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Bayerische Weiberwirtschaften

Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte…

Liebe Damen, wenn Sie an einem wunderbaren Frühlingswochenende einmal nicht wissen, wohin Sie fahren oder wo Sie einkehren sollen, dann empfehlen wir Ihnen ein sehr weibliches Buch: „Bayerische Weiberwirtschaften“, im Hädecke Verlag erschienen, unlängst in erweiterter Neuauflage. Darin werden 33 von Frauen geführte Gastwirtschaften im schönen Bayernland, von Oberfranken bis zu Alpenrand vorgestellt. Und übrigens: Ihren Mann dürfen Sie ruhig mitnehmen! Denn, wie heißt es schön im Untertitel: „Refugien für Leib und Seele“ und da dürfen natürlich auch die Herren mit von der Landpartie sein. Warum Weiberwirtschaften? Ganz einfach, weil sie immer noch – in der männlich dominierten Gastronomie – eine Ausnahme sind und weil oft großartige Biografien dahinter stehen: Die ehemalige Modedesignerin, die mit 70 immer noch französisches Flair in der Oberpfalz verbreitet, die 50jährige, die sich einen Traum verwirklicht und Hüttenwirtin wird oder die junge Mutter und Bankangestellte, die ein Traditionswirtshaus führt. Die Köchin, die in der Sternegastronomie gearbeitet hat kommt genauso vor, wie die Autodidaktin, die ihre denkmalgeschützte Stube nur am Wochenende öffnet. Mutige Quereinsteigerinnen und professionelle Laufbahnen – es sind spannende Geschichten, die man gar nicht vermutet und die den Besuch eines solchen Wirtshauses vielleicht etwas reizvoller machen, als anonym einzukehren.

Sie kochen oder servieren Bayerische Küche, „fast“ Sterneküche, Deftiges, Feines oder ausschließlich Vegetarisches und jede Wirtin verrät uns auch noch ein bis zwei Rezepte.
Also, meine Damen, Sie können das Buch auch als Kochbuch betrachten. Aber die bessere Variante ist sicher, sich erst einmal vor Ort bekochen zu lassen. Zum Beispiel bei der Kräuterfee im Altmühltal. Andrea Beck ist Kräuterpädagogin und neben köstlichen Lammgerichten bietet sie auch Kräuterwanderungen und Kochkurse an. Christl Kurz aus Berchtesgaden gehört zu den Pionierinnen der vegetarischen Küche und ist ihr bis heute treu geblieben. In ihrem 500 Jahre alten Bauernhaus erleben Sie eine ganz besondere Atmosphäre.
Barbara und Elisabeth Weißenbeck haben sich der feineren, bayerischen Küche im Ludwig-Thoma-Land verschrieben und Barbara Schlachter Ebert auf der Schlossanger-Alp in Pfronten, ja, sie kocht göttlich und das haben auch die Michelin-Tester schon bemerkt und sie mit dem Bip Gourmand ausgezeichnet für hervorragende regionale Küche. Den hat sich auch Bettina Hoffmann in ihrem Restaurant in Schindelsee im Steigerwald erkocht. Und dann ist da noch die junge Schlosserbin in Eysölden in Mittelfranken, die in dem historischen Gemäuer Hochzeiten ausrichtet und am Wochenende für jedermann auftischt, oder die Pferdenärrin und Köchin Sigrid Kamm in Zenting im Bayerischen Wald … ach ja, und die vielen anderen Wirtinnen, jede auf ihre Art einzigartig. Ich kann sie Ihnen hier nicht alle beschreiben. Aber falls wir Sie neugierig gemacht haben, die Bayerischen Weiberwirtschaften können Sie in jedem Buchladen und im Internet bestellen. Ein Buch, nicht nur für die Frühlingszeit.

Hädecke Verlag

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