Monate: Juni 2016

Damenfrühstück im „Gartensalon“

Die Damen waren frühstücken und…begeistert! Der Gartensalon ist eine goldige Wohlfühl-Oase in der Münchner Amalienpassage. Feine Speisen und Getränke gibt es dort: ohne kleinmädchenhaftes Brimborium (wie so oft in München), alles hausgemacht liebevoll und köstlich zubereitet. Wir waren dort – schätzungsweise zu zehnt – am vergangenen heißen Samstagsommermorgen, schön im Schatten an einem langen Tisch und all uns fröhlichen Frauen hat es so gut geschmeckt! Kuchen, Marmelade und Salonbrause Gianna war begeistert von der ungewöhnlich guten schwarzen Johannisbeermarmelade zum zarten Croissant und von der hübschen Küchenfee Christine, die strahlend ihre feinen Gebäck -und Kuchencreationen ins Café-eigene Backrohr schiebt. Einfach zu schön die Deko mit Rosenblättern und Blüten… (schon ein bisschen mädchenhaft, aber süß!). Die Marmelade hatte Gianna bei Franzi stibitzt, die mit „scones“ und clotted cream die englische Frühstücksversion getestet hat. Ich jedoch, als alte Frühstücksverweigerin, die schon zu Schulzeiten nur mit einer Tasse heißer Schokolade im Bauch zur Schule marschiert ist, habe alles probiert: Chia-Müsli mit Kokosmilch und Mangocreme und Bio- Bauernbrot mit köstlichen Aufstrichen. Ich habe bei Conny und Helene mitschnabuliert, die das „Stramme …

…et voilà

vive la France – der Auftakt zur EM ist ja schon mal geglückt. Der Ball rollt wieder und, ehrlich gesagt, ist mir das ziemlich egal. Wobei – bei WM und EM, da schaue ich auch schon mal hin, zumindest, wenn die Deutsche Mannschaft spielt. Dieses Mal könnte mir die EM sogar etwas mehr Spaß machen als sonst, denn die Spiele finden ja nicht nur in Paris, sondern an vielen Orten in Frankreich statt – vom hohen Norden, wo die Schti’s daheim sind bis in den tiefen Süden, wo man schon gar nicht mehr französisch, sondern occitanisch spricht. Ich habe nämlich ein sehr hübsches Kochbuch entdeckt, das diese EM zu einer kulinarischen Reise durch die „Grande Nation“ werden lässt. „Kick and Cook“ Mmh, da könnte ich mir schon vorstellen, die ein- oder andere Station mitzumachen. Die Reise beginnt im Südwesten in Bordeaux, mit Fisch à la Bordelaise und Mousse au Chocolat, geht natürlich über Marseille mit seiner legendären Boullabaise, in Lyon lassen wir uns einen Coq au vin de Bourgogne schmecken und bei den Scht’is in …

Frei und inspiriert – Sehnsuchtsorte der Dichter, Denker, Künstler und Aussteiger

Sehr vergnüglich ist es, meine Damen, sich durch die mondänen Grand-Hotels und exotischen Reiseziele des letzten Jahrhunderts zu blättern, so wie ich letztes Wochenende in dem wahrhaft eleganten Buch „Frei und inspiriert – Sehnsuchtsorte der Dichter, Denker, Künstler und Aussteiger“. Ascona, Attersee, Capri, Bali, St.Moritz und Hiddensee sind eben diese Sehnsuchtsorte, die dort vorgestellt werden. Allein der Klang der Namen ist verheißungsvoll: Sie wecken die Sehnsucht nach Süden und Sonne, nach Freizeit und Freiheit. Orte, an denen Literaten, Maler und Edel-Aussteiger den Freiraum fanden, den sie für ihre kreative Entfaltung, ihre erotischen Abenteuer und ihr privates Glück gesucht haben. Ihre Idealvorstellung von einem besseren, freieren Leben, um sich aus den Konventionen des gesellschaftlichen Korsetts des ausklingenden 19. und früheren 20. Jahrhunderts befreien zu können. Libertinage in der Schweiz So wandelt man also literarisch unter anderem auf den Spuren von Hermann Hesse, Isadora Duncan und Marianne von Werefkin durch Ascona: In Künstlerkreisen nannten man den beschaulichen Ort im Tessin das „Weltdorf“. Dort logierte der Nobelpreisträger Hesse auf dem „Monte Veritá“, in einem Freiluft-und Künstlersanatorium. Hat sich …