Monate: Oktober 2016

Kirchner und die Frauen – eine Ausstellung im Kirchnerhaus in Aschaffenburg

Die Herbstnebel wallen über den Main und hüllen die Renaissancefassade des Aschaffenburger Schlosses ein. Das berühmte Pompejanum hat geschlossen – tja, meine Damen, dann begibt Frau sich eben auf die Suche nach Attraktionen in geschützten Räumen. Die Entdeckung dieses Herbstes: Das Kirchnerhaus Er war der „womenizer“ unter den Expressionisten. Für Ernst Ludwig Kirchner waren die Frauen ein unerschöpflicher Inspirationsquell – schreibt sein Biograph, Gerd Presler. Tänzerinnen, Varieté-Künstlerinnen, Weggefährtinnen, Modelle, Geliebte oder elegante Damen auf der Straße – er stellte sie in allen Situationen dar. Unverkennbar sein markanter Strich und die kräftigen Farben, aber auch seine genial dahin geworfenen Zeichnungen. Begonnen hat der große Ernst Ludwig Kirchner als kleiner Junge in Aschaffenburg, ja, in Aschaffenburg. Es war für mich eine große Überraschung zu erfahren, dass der weltberühmte Maler an der damals bayerisch-preußischen Grenze geboren wurde. Sein Geburtshaus stand genau gegenüber des Bahnhofs und der kleine Ernst Ludwig zeichnete schon mit 3 Jahren die Eisenbahnen, die er aus dem Fenster seines Kinderzimmers beobachtete. Das Haus – auch heute noch in der Bahnhofsgegend, zwischen Dönerladen- und Spielcasino, ist …

Hermès… nach dem Färben

Voila, mesdames, jetzt habe ich mein gefärbtes Hermès-Carré wieder und nun… schauen Sie es sich genau an… irgendwie ist es schon ein Gag, aber ich fremdle noch. Knallig statt bieder, das wollte ich ja, aber auf einmal ist die Tante Hermine in mir erwacht und denkt: Ach, soooo sieht das jetzt aus! Rosa statt beige, bordeaux statt rot: sehr gewagt!… Und wie immer bei solchen Aktionen: Was die Anderen haben kommt einem viiiiel schöner vor… und da sind erstaunlich viele Hermès-Besitzerinnen in den orangen Waschsalon gekommen, wo sie die teuren Tücher alle herhaben? Kollektionen lagen da auf dem Tisch und es wurde gefachsimpelt, gelacht, gezickt und entzückt mit dem Tuch gewedelt. Außerdem – das hab ich bei meinem ersten Besuch gar nicht gesehen: Ist ein Passfoto-Automat im Salon, da kann Madame von sich mit frisch gefärbtem Seidentuch einen Schnappschuss machen lassen. Quintessenz: Die Tücher sind aufgepeppt, immer noch original, also nicht „verfärbt“, alle Damen hatten Spaß damit, die „Auffrischungsaktion“ von Hermès war ein voller Erfolg und… mit meinem bunten Tuch… muss ich mich noch anfreunden, wobei …

Hermès: einmal waschen und färben, trocken – bitteschön, meine Damen!

 Up-Cycling der Luxusklasse Ein echtes Hermès-Seidentuch einfach färben? Mon dieu, das ist doch ein Sakrileg, mesdames, n’est-ce pas? Nein, das ist es nicht, ganz im Gegenteil, aber nur wenn man es von Hermès selbst machen lässt! Das weiß ich seit diesem Wochenende: DIP DYE von Hermés Wash macht es möglich. Klingt nach Waschmittelwerbung aus den Fifties? Ist aber genial! Hermès färbt die alten Tücher einfach um. Und sie bleiben dadurch ein Original und zwar ein besonders originelles! „Hermès Wash“ ist zurzeit der chiceste und charmanteste Pop-up-Store in München: Der knallbunte Waschsalon „HermèsMatic“ ist schön wie Modern Art! Ich dachte zuerst, es handelt sich eine Kunst-Installation im Hermès-Style, und auch als diese wirklich sehenswert – seit Freitag in der Türkenstraße 67. Ein Hauch von Hermès Eine Kelly-Bag oder Birkin-Bag aus dem Hause Hermès sind leider noch unerfüllte Träume von mir , stattdessen bedufte ich mich mit einem Hauch von „sur le toit“ oder „le jardin de monsieur Li“ . Aber es geht ja jetzt um Hermès-Tücher, die „Carrés“ (mit ihren in die Jahre gekommenen Mustern und …

Schwarzer Knoblauch… eine tolle Knolle

In der der spanischen Küche geht nichts mehr ohne schwarzen Knoblauch, zu Fisch, auf Gemüse, im Sugo: „Ajo negro“ ist nun das I-Tüpfelchen auf der feinen Küche. Ich habe die schwarze Knolle schon einmal im deutschen Bio-Markt gesehen, mich gewundert und verweigert, 8€ für einen Feinschmecker-Firlefanz zu bezahlen, da ich ja ohnehin nicht scharf auf weißen Knoblauch bin, nicht wegen des Geschmacks oder einer Knoblauch-Intoleranz, die es nun ja auch gibt, sondern, weil ich nicht gerne nach Knoblauch „dufte“ und ihn auch nicht gerne aus dem Odem oder den Poren der Anderen erschnüffle. Soviel zum Thema Knofel, liebe Damen! ¡Ojo! Ajo negro! Augen auf, schwarzer Knoblauch ist nämlich doch was Feines. In spanischen Supermarkt gibt es den schwarzen Knoblauch in jedem Gemüseregal, zwei Knollen für ca. 3-4€, also erschwinglich genug, das vermeintlich dolle Ding mal zu testen, aber vorab hab ich erst einmal nachgelesen, was schwarzer Knoblauch nun ist: Schwarzer Knoblauch ist gleich weißer Knoblauch… …also keine spezielle Züchtung, sondern klassischer weißer Knoblauch, der in einem mehrwöchigen Fermentierungsprozess bei Temperaturen von 45-70°C verändert wird- je …