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Art dé­co und „Longlife“ in Castrocaro Terme

Art dé­co lässige Eleganz, gute Küche, sprudelnde Termen und eine Jahrhunderte alte Geschichte – das alles, meine Damen, erwartet Sie im Grand Hotel Terme in Castrocaro. Zugegeben, auch für mich war Castrocaro bis dato ein unbekannter Fleck auf der Italienkarte (und ich kenne mich da eigentlich recht gut aus), aber das Phantastische an diesem Land ist letztendlich doch, dass es immer wieder noch ein weiteres Kleinod zu entdecken gibt. Und was für ein Glück, dass ich ohnehin gerade nach Bologna musste, als mich die Einladung ins Grand Hotel Terme nach Castrocaro erreichte. Von Bologna ist das alte Römerbad nämlich nur eine gute Stunde entfernt. Das Grand Hotel Von Außen ein eher schlichter Bau im typischen Stil der 30er Jahre mit der sparsamen Ornamentik dieser Zeit, offenbart sich der Luxus des Grand Hotels vor allem in seinem Inneren. Beim Betreten der Halle fühlt man sich, wie im Kino der 30er Jahre und erwartet eine elegante Diva die die geschwungene Treppe hinunter schreiten, um in einem der Fauteuils Platz zu nehmen. Aber – auch unsereiner fühlt sich …

Frühstück unter Palmen

Andere fahren an die Riviera oder an die Cote d’Azur, um unter Palmen zu sitzen. Unsereiner radelt nur bis zur Brienner Straße in München, um dort unter Palmen zu frühstücken. Schon in der früh um neun gönnen sich hier Herren im Anzug ihren Kaffee zur Zeitung und ein frisches Brioche aus der hauseigenen Bäckerei. Damen im Business-Kostüm und Münchentouristen jedweder Couleur genießen das südliche Flair im einstigen Palastcafé. Anno dazumal Das waren noch Zeiten – meine Damen – als das Café Luitpold 1888 am ehemaligen Fürstenweg eröffnet wurde! Mit Prunk und Pomp, mit Spiegelsaal und Kuppelhalle. Angeblich soll just an diesem Ort auch der berühmte „Blaue Reiter“, die Künstlergruppe, von Wassily Kandinsky und Paul Klee gegründet worden sein. Nach der Zerstörung im Krieg wurde das Caféhaus in bescheidenerer Form als „Palmengarten“ wiedereröffnet. Doch an Sommertagen viel interessanter ist der Boulevard davor mit den fast gleichen Möbeln übrigens wie anno dazumal – zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als sich die Münchner Society auch schon gerne auf der Caféterrasse zeigte. Eine Institution Heute ist das Luitpold immer …

Mizu Onsen: Japanische Badekultur am Tegernsee…

…im MIZU ONSEN – SPA – im Hotel BACHMAIR WEISSACH am schönen Tegernsee. Japans Kultur der berühmten „Onsen-Bäder“ ist eine jahrhundertalte Tradition der Entspannung in den heißen Quellen. Davon inspiriert hat das BACHMAIR WEISSACH eine 3000 m2 SPA-Landschaft eröffnet und die Damen haben sie besichtigt. Heiß und kalt- das ist das Wechselspiel beim Onsen-Ritual: Heißes Wasser zuerst und dann: Mizu: MIZU ist einerseits ein Ausdruck des Erstaunens, andererseits bedeutet es einfach kaltes Wasser. Und damit lässt sich bei MIZU ONSEN schon der Bogen zum Tegernsee schlagen: denn das mineralreiche, aber kalte Wasser des Tals eignet sich wunderbar für die außergewöhnliche Badelandschaft, die dieser Idee der japanischen Badekultur folgt: Eine behutsame und elegante Mischung aus Fernöstlichem und Bayerischem: Wasserbecken-Landschaften und großzügige Sauna-Anlagen, holzduftende Ruheräume und eine exzellente Sushi-Bar mit Ingwer-Sake-Cocktails. Schönheit, meine Damen, ist mehr als der äußere Schein, deshalb ruht das Mizu-Onsen-Spa auf vier Säulen: Langsamkeit, Einkehr, Klarheit und Wärme. In der Ruhe und der Einfachheit liegt die Kraft, sagt die Leiterin der Wellness-Oase, die Heilpraktikerin Lydia Heymann. Sie vertritt eine ganzheitliche Methode der Schönheitspflege: …

Die Damen haben einen Schwips

Die Damen Verehrte Damen, diese Zeilen – dafür bitte ich um Verständnis – kann ich nur in Begleitung von einem Glasl Sekt schreiben, denn es geht um den Schwips… Prost! Wirkliche Damen haben nämlich nur einen kleinen – manchmal einen größeren – Schwips, betrunken sind sie nie! Da verliert ja unsereins jegliche Contenance und die Puderdose! Prost! Der Schwips ist ja nun leider aus der Mode bekommen und deshalb finden wir, sollte er wieder aus dem Sektkeller der verlorenen Wörter geholt und zu neuem Glanze aufpoliert werden. Sagt eine wahre Dame: Ich bin betrunken? Mitnichten! Tante Grethe und Tante Anni, die konnten ordentlich einen zwitschern, gerne auch noch ein Stamperl „Frauengold“ nach dem ersten, zweiten, dritten Pikkolo, aber einen Rausch haben die Frolleins nie nie nie gehabt! …haben einen Schwips Der Schwips hat übrigens auch im Duden seinen beschwingten Platz, dort lautet die Definition: durch Genuss von Alkohol hervorgerufener leichter Rausch, ebenda zu finden: Die Beschwipste: substantiviertes Adjektiv, feminin – weibliche Person, die beschwipst ist. Unvorstellbar, dass Paula Wessely Adolph Wohlbrück in dem Film „Maskerade“ …

Die Damen gehen aus! Sternstunde bei Mario Gamba

Was sollen wir uns nun wünschen, meine Damen, jetzt zur Weihnachtszeit, wo uns doch angeblich so viele Wünsche erfüllt werden? Einen Besuch im Sterne-Restaurant „Acquarello“ in München oder das neue Kochbuch“ Mare“ von seinem Inhaber, Chef, Sternekoch Mario Gamba? Vorschlag: Wir wünschen uns einen Besuch im Restaurant, das zu den 100 besten der Welt zählt – eben vom Guide Michelin mit einem Stern bestätigt worden – und verschenken als ganz exquisites Weihnachtsgeschenk das wirklich wunderbare „Mare“-Buch, gerade erschienen. „Mare“ – das Buch Ich war zur Buchvorstellung im „Acquarello„- die Dame im Gastro-Glück! Denn nicht nur das Kochbuch „Mare“ ist eine wundervolle Hommage an Capri, auch der kleine Streifzug durch die Rezepte im dezenten Ambiente des Sterne-Restaurants ist, als folge man Mario Gambas Melodie des Meeres: Hört es rauschen beim „Tatar vom Yellow Fin Thunfisch auf Kartoffelrösti, Kürbisrelish, Salsa Verde“, über Kieselstrände perlen bei „Onsen Tomago Ei, Blattgold, Osietra Imperial Kaviar, Zitronenschaum“ und sanft ans Ufer schlagen beim „Wildfang Loup de mer auf Fregola Sarda, Trüffelbutter und Hummeremulsion“… jeder Bissen ist eine kleine Komposition, die ich …

Damenfrühstück im „Gartensalon“

Die Damen waren frühstücken und…begeistert! Der Gartensalon ist eine goldige Wohlfühl-Oase in der Münchner Amalienpassage. Feine Speisen und Getränke gibt es dort: ohne kleinmädchenhaftes Brimborium (wie so oft in München), alles hausgemacht liebevoll und köstlich zubereitet. Wir waren dort – schätzungsweise zu zehnt – am vergangenen heißen Samstagsommermorgen, schön im Schatten an einem langen Tisch und all uns fröhlichen Frauen hat es so gut geschmeckt! Kuchen, Marmelade und Salonbrause Gianna war begeistert von der ungewöhnlich guten schwarzen Johannisbeermarmelade zum zarten Croissant und von der hübschen Küchenfee Christine, die strahlend ihre feinen Gebäck -und Kuchencreationen ins Café-eigene Backrohr schiebt. Einfach zu schön die Deko mit Rosenblättern und Blüten… (schon ein bisschen mädchenhaft, aber süß!). Die Marmelade hatte Gianna bei Franzi stibitzt, die mit „scones“ und clotted cream die englische Frühstücksversion getestet hat. Ich jedoch, als alte Frühstücksverweigerin, die schon zu Schulzeiten nur mit einer Tasse heißer Schokolade im Bauch zur Schule marschiert ist, habe alles probiert: Chia-Müsli mit Kokosmilch und Mangocreme und Bio- Bauernbrot mit köstlichen Aufstrichen. Ich habe bei Conny und Helene mitschnabuliert, die das „Stramme …

…et voilà

vive la France – der Auftakt zur EM ist ja schon mal geglückt. Der Ball rollt wieder und, ehrlich gesagt, ist mir das ziemlich egal. Wobei – bei WM und EM, da schaue ich auch schon mal hin, zumindest, wenn die Deutsche Mannschaft spielt. Dieses Mal könnte mir die EM sogar etwas mehr Spaß machen als sonst, denn die Spiele finden ja nicht nur in Paris, sondern an vielen Orten in Frankreich statt – vom hohen Norden, wo die Schti’s daheim sind bis in den tiefen Süden, wo man schon gar nicht mehr französisch, sondern occitanisch spricht. Ich habe nämlich ein sehr hübsches Kochbuch entdeckt, das diese EM zu einer kulinarischen Reise durch die „Grande Nation“ werden lässt. „Kick and Cook“ Mmh, da könnte ich mir schon vorstellen, die ein- oder andere Station mitzumachen. Die Reise beginnt im Südwesten in Bordeaux, mit Fisch à la Bordelaise und Mousse au Chocolat, geht natürlich über Marseille mit seiner legendären Boullabaise, in Lyon lassen wir uns einen Coq au vin de Bourgogne schmecken und bei den Scht’is in …

Picknick im steirischen Thermenland

Ach,  meine Damen, hätten wir an Pfingsten nicht gerne eine Decke ausgebreitet und mit unseren Liebsten ein Picknick auf einer blühenden Wiese eingenommen? Picknick, da stelle ich mir immer das berühmte Bild von Manet vor „Déjeuner sur l’herbe“, das Frühstück im Grünen. Na ja, ganz so frivol muss es dann doch nicht sein – die Damen nicht nackt, sondern doch lieber etwas bekleidet. Nun kann man natürlich seinen Picknick-Koffer selbst packen, alles in Gläschen und Tiegel füllen, Butter, Brot, Kuchen, Pudding, Teller, Gläser, Besteck, eine gute Flasche Wein oder Prosecco – und das alles an den gewünschten Ort transportieren. Aber Ladies, mal ehrlich, bequemer und keineswegs schlechter ist es doch, sich den wohl gefüllten Picknick-Korb abzuholen, ein lauschiges Plätzchen zu suchen und anschließend den Korb mitsamt den Resten und dem schmutzigen Geschirr wieder abzugeben. Sauvignon und Backhendl So habe ich es gerade im steirischen Thermenland erlebt. An einem Sonntag wie aus dem Bilderbuch: blauer Himmel, weiße Wolken, ein Schloss auf einer Anhöhe umgeben von Weinbergen und ein traumhafter Blick über die sanften Hügel der Südoststeiermark, die …

Sparkling Munich. Sekt and the City?

Es war zwar Champagner, der ausgeschenkt worden ist, meine Damen – aber ganz so prickelnd fand ich „sparkling munich“ nicht wirklich. Nun ja, es war schon amüsant, mit dem Shuttle-Service von Bar zu Bar chauffiert zu werden. Und das in die führenden Luxushotels. Lustige Idee: Barhopping mit 700 Feierfreudigen. Fanden auch viele Ladies in Stilettos und Superminikleidern, die einmal in der Fünfsterne-Welt einen zwitschern wollten. Die waren aber zumeist Prosecco-Provinz ohne Champagner-Chic. Irgendwie a bissl wie in Helmut Dietls „Kir Royal“ in den Achtzigern. Zwei Drinks waren inklusive, ansonsten haben sich Gianna und ich unsere Drinks ja selbst gegönnt – brauch ich da eine geführte Tour? Überheblich? Ja! Na und? Das darf die Dame sein, die die Nase ein bisschen hochhält, das muss Frau sich nämlich erst einmal in solchen Bars ertrunken haben! Ich schenke mir jetzt ein Glas Cremant ein und warte darauf, was Gianna schreibt… Gut so Hermine, hoffentlich ohne Gurke. Die hatten wir ja schon im Begrüßungsdrink im Champagner – gewöhnungsbedürftig! Aber man hat sich Mühe gegeben: Feines Fingerfood im Hotel Louis …

Kaffee Kolonial

Und danach auf einen Cappuccino in das Kaffee „Kolonial“ – nicht der übliche Cappuccino mit „schnittfestem Badeschaum“, sondern mit wunderbar sahniger Crema – einfach ein Gedicht. Ebenso das Interieur: bezaubernd nostalgische Kaffeehausatmosphäre mit einem Hauch Orient. Neben feinsten Bohnen gibt es auch einen echten Mokka und – auf Bestellung – auch „Kalten Kaffee“. Nein, meine Damen, das ist kein Witz, sondern der Weisheit letzter Schluss beim Kaffeegenuss: über Nacht lässt man Eiswasser langsam über feines Kaffeepulver tröpfeln und hat am Morgen einen wunderbar aromatischen, magenfreundlichen und exquisiten Kaffee. Die gläserne Vorrichtung dafür können Sie im Kolonial käuflich erwerben. Genauso wie Kaffeemaschinen aller Art und Zubehör für Kaffee-Aficionados: Kaffeemühlen, und -Kannen, Rohrzucker, der Ihrem Kaffee eine viel feinere Süße verleiht als Rübenzucker… und, und, und. Außerdem können Sie sich im „Kolonial“ zur Kaffeeexpertin fortbilden lassen, denn hier finden immer wieder Barista-Kurse statt. Lernen Sie das perfekte Aufschäumen von Milch und ideale Einstellung Ihrer Kaffeemaschine. Ach, oder lassen Sie sich einfach im Kaffeehaus verwöhnen, genießen ein frisches Croissant oder ein Stück Torte zu perfekt zubereitetem Kaffee – …