Alle Artikel in: aufgetischt

Aloha POKE – Streetfood aus Hawaii

Streetfood, Ladies – ist ja eigentlich nicht unser Stil. Aber Poke, „Kleingewürfeltes“ aus Hawaii, das mundet auch den Damen. Die Streetfood-Bewegung, hält überhaupt immer wieder positive Überraschungen bereit – da lassen sich Leute eben etwas mehr einfallen, als Currywurst und Pommes. Und wenn schon diese Klassiker, dann von hoher Qualität und mit handgeschnitzten Kartoffeln – nur so nebenbei bemerkt. Poke jedenfalls ist der neueste Trend dieser Bewegung – schnell und schmackhaft für gesundheitsbewusste „urban people“. Healthy Fast-Food Poke – das hawaiianische Nationalgericht macht bei uns als Fast-Food Furore. Poke bedeutet so viel wie klein geschnitten, klein gewürfelt. Die hawaiianischen Fischer ernährten sich von einem einfachen Fischsalat mit Fischwürfeln, ein paar Kräutern und Gewürzen, etwas Reis – alles in einer Schüssel – fertig. Eiweißreich, vitaminreich, fettarm – „healthy“. Hierzulande fallen die Fischportionen etwas kleiner aus als in der Südsee, dafür sind die anderen Zutaten vielfältiger. Farbenfrohes Fast-Food Lachs, Thunfisch, Tintenfisch, Krabben – oder doch lieber Pute oder Tofu? Aus der Vitrine des Aloha-Poke, in der Münchner Türkenstraße lachen uns die Zutaten förmlich an: Avocado, Mango, Tomate, …

Die Frucht der Aphrodite: Der Granatapfel

Die rubinroten Kerne leuchten wie Edelsteine und veredeln jedes Gericht: Punica Granatum oder „Die samenreiche Frucht aus Phönizien“. Der Granatapfelbaum ist in Kleinasien und im Mittelmeerraum beheimatet und die griechische Liebesgöttin Aphrodite soll den ersten Baum auf der Insel Zypern gepflanzt haben. Auch die alten Ägypter, heißt es, verzehrten und schätzten bereits 2500 vor Christus die Früchte als Fruchtbarkeits-Symbol. In Mythologien und Märchen spielt der Granatapfel eine wichtige Rolle und entführt uns in eine sinnliche Welt. Die pralle Frucht des Granatapfels inspirierte die Märchenerzähler aus 1001 Nacht und auch das Hohe Lied Salomons besingt den goldene Apfel als Symbol für Sinnlichkeit und Erotik. so steht es im 8. Kapitel Vers 2. Auch an mehreren Stellen im Alten Testament kommt der Granatapfel vor. Und vermutlich war auch der Baum des Lebens im Garten Eden – wie sollte es anders sein – ein Granatapfelbaum. Also hat Eva Adam nicht mit einem Boskop oder Golden Delicious, sondern mit einem Granatapfel verführt! Im christlichen Mittelalter galten die orange-roten Blütenkelche des Granatapfelbaumes als Sinnbild feuriger Liebe und auch der Reichsapfel …

eat&STYLE

Für ein Wochenende eintauchen in verführerische Düfte und Welten. Nein, Ladies, wir gehen nicht zu einem Parfumeur, sondern schnuppern und schmecken uns durch Kaffee- und Backwelten, schauen in die Töpfe großer Meister und legen auch selbst Hand an – wenn wir wollen. Muss aber nicht sein. Auf der eat&STYLE, der Messe für Feinschmecker und Feinschmeckerinnen in München, dürfen wir so richtig schwelgen (und vielleicht sogar auch schon das ein oder andere Weihnachtsgeschenk einkaufen): kleine, feine Manufakturen laden ein viel Selbst- und Handgemachtes zu entdecken und zu probieren, – ich sage nur Trüffel, Honig, feine Pasteten, Schinken, Käse… na, läuft das Wasser schon im Mund zusammen? Im Kaffeelabor lernen wir Herzen auf den Capuccino zu zaubern, in der Miele Backstube verrät uns Veronique Witzigmann das Geheimnis ihrer Fruchtaufstriche und im Kochstudio zeigen die Küchenchefs was alles geht „Sous Vide“. Aber ich glaube mein Favorit in diesem Jahr wird das „Stadtmenü“. Unter dem Motto „so schmeckt Deine Stadt“ servieren 9 Köche aus der Münchner Gastro-Szene, alle noch ziemlich unentdeckt, jeweils ein kleines Gericht – sehr ladylike Portionen. …

Toskanische Sterneküche mit Gianna

Ladies, wenn es Herbst wird in der Toskana, verschwinden die Touristenmassen und es bleiben die Genießer(innen). Die Nebel wallen morgens über die Hügel und die Nadelspitzen der Zypressen stechen dunkel aus ihnen hervor – so wie auf den beliebten Kitschpostkarten. Die Weinberge leuchten rot und gelb und die Ölmühlen arbeiten auf Hochtouren, um möglichst schnell das kostbare Öl aus den Oliven zu pressen. Es duftet nach Wein und Kastanien… Sie merken schon: Ich gerate ins Schwärmen. Dies ist eine Einladung zu einem kulinarischen Kurztripp, der zu höchsten kulinarischen Genüssen führt! – um nicht zu sagen, in den kulinarischen Himmel. Wir lassen uns nämlich von toskanischen Spitzenköchen verwöhnen und schauen ihnen in die Töpfe. Denn es geht bei dieser Reise nicht nur ums Schlemmen und Genießen, sondern vor allem auch um’s Kochen: drei Kochkurse bei Spitzenköchen stehen auf unserem Programm. Glasmacher, Manhattan und Weinbarone Wir wohnen in Colle di Val d’Elsa. Den Namen haben Sie vielleicht noch nie gehört, denn dieser Ort zwischen Florenz und Siena ist noch ein kleiner Geheimtipp. Allerdings nicht für Feinschmecker, denn …

Meine Damen „gekocht, gebloggt, geliked“

Wenn wir mit der Bahn reisen, meine Damen, dann ist es doch wohl selbstverständlich, dass wir uns einen Cappuccino oder – je nach Tageszeit – ein Gläschen „Rotkäppchen“-Sekt im Speisewagen gönnen. Leider gibt es Speisewägen ja nur in der Premiumklasse der Bundesbahn, im ICE. In normalen Intercity-Zügen müssen wir zufrieden sein, wenn jemand ein Wagerl mit Kaffee und Getränken durchschiebt. Also steigen wir lieber ein, in einen ICE 1 von München nach Berlin. Allerdings geht meine Reise nur bis Nürnberg. Zeit genug, denke ich mir, um gemütlich zu Abend zu essen, ein bisschen aus dem Fenster zu schauen und die Landschaft in der untergehenden Sonne vorüberziehen zu sehen. Der ICE hat übrigens, den schönsten Speisewagen in europäischen Zügen – noch ein klein wenig nostalgisch, mit roten Kunstlederpolster, erinnert er noch entfernt daran, was Speisewägen einmal waren – anno dazumal – zum Beispiel im legendären Orientexpress: Silberbesteck, Damast-Tischdecken, Kristallgläser… das gibt’s heute nur noch im Film oder als „Besonderes Reiseerlebnis“ für viel Geld. Seufz! Seufz auch, weil, kaum habe ich mich im rollenden Restaurant niedergelassen, die …

Zu Gast bei „August und Maria“

Aying, meine Damen, ist immer eine Landpartie wert und gar nicht weit von München weg. Wie schön, wenn von weitem schon der Zwiebelturm der Andreaskirche grüßt, der Maibaum weiß-blau und die Wiesen saftig grün leuchten. Ach ja, und dann bräuchte man ein knallrotes Automobil, um so stilecht vorzufahren bei „August und Maria“. Die beiden haben den Brauereigasthof vor fast 100 Jahren erbaut und mit dem neu gestalteten Restaurant haben ihnen die Nachfahren ein Denkmal gesetzt. Gehoben Bayerisch Alles neu im Traditionshaus? Nein, Qualität wurde hier schon immer groß geschrieben und ein Vorzeigebetrieb war der Brauereigasthof auch schon immer. Schließlich ist die heutige Hausherrin, Angela Inselkammer, auch Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes. Mit dem neuen Küchenchef, der auch in einer brandneuen Küche arbeiten darf, hat sie eine gut Wahl getroffen. Er kombiniert gekonnt Bodenständigkeit mit Raffinesse und zaubert die richtigen Gerichte zum gediegen-bayerischen Ambiente. 8 Jahre hat der Schweizer Mario Huggler bei Feinkost-Käfer gedient. Er könnte locker einen Stern erkochen, will er aber nicht, sagt er, sondern lieber mit frischen, regionalen Produkten überzeugen. Aber natürlich …

Liebesknoten – Tortellini aus Valeggio sul Mincio

Valeggio sul Mincio, meine Damen, ist ein zauberhafter Ort unweit des Gardasees, aber noch zauberhafter sind die Tortellini, die dort hergestellt werden. Eine Pasta, so hauchzart wie Seide, eine Köstlichkeit, ich komme sofort ins Schwärmen, wenn ich daran denke! Aber nicht nur die kleinen Nudeln sind himmlisch, sondern vor allem auch die Legende, die sich darum rankt und von der es viele Versionen gibt. Hier eine kurze: Der Liebesknoten In den Fluten des Mincio, dem Fluss, der sich aus dem Gardasee durch die Poebene in die Adria ergießt, lebte einst die wunderschöne Nymphe namens Silvia. Ein junger Offizier verliebte sich unsterblich in die schöne Nixe und aus Liebe zu ihr stieg er hinab in die Fluten. Am Ufer zurück blieb ein seidenes Tüchlein mit einem zarten Knoten. Voilà – in Erinnerung daran formen die Frauen von Valleggio bis heute die winzigen Nudeln – die „Liebesknoten“. Valleggio Entdeckt habe ich den Ort südlich des Gardasees schon vor Jahren, aber ich muss gestehen, in diesem Jahr war ich zum ersten Mal im „Ristorante la Borsa“ und habe …

Bayerische Weiberwirtschaften

Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte… Liebe Damen, wenn Sie an einem wunderbaren Frühlingswochenende einmal nicht wissen, wohin Sie fahren oder wo Sie einkehren sollen, dann empfehlen wir Ihnen ein sehr weibliches Buch: „Bayerische Weiberwirtschaften“, im Hädecke Verlag erschienen, unlängst in erweiterter Neuauflage. Darin werden 33 von Frauen geführte Gastwirtschaften im schönen Bayernland, von Oberfranken bis zu Alpenrand vorgestellt. Und übrigens: Ihren Mann dürfen Sie ruhig mitnehmen! Denn, wie heißt es schön im Untertitel: „Refugien für Leib und Seele“ und da dürfen natürlich auch die Herren mit von der Landpartie sein. Warum Weiberwirtschaften? Ganz einfach, weil sie immer noch – in der männlich dominierten Gastronomie – eine Ausnahme sind und weil oft großartige Biografien dahinter stehen: Die ehemalige Modedesignerin, die mit 70 immer noch französisches Flair in der Oberpfalz verbreitet, die 50jährige, die sich einen Traum verwirklicht und Hüttenwirtin wird oder die junge Mutter und Bankangestellte, die ein Traditionswirtshaus führt. Die Köchin, die in der Sternegastronomie gearbeitet hat kommt genauso vor, wie die Autodidaktin, die ihre denkmalgeschützte Stube nur am Wochenende …

Vitamine für Ladies

Der Frühling naht, manchmal kann man ihn schon riechen und das macht Lust auf Farbe, nicht nur in der Kleidung, sondern auch auf dem Teller. Noch gibt es ja kein richtiges Frühlingsgemüse, aber ich zaubere mir einfach mit winterlichem Fenchel und Orangen den Frühling auf den Teller. Ich liebe Fenchel. Die Italiener essen angeblich 5 kg pro Kopf im Jahr. Bei uns verziehen viele das Gesicht, weil sie der intensive Geschmack an Kindertee erinnert, an Bauchweh und Blähungen. Aber nicht umsonst flößt man Babys diesen Tee ein: er unterstützt die Verdauung und wirkt entzündungshemmend und stärkend für den Magen. Die Fenchelknolle hat noch viel mehr zu bieten: sie ist reich an Kalium, Kalzium, Eisen, Betacarotin und Vitamin B und hat natürlich auch Vitamin C und E – also sprich: Vitamin- und Nährstoffbombe. Am besten und wirkungsvollsten ist Fenchel roh zu genießen und so mag ich ihn am liebsten: Eine Fenchelknolle halbieren, den Strunk entfernen und auch oben die harten Teile abschneiden. Das Grün aufheben. Die Fenchelhälften in sehr dünne Scheiben schneiden, das geht bestens mit …

Die Damen gehen aus! Sternstunde bei Mario Gamba

Was sollen wir uns nun wünschen, meine Damen, jetzt zur Weihnachtszeit, wo uns doch angeblich so viele Wünsche erfüllt werden? Einen Besuch im Sterne-Restaurant „Acquarello“ in München oder das neue Kochbuch“ Mare“ von seinem Inhaber, Chef, Sternekoch Mario Gamba? Vorschlag: Wir wünschen uns einen Besuch im Restaurant, das zu den 100 besten der Welt zählt – eben vom Guide Michelin mit einem Stern bestätigt worden – und verschenken als ganz exquisites Weihnachtsgeschenk das wirklich wunderbare „Mare“-Buch, gerade erschienen. „Mare“ – das Buch Ich war zur Buchvorstellung im „Acquarello„- die Dame im Gastro-Glück! Denn nicht nur das Kochbuch „Mare“ ist eine wundervolle Hommage an Capri, auch der kleine Streifzug durch die Rezepte im dezenten Ambiente des Sterne-Restaurants ist, als folge man Mario Gambas Melodie des Meeres: Hört es rauschen beim „Tatar vom Yellow Fin Thunfisch auf Kartoffelrösti, Kürbisrelish, Salsa Verde“, über Kieselstrände perlen bei „Onsen Tomago Ei, Blattgold, Osietra Imperial Kaviar, Zitronenschaum“ und sanft ans Ufer schlagen beim „Wildfang Loup de mer auf Fregola Sarda, Trüffelbutter und Hummeremulsion“… jeder Bissen ist eine kleine Komposition, die ich …