Alle Artikel in: Kolumne

La vie en Rosé

Ist das nicht ein fantastischer Sommer? Ich genieße ihn zur Zeit (fast) jeden Abend bei einem Glas Rosé, denn dieser, mal hell, mal kräftig schimmernde Wein ist für mich der Inbegriff des Sommers. Eigentlich sollte dieser Beitrag ein Loblied auf den Sommer und die großartigen Rosé-Weine werden – aus Italien, Frankreich und natürlich aus Deutschland – die ich getrunken und probiert habe. Aber, liebe Ladies, wie das Leben so spielt, geriet ich bei meinem letzten Glas Rosé aus Franken, der mich übrigens gar nicht überzeugt hat, nebenbei, ins „googeln“ und landete auf der Plattform „Edition F, das digitale Zuhause für Frauen“. Stil-Ikonen über 60 Wow, toll, dachte ich, eine Plattform, die sich rundum mit allem befasst, was uns Frauen interessiert: Karriere, Kinder, Familie, Stressbewältigung, Beziehungen, Engagement, sogar Mode, Essen und Freizeit kommen nicht zu kurz. Allerdings habe ich dann ziemlich schnell festgestellt, dass anscheinend alle Frauen heute zwischen dreißig und Mitte vierzig sind: die Managerin, die erfolgreiche Journalistin, die Mutter mit Kindern, die Familie und Karriere unter einen Hut bringt, die „Ratgeberin“, die Bloggerin… Wir, …

Jeans mit Löchern am Knie

Jeans mit Löchern am Knie, Denims mit ausgefransten Säumen? Giannas Tochter hat schon gestöhnt: „Wenn das die Omi sehen würde, die käme sofort mit der Nähnadel…“. Also, meine Damen, Frau trägt seit der letzten Saison das Knie der Jeans offen. Sieht selbst bei zarten 20-jährigen Knien etwas bescheuert aus, denn Knie, die im Sitzen aus einem Jeans-Krater klaffen, sind nicht wie ein schönes Dekolleté. Was „in“ ist muss wohl im Moment „out“ getragen werden… Aber: Ich will mit 55 Jahren keine kaputte Jeans haben! Und finde fast nur Fetzenhosen. Das war doch in den Siebzigern der Fashion-SuperGAU: Löcher oder gar ein Riss in den teuren Levis-Bootcuts, Edwins-Karotten und Fiorucci-Röhren. Ein Desaster, als es Eugen und mich in der Kurve nach dem Sommertag im Freibad vom Moped gefetzt hatte: Ein Loch im Knie! Halb so schlimm, aber das Loch in der neuen Jeans mit Zopfmuster am Bund (Highwaist, aber das hat man damals gar nicht beachtet): Aus, vorbei, out! So was von out mit der kaputten Jeans! Denn: Flicken am Knie: Das hatten nur kleine Mädchen mit …

Weckgläser gehen mir allmählich auf den Wecker

Kann ich bitte einmal wieder mit Messer und Gabel essen, wenn ich in einem der vielen chicen kleinen Cafés und Lokale eine Kleinigkeit schnabulieren will? Oder muss ich jetzt alles aus dem Weckglas löffeln und trinken? Erst fand ich es ja noch lustig, dass Großmütterchens Weckglas (ein Klassiker und fast Küchenkulturgut!) wieder zu Ehren gekommen ist und feine Brotaufstriche und Mini-Couscous-Rote-Beete-Salate klein und appetitlich im Weck-Glas auf den Tisch kamen… nette Idee. Wie früher bei Omi im Keller: Pfirsichkompott und eingelegter Kürbis. Endlich gibt es die praktischen und hübschen Weckgäser wieder zu kaufen, damit kann man Allerlei im Kühlschrank aufbewahren oder jemanden was feines Kleines darin mitbringen kann. Macht hässliches Plastikgefäß überflüssig. Wunderbare Weckgläser! Aber jetzt gehen mir die Glashaferl und ihre Verwandten allmählich auf den Wecker und zwar alle! Letztens im kühl-eleganten Restaurant: Die hausgemachte Ingwer-Apfel-Minz-Limonade, die ich für immerhin €4.50 meistens dort trinke: Jetzt wird sie mir in ein einem Glas mit Schraubverschluss, mit Deckel und einem Loch für den Stroh-Halm drin, serviert. Bin ich auf einem Kindergeburtstag? Ich esse doch keine confierte …