Monate: Mai 2016

Picknick im steirischen Thermenland

Ach,  meine Damen, hätten wir an Pfingsten nicht gerne eine Decke ausgebreitet und mit unseren Liebsten ein Picknick auf einer blühenden Wiese eingenommen? Picknick, da stelle ich mir immer das berühmte Bild von Manet vor „Déjeuner sur l’herbe“, das Frühstück im Grünen. Na ja, ganz so frivol muss es dann doch nicht sein – die Damen nicht nackt, sondern doch lieber etwas bekleidet. Nun kann man natürlich seinen Picknick-Koffer selbst packen, alles in Gläschen und Tiegel füllen, Butter, Brot, Kuchen, Pudding, Teller, Gläser, Besteck, eine gute Flasche Wein oder Prosecco – und das alles an den gewünschten Ort transportieren. Aber Ladies, mal ehrlich, bequemer und keineswegs schlechter ist es doch, sich den wohl gefüllten Picknick-Korb abzuholen, ein lauschiges Plätzchen zu suchen und anschließend den Korb mitsamt den Resten und dem schmutzigen Geschirr wieder abzugeben. Sauvignon und Backhendl So habe ich es gerade im steirischen Thermenland erlebt. An einem Sonntag wie aus dem Bilderbuch: blauer Himmel, weiße Wolken, ein Schloss auf einer Anhöhe umgeben von Weinbergen und ein traumhafter Blick über die sanften Hügel der Südoststeiermark, die …

Peggy Guggenheim- eine Leben für die Kunst: Der Film im Kino

Was für ein beeindruckender Film, meine Damen! Ich bin hingerissen im Kino gesessen und hatte das Gefühl, Zeugin einer extravaganten Künstlerwelt zu sein, einem Stück Zeitgeschichte.“ Peggy Guggenheim – ein Leben für die Kunst“ ist ein liebenswürdiges Porträt der bedeutendsten Kunstsammlerin der Moderne. Denn im Leben von Peggy Guggenheim (1898-1979) hat sich alles um moderne Kunst gedreht und um die Künstler. Fand sie ihr Leben verrucht, wird sie im Film gefragt? Die Antwort: „Auf jeden Fall – es ging nur um Kunst und Liebe!“ Als Autodidaktin hat Peggy Guggenheim nicht nur ihre unglaubliche Sammlung aufgebaut, sondern auch viele Künstler unterstützt, gefördert und entdeckt. Wie Jackson Pollock, bei dem sie für 600 Dollar sein größtes Werk in Auftrag gegeben hat. Affären hatte sie mit all den Männern, deren Namen heute wie ein Lexikon der Avantgarde klingen: Samuel Beckett, Marcel Duchamp, Kandinsky, Man Ray und Miro. Mit allen? Mit vielen! Sie erzählt es im Film und auch über ihre Ehe mit Max Ernst. Ein Leben wie ein Kunstwerk! Der Film… …ist ein Dokumentarfilm und eine Montage aus …

Honig zum Muttertag

Honigseife, Honigcreme, Honig-Duschbad… was gibt es nicht alles aus Honig für die Haut. Deshalb: Warum nicht mal Honig pur als Muttertagsgeschenk? Ich treffe die blonde Honigbotschafterin aus Nymphenburg in ihrem Stammlokal in der Romanstraße, in der „Espressothek“. Dort veranstaltet Annika Singer regelmäßig Honigseminare mit Verkostung verschiedener Honigsorten. Was gibt es über Honig viel zu erzählen denke ich mir noch als ich mich auf den Weg mache? Honig ist süß und gesund, das wissen wir schon von unserer Großmutter, die uns Milch mit Honig verabreichte, wenn’s im Hals gekratzt hat. Vielfalt wie beim Wein Die Hobby-Imkerin baut verschiedene Gläschen vor mir auf mit hellgelbem, goldfarbenem, mit kräftig braunem und cremigem Honig, darunter auch ihr eigener: Stadthonig aus Nymphenburg. Unglaublich die Geschmacksvielfalt. Das Vokabular mit dem die gelernte PR-Frau den Honig beschreibt, klingt so ähnlich wie bei einer Weinverkostung: bitter, holzig, harzig, „mentholisch“, blumig, fruchtig….Da es mittlerweile ja schon für fast alles einen „Sommelier“ oder eine“Sommeliere“ gibt – für Wein,Bier, Brot, Käse – bin ich sicher, demnächst auch Honigsommeliers. Und wer weiß, vielleicht wird Annika die erste …

Jeans mit Löchern am Knie

Jeans mit Löchern am Knie, Denims mit ausgefransten Säumen? Giannas Tochter hat schon gestöhnt: „Wenn das die Omi sehen würde, die käme sofort mit der Nähnadel…“. Also, meine Damen, Frau trägt seit der letzten Saison das Knie der Jeans offen. Sieht selbst bei zarten 20-jährigen Knien etwas bescheuert aus, denn Knie, die im Sitzen aus einem Jeans-Krater klaffen, sind nicht wie ein schönes Dekolleté. Was „in“ ist muss wohl im Moment „out“ getragen werden… Aber: Ich will mit 55 Jahren keine kaputte Jeans haben! Und finde fast nur Fetzenhosen. Das war doch in den Siebzigern der Fashion-SuperGAU: Löcher oder gar ein Riss in den teuren Levis-Bootcuts, Edwins-Karotten und Fiorucci-Röhren. Ein Desaster, als es Eugen und mich in der Kurve nach dem Sommertag im Freibad vom Moped gefetzt hatte: Ein Loch im Knie! Halb so schlimm, aber das Loch in der neuen Jeans mit Zopfmuster am Bund (Highwaist, aber das hat man damals gar nicht beachtet): Aus, vorbei, out! So was von out mit der kaputten Jeans! Denn: Flicken am Knie: Das hatten nur kleine Mädchen mit …