Leben, unterwegs
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Flaneurinnen… so schlendern Damen…

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“

Verehrte Ladies, hoffentlich konnte jede von Ihnen ihren kleinen Zauber zu Jahresbeginn entdecken? Oft ist es ja nur eine Winzigkeit, ein Hauch von Schnee auf einem Tannenzweig, ein Eiszapfen an der Dachrinne, ein Sonnenstrahl, der durchs Fenster fällt oder warmer Kerzenschimmer, schöne Momente…

Gute Vorsätze

Die Zeit verfliegt und schon ist die Hälfte des ersten Monats verstrichen. Hatten Sie gute Vorsätze? Sind diese schon wieder über Bord geworfen oder sind Sie noch eisern beim Nichtrauchen, Sporteln oder Diät machen?
Ich habe mir nichts vorgenommen, aber ich habe eine wunderbare Entdeckung gemacht und der möchte ich in diesem Jahr folgen: der Flaneur Society
In Zeiten von Google-Maps und GPS, von Navis und Handys, die uns durch den Großstadtjungle genauso hindurchlavieren, wie durch die Labyrinthe historischer Zentren – was überlässt man da noch dem Zufall? Wenn wir immer auf unsere Handys starren, was nehmen wir dann von unserer Umgebung noch wahr? Wenn wir nur noch den direkten Weg suchen, was entgeht uns da alles? Einfach mal treiben lassen, flanieren – große Vorbilder gibt es genug: von Walter Benjamin bis zu Sigi Sommer – auch die Grafikdesignerin Ellen Keith aus San Francisco hat das vermisst und einen Gegenentwurf herausgegeben, den „Guide to Getting Lost“.

Lieber durchs Leben flanieren

Also: Weder dem „Baedecker“, noch dem neuesten Tipp aus dem „Feinschmecker“ oder von irgendeiner Communitiy folgen, sondern sich einfach dem Zufall überlassen. Flaneure sind zwar historisch betrachtet eher Upperclass-Dandies gewesen, aber ich denke, es kann doch sehr spannend sein beim nächsten City-Trip, weder die üblichen Sehenswürdigkeiten abzuhaken, noch durch die Fußgängerzonen zu hecheln, sondern sich einfach treiben zu lassen. Naja, so ganz vertraut die Flaneur Society wohl nicht auf unsere Intuition und hat deshalb den „Guide to Getting Lost“ herausgegeben, sozusagen eine Anleitung, um sich besser zu verlaufen. Das liest sich dann zum Beispiel folgendermaßen: Nimm den nächsten Bus und steige nach 10 Stationen aus. Wenn Du einem Mann mit Bart begegnest, biege sofort die nächste Straße links ab… setzte Dich in ein Café und sprich mit einem Einheimischen…
Ich finde, es ist eine reizvolle Idee, die sich auch in – und vielleicht sogar am besten – in der eigenen Stadt umsetzen lässt.
Flanieren wir zu neuen Perspektiven, als Flaneurinnen, die ihren ganz eigenen Weg gehen….

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