Autor: Hermine

Maria by Callas – der Film

„Maria by Callas“ – dieser Film, meine Damen, hat mich so fasziniert, dass ich ihn innerhalb von 3 Tagen zweimal im Kino angeschaut habe. Für alle Verehrerinnen und Verehrer der Operndiva Maria Callas ist dieser Film ein wunderbares Kino-Erlebnis von ganz besonderem Zauber: „Ich trage zwei Personen in mir“- sagt die Callas zu Beginn des Films- „ich möchte Maria sein, aber da ist auch die Callas, der ich gerecht werden muss. Ich versuche, mit beiden auszukommen“. Der Zwiespalt einer Jahrhundert-Künstlerin, die die Opernwelt bis heute mit ihrer einzigartigen Stimme begeistert. 40 Jahre nach dem Tod der Opernlegende Maria Callas hat der französische Filmemacher und Photograph Tom Volf ihre Memoiren als beeindruckendes Mosaik aus Interviews, Bühnenauftritten, Filmausschnitten, privaten – bisher unveröffentlichten- Filmaufnahmen und Erinnerungen verfilmt. Ursprünglich schwebte dem französischen Fotografen und Filmemacher ein anderer Film vor: Er hatte Interviews mit Freunden, Weggefährten und Zeitzeugen geführt, aber viele Stunden Drehmaterial verworfen, als ihm seine Gesprächspartner faszinierendes, oft nie zuvor gesehenes Archivmaterial zur Verfügung gestellt haben. Unter anderem ein legendäres Fernsehinterview mit David Frost, das sich als roter Faden durch den …

Aloe vera – die wundervolle Wüstenlilie

Aloe vera, liebe Damen, auf wie vielen Produkten steht der Name dieser wunderbaren Pflanze? Auf Gesicht- und Sonnencremes, auf Bodylotions, Waschmitteln, Joghurts und selbst Spüli. Aber wie viel des kostbaren Gels ist wirklich drin in diesen Produkten? Oft nicht mehr als klitzekleine Partikelchen. Die reine Kraft dieses besonderen Geschenks der Natur, die bekommen wir nur durch das frische Blatt. Wir finden es in gut sortierten Bio-Läden, aber noch besser direkt von der Pflanze, zum Beispiel im stets sonnigen Andalusien. Da genieße ich den Luxus, bei jeder kleinen Schnittwunde, bei einem Hauch von Sonnenbrand, einem Mückenstich oder trockener Haut, einfach aus meinem Aloe-Beet ein Blatt abzuschneiden und mir das Aloe-Gel auf die betroffenen Stellen zu reiben. Wohltat für die Haut Aloe-Vera-Gel kühlt, pflegt und nährt die Haut. Zugegeben: Beim ersten Mal ist es vielleicht ein befremdliches Gefühl, das glitschige Gel aus dem harten Blatt zu entnehmen und sich den frischen Glibber auf die Haut zu reiben. Es riecht etwas nach Gurke und es bleibt erst ein straffendes, dann ein angenehm wohltuendes Gefühl zurück. Mit ein paar …

Das achte Leben (für Brilka)

Wenn man im Urlaub morgens um 6 Uhr aufwacht und denkt „jetzt lese ich gleich weiter…“ und es kaum abwarten kann, eben weiter zu lesen, dann, meine Damen, muss es sich um ein besonderes Buch handeln. „Das achte Leben (für Brilka)“ hat mir den Schlaf geraubt. Nino Haratischwili hat wirklich ein einzigartiges Buch geschrieben und deshalb bediene ich mich ausnahmsweise der Hymnen der Kulturkritiker, ohne die ich auf diesen monumentalen Roman mit dem sperrigen Titel nie aufmerksam geworden wäre: So schreibt die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“: „Die Geschichte des europäischen Jahrhunderts als georgische Familiensaga erzählt. Deutscher Roman des Jahres. Phänomenal.“ „Ein Solitär der deutschen Gegenwartsliteratur“ (Deutschlandfunk) „Eine der kraftvollsten und eindringlichsten Stimmen der deutschen Literatur. Nino Haratischwili ist etwas wahrhaft Außergewöhnliches gelungen. Ein großer historischer Roman, so prall mit menschlichen Dramen wie das echte Leben.“ (Titel Thesen Temperamente). „Das achte Leben (für Brilka)“ ist ein Epos über sechs Generationen und acht außergewöhnliche Frauenleben. In den letzten 5 Tagen habe ich mit Stasia, Kitty, Christine, Niza, Daria… und der Familie Jaschi regelrecht mitgelebt: mit ihr Leid, Revolution und …

Dalida – der Film

Schnell noch ins Kino, meine Damen, so lange dieser ganz besondere, berührende Film noch läuft: „Dalida-der Film“ ist ein Kinoerlebnis! Meine Freundin Isabel war eben noch in einer Matinée in München und hat sofort geschrieben: „Danke, Hermine für den Filmtipp, wir waren begeistert und hätten sonst beinahe „Dalida“ verpasst!“ Was macht diesen Film so einzigartig? Das tragische Leben der Sängerin und ihr Freitod? Die Musik? Die Stimme? Oder ihre Suche nach der Liebe? Die hinreißende Hauptdarstellerin? Oder Dalidas Lieder, die uns durch die fünziger und sechziger bis in siebziger und achtziger Jahre begleitet haben – wie „Ciao, ciao Bambina“, „Paroles, Paroles“, „der Tag als der Regen kam“, „Je suis malade“? Dalida – ihr Leben Die Sängerin mit der Löwenmähne und der unglaublichen Stimme habe ich schon in den Seventies in den großen Samstagabend-TV-Shows erlebt. Erst nach ihrem Selbstmord 1987, vor 30 Jahren, und bei Besuchen in Paris am „Place Dalida“ habe ich mehr über ihr Leben erfahren, so wie wir es jetzt alle im Film sehen: Die Italienerin Jolanda Gigliotti – so ihr bürgerlicher Name …

„Einsame Klasse“- das Leben der Marlene Dietrich

Ich dachte, ich wüsste fast alles über das Leben der Marlene Dietrich, da ich vor vielen Jahren die Biographie von Maria Riva, Marlenes einziger Tochter, verschlungen hatte, das oft verstörend ehrlich war oder schien. Und gemeinhin meint man, alles über die Dietrich zu wissen: Deutschlands ersten Hollywoodstar, der an der Seite der Größten gespielt hat. Die als erste Frau Hosen trug, Männerkleidung und nicht nur damit Skandale provoziert hat. Die mit fast allen Filmpartnern und -Partnerinnen im Bett war, Maurice Chevalier und Jean Gabin geliebt hat. Deren Liebhaber Erich Maria Remarque, Yul Brynner und Cary Cooper hießen. Die gebildet und klug war und grausam sein konnte, die einerseits vergöttert wurde und sich trotzdem gleichzeitig nach Liebe gesehnt hat. Die als amerikanische Staatsbürgerin an der Front die „Boys“ unterhalten hat und sich nicht von Goebbels und Hitler als deutscher Filmstar vereinnahmen ließ. Zum 25. Todestag der Marlene Dietrich… … ist allerdings ein Buch erschienen, in dem sich die von mir sehr verehrte Autorin, Eva Gesine Baur, Marlene Dietrich und ihrer Zeit widmet. Dieses Buch, meine Damen, …

Frühstück bei Hermès… Ein Morgen mit Stil!

Hermès hat die Damen zum Frühstück vorab in die neuen Räumlichkeiten geladen und wir hatten einen chicen Vormittag! Nach 30 Jahren ist Deutschlands erste Hermès-Boutique in München innerhalb der Maximilianstraße umgezogen. Die Nummer 8 ist nun die neue Adresse der Pariser Luxusmarke für Taschen, Tücher und viel „Sehrsehrschönes“ mehr. Der neue Designertempel, hat gleich vis-a-vis der Oper eröffnet, in den Münzarkaden, einer der schönsten Münchner Adressen. Auf drei 3 Etagen und auf 640 Quadratmetern werden seit dem 16. März alle Produktbereiche von Hermès präsentiert. Das Herzstück des neuen Stores ist eine innenarchitektonisches Meisterwerk: Eine spiralförmige, schier schwerelose Treppe, die sich elegant über die Etagen windet, Kirschholz mit einem Geländer als Referenz auf die Hermès-Tradition mit den Signets des Reitsports: Das Geländer ist von Steigbügeln inspiriert. Wir wandeln mit Cappuccino in der Hand durch alles Ebenen und genießen das Ambiente: Das Hermès der klassischen wundervollen Tücher – in diesem Jahr mit Pastelltönen und farbenfrohen Ethno-Motiven, der Wunschtaschen wie der „Kelly“ oder „Birkin“ in kräftigem Türkis. Die Damen entdecken auch Damen- und Herrenmode, Schuhe, auf denen wir …

Zu Gast in den Palästen der Maharadschas

Was für eine märchenhafte Reise, meine Damen oder Maharanis… Wir waren über zehn Tage lang auf einer ungewöhnlichen Tour in Rajasthan unterwegs, im Norden Indiens und unsere Reise sollte von einem Maharadscha-Palast zum anderen führen. Allerdings nicht nur, um Paläste, Monumente und Forts in ihrer goldenen Pracht und Schönheit zu besichtigen und zu bewundern, sondern auch, um dort zu nächtigen, wo früher die Herrscher mit ihren Familien, ihren Dienern und Untertanen gelebt haben. Eine Fahrt, über 2000 km lang in einem kleinen Bus, durch ein beeindruckendes Land, aber auch durch eine versunkene Welt. Seit 1947, also seit genau 70 Jahren, ist Indien unabhängig und damit das größte demokratische Land der Welt. Einige der ehemaligen Herrscher haben seitdem ihre prunkvollen Paläste in exklusive Hotels verwandelt, jedes anders, jedes einzigartig, jedes mehr oder weniger luxuriös, aber ganz besonders. Namasté – auf den Spuren der Maharadschas und Maharanis Wir verlassen die smogverhangene Stadt Delhi. Unser Weg führt vorbei an den allgegenwärtigen Plastiktüten-Müllbergen, den heiligen Kühen, den Inderinnen in ihren leuchtenden Saris, durch den Lärm ratternder Tuk-Tuks und hupender …

Die Damen gehen aus! Sternstunde bei Mario Gamba

Was sollen wir uns nun wünschen, meine Damen, jetzt zur Weihnachtszeit, wo uns doch angeblich so viele Wünsche erfüllt werden? Einen Besuch im Sterne-Restaurant „Acquarello“ in München oder das neue Kochbuch“ Mare“ von seinem Inhaber, Chef, Sternekoch Mario Gamba? Vorschlag: Wir wünschen uns einen Besuch im Restaurant, das zu den 100 besten der Welt zählt – eben vom Guide Michelin mit einem Stern bestätigt worden – und verschenken als ganz exquisites Weihnachtsgeschenk das wirklich wunderbare „Mare“-Buch, gerade erschienen. „Mare“ – das Buch Ich war zur Buchvorstellung im „Acquarello„- die Dame im Gastro-Glück! Denn nicht nur das Kochbuch „Mare“ ist eine wundervolle Hommage an Capri, auch der kleine Streifzug durch die Rezepte im dezenten Ambiente des Sterne-Restaurants ist, als folge man Mario Gambas Melodie des Meeres: Hört es rauschen beim „Tatar vom Yellow Fin Thunfisch auf Kartoffelrösti, Kürbisrelish, Salsa Verde“, über Kieselstrände perlen bei „Onsen Tomago Ei, Blattgold, Osietra Imperial Kaviar, Zitronenschaum“ und sanft ans Ufer schlagen beim „Wildfang Loup de mer auf Fregola Sarda, Trüffelbutter und Hummeremulsion“… jeder Bissen ist eine kleine Komposition, die ich …

Wunderbare Winter-Lektüre: „Unsere wunderbaren Jahre“

Verheißungsvoll sind mir Cover und Buchtitel von Peter Pranges neuem Roman-Epos „Unsere wunderbaren Jahre“ erschienen, liebe Damen, weil es genau in der Zeit spielt, mit der ich mich so gerne beschäftige: Ende des Zweiten Weltkriegs, Beginn der Wirtschaftswunderzeit. Die fünfziger Jahre. Nun habe ich diesen intensiven Roman in einer rekordverdächtigen Zeit gelesen: Innerhalb von knapp 30 Stunden für 969 Seiten. Wann hat man diese Zeit am Stück? Eben – wie ich – nur während eines Langstreckenflugs wie Bangkok-München. Und der schier endlosen Airport-Wartezeit davor. Gleich einmal vorneweg: Hätten mich „Unsere wunderbaren Jahre“ nicht so sehr in ihren Bann gezogen, wäre die Flugzeit sicher mit Schlafen, Dösen und Kintopp im Miniformat zu bewältigen gewesen. Mit meiner pfundschweren Lektüre ist die Zeit jedoch sprichwörtlich wie im Fluge vergangen. Mit-Passagiere, die mein einsames Leselämpchen während all dieser Stunden leuchten sehen mussten, seien um Verzeihung gebeten oder ihnen dieses Buch empfohlen: Wechselkurs und Wirtschaftswunderjahre Die eigentliche Geschichte des wahrlich umfangreichen Werks ist rasch erzählt: Deutschland im Juni 1948: Das neue Geld, die D-Mark, ist da. Auch in der sauerländischen …

Hermès… nach dem Färben

Voila, mesdames, jetzt habe ich mein gefärbtes Hermès-Carré wieder und nun… schauen Sie es sich genau an… irgendwie ist es schon ein Gag, aber ich fremdle noch. Knallig statt bieder, das wollte ich ja, aber auf einmal ist die Tante Hermine in mir erwacht und denkt: Ach, soooo sieht das jetzt aus! Rosa statt beige, bordeaux statt rot: sehr gewagt!… Und wie immer bei solchen Aktionen: Was die Anderen haben kommt einem viiiiel schöner vor… und da sind erstaunlich viele Hermès-Besitzerinnen in den orangen Waschsalon gekommen, wo sie die teuren Tücher alle herhaben? Kollektionen lagen da auf dem Tisch und es wurde gefachsimpelt, gelacht, gezickt und entzückt mit dem Tuch gewedelt. Außerdem – das hab ich bei meinem ersten Besuch gar nicht gesehen: Ist ein Passfoto-Automat im Salon, da kann Madame von sich mit frisch gefärbtem Seidentuch einen Schnappschuss machen lassen. Quintessenz: Die Tücher sind aufgepeppt, immer noch original, also nicht „verfärbt“, alle Damen hatten Spaß damit, die „Auffrischungsaktion“ von Hermès war ein voller Erfolg und… mit meinem bunten Tuch… muss ich mich noch anfreunden, wobei …