aus feinen Keksfabrikationen erhältlich. Demnächst (oder gibt es sie da schon?) sicher auch im Discounter. Macarons sind schon sehr pariserisch: Rund und bunt und elegant, als hätte sie Coco Chanel selbst kreiert. Wie ein kleines Hütchen oder rundes Täschchen. Zwei Baiserhälften aus Mandelmehl umschließen eine duftige Creme: Schokoladenbraun, pistaziengrün, cassisbleu, zitronengelb, mangogold  und rosenrot. Mon dieu! Eine Wolke auf der Zunge! Man nehme Mandelmehl, Eischaum und rühre eine „crème de la crème“ – voilà, fertig sind die hauchzarten Gebäckstücke. Wenn es denn so einfach wäre! Probieren Sie selbst Aber einen Versuch ist es Wert. Die französische Shoppingplattform vente-privée fühlt sich der Tradition verpflichtet und bringt nicht nur den „Jour du Macaron“ mit der süßen Versuchung nach Deutschland, sondern auch alle Utensilien, um die zarten Schaumdinger selbst herzustellen. Ab dem 20. März, kann …

Fine dining: Weinbauers Metzgerei in Schwabing

Weinbauers Metzgerei, Ladies, ist die richtige Adresse, wenn uns mal die Lust auf Fleisch packt, auf gutes Fleisch. Hätte der liebe Gott gewollt, dass wir alle Vegetarierinnen werden, dann hätte er uns doch wohl einen Kuhmagen mitgegeben. Da dies nicht der Fall ist, scheint es doch auch gottgewollt, dass wir uns ab und zu ein gutes Stück Fleisch gönnen. Nicht jeden Tag und auch nicht um jeden Preis. Wobei „um jeden Preis“ in diesem Fall bedeutet, nicht zu jedem Billigpreis. Denn egal ob Huhn, Rind oder Schwein, billig ist nur, was aus der Massentierhaltung kommt und die müssen wir nicht unterstützten. Wenn schon ein Burger, dann ein guter Burger und wenn schon ein Steak, dann ein gutes Steak von einem Tier, das artgerecht gehalten wurde. Trotz des Medienhypes „vegan“ oder gerade deswegen sprießen die Fleischtempel aller Schattierungen. Von der Lust am Grillen ganz zu schweigen. Ich war in einem dieser Tempel, in der „Metzgerei“ – wie der Name schon ahnen lässt – ein Steakhouse der Extraklasse in Schwabing. Rinderhälften hängen in den Reifeschränken, dicke T-Bone …

Zum Schmökern, meine Damen…

…empfehle ich heute ein Buch, das mich interessiert hat, weil erstens Bestellerautor William Boyd ohnehin meist Romane schreibt, die ideale Urlaubs- oder Wochenendlektüre sind: Spannend und umfangreich und weil mich zweitens, wenn ich ehrlich bin, das elegante Cover so angesprochen hat! Ganz  im Stile von meine-damen.de: „Die Fotografin“. Erschienen im Februar im Berlin Verlag. Und das ist wirklich ein feiner Schmöker. Erst einmal glaubt man, sich tatsächlich in die Biographie der Fotografin Amory Clay zu vertiefen, die sich in der eleganten Londoner Welt einen Namen macht, in den wilden Berliner Jahren erotische Fotos knipst und Kriegsfotografin ist. Schwarzweiß-Bilder im Buch scheinen das zu belegen, aber dabei verwendet William Boyd wieder einmal den Kunstgriff, eine fiktive Figur so zum Leben zu erwecken, dass man meint, man würde auf den Spuren der realen Person wandeln. So flirrt man mit Amory durch das  London der Twenties, erlebt mit ihr das anzügliche Nachtleben Berlins, sieht New York der dreißiger Jahre, Paris in der Besatzungszeit und den Vietnamkrieg. Sie ist Gesellschaftsfotografin, Kriegsberichterstatterin und – wie sollte es anders sein – eine Frau, die alle …