Monate: Juli 2017

Frühstück unter Palmen

Andere fahren an die Riviera oder an die Cote d’Azur, um unter Palmen zu sitzen. Unsereiner radelt nur bis zur Brienner Straße in München, um dort unter Palmen zu frühstücken. Schon in der früh um neun gönnen sich hier Herren im Anzug ihren Kaffee zur Zeitung und ein frisches Brioche aus der hauseigenen Bäckerei. Damen im Business-Kostüm und Münchentouristen jedweder Couleur genießen das südliche Flair im einstigen Palastcafé. Anno dazumal Das waren noch Zeiten – meine Damen – als das Café Luitpold 1888 am ehemaligen Fürstenweg eröffnet wurde! Mit Prunk und Pomp, mit Spiegelsaal und Kuppelhalle. Angeblich soll just an diesem Ort auch der berühmte „Blaue Reiter“, die Künstlergruppe, von Wassily Kandinsky und Paul Klee gegründet worden sein. Nach der Zerstörung im Krieg wurde das Caféhaus in bescheidenerer Form als „Palmengarten“ wiedereröffnet. Doch an Sommertagen viel interessanter ist der Boulevard davor mit den fast gleichen Möbeln übrigens wie anno dazumal – zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als sich die Münchner Society auch schon gerne auf der Caféterrasse zeigte. Eine Institution Heute ist das Luitpold immer …

Mizu Onsen: Japanische Badekultur am Tegernsee…

…im MIZU ONSEN – SPA – im Hotel BACHMAIR WEISSACH am schönen Tegernsee. Japans Kultur der berühmten „Onsen-Bäder“ ist eine jahrhundertalte Tradition der Entspannung in den heißen Quellen. Davon inspiriert hat das BACHMAIR WEISSACH eine 3000 m2 SPA-Landschaft eröffnet und die Damen haben sie besichtigt. Heiß und kalt- das ist das Wechselspiel beim Onsen-Ritual: Heißes Wasser zuerst und dann: Mizu: MIZU ist einerseits ein Ausdruck des Erstaunens, andererseits bedeutet es einfach kaltes Wasser. Und damit lässt sich bei MIZU ONSEN schon der Bogen zum Tegernsee schlagen: denn das mineralreiche, aber kalte Wasser des Tals eignet sich wunderbar für die außergewöhnliche Badelandschaft, die dieser Idee der japanischen Badekultur folgt: Eine behutsame und elegante Mischung aus Fernöstlichem und Bayerischem: Wasserbecken-Landschaften und großzügige Sauna-Anlagen, holzduftende Ruheräume und eine exzellente Sushi-Bar mit Ingwer-Sake-Cocktails. Schönheit, meine Damen, ist mehr als der äußere Schein, deshalb ruht das Mizu-Onsen-Spa auf vier Säulen: Langsamkeit, Einkehr, Klarheit und Wärme. In der Ruhe und der Einfachheit liegt die Kraft, sagt die Leiterin der Wellness-Oase, die Heilpraktikerin Lydia Heymann. Sie vertritt eine ganzheitliche Methode der Schönheitspflege: …

Die Damen haben einen Schwips

Die Damen Verehrte Damen, diese Zeilen – dafür bitte ich um Verständnis – kann ich nur in Begleitung von einem Glasl Sekt schreiben, denn es geht um den Schwips… Prost! Wirkliche Damen haben nämlich nur einen kleinen – manchmal einen größeren – Schwips, betrunken sind sie nie! Da verliert ja unsereins jegliche Contenance und die Puderdose! Prost! Der Schwips ist ja nun leider aus der Mode bekommen und deshalb finden wir, sollte er wieder aus dem Sektkeller der verlorenen Wörter geholt und zu neuem Glanze aufpoliert werden. Sagt eine wahre Dame: Ich bin betrunken? Mitnichten! Tante Grethe und Tante Anni, die konnten ordentlich einen zwitschern, gerne auch noch ein Stamperl „Frauengold“ nach dem ersten, zweiten, dritten Pikkolo, aber einen Rausch haben die Frolleins nie nie nie gehabt! …haben einen Schwips Der Schwips hat übrigens auch im Duden seinen beschwingten Platz, dort lautet die Definition: durch Genuss von Alkohol hervorgerufener leichter Rausch, ebenda zu finden: Die Beschwipste: substantiviertes Adjektiv, feminin – weibliche Person, die beschwipst ist. Unvorstellbar, dass Paula Wessely Adolph Wohlbrück in dem Film „Maskerade“ …

„Einsame Klasse“- das Leben der Marlene Dietrich

Ich dachte, ich wüsste fast alles über das Leben der Marlene Dietrich, da ich vor vielen Jahren die Biographie von Maria Riva, Marlenes einziger Tochter, verschlungen hatte, das oft verstörend ehrlich war oder schien. Und gemeinhin meint man, alles über die Dietrich zu wissen: Deutschlands ersten Hollywoodstar, der an der Seite der Größten gespielt hat. Die als erste Frau Hosen trug, Männerkleidung und nicht nur damit Skandale provoziert hat. Die mit fast allen Filmpartnern und -Partnerinnen im Bett war, Maurice Chevalier und Jean Gabin geliebt hat. Deren Liebhaber Erich Maria Remarque, Yul Brynner und Cary Cooper hießen. Die gebildet und klug war und grausam sein konnte, die einerseits vergöttert wurde und sich trotzdem gleichzeitig nach Liebe gesehnt hat. Die als amerikanische Staatsbürgerin an der Front die „Boys“ unterhalten hat und sich nicht von Goebbels und Hitler als deutscher Filmstar vereinnahmen ließ. Zum 25. Todestag der Marlene Dietrich… … ist allerdings ein Buch erschienen, in dem sich die von mir sehr verehrte Autorin, Eva Gesine Baur, Marlene Dietrich und ihrer Zeit widmet. Dieses Buch, meine Damen, …