Alle Artikel in: Rezepte

Sushi meets Kartoffelsalat

Begegnung im Sushi-Shop Tja, liebe Ladies, jetzt fragen Sie sich sicher, wie das zusammengeht: die international renommierte Kette Sushi-Shop, die gerade ihre erste Niederlassung in München, Hohenzollernstraße 11 eröffnet hat und der urdeutsche Kartoffelsalat. Die Geschichte ist ganz einfach, bei der Eröffnung des Münchner Sushi-Shop traf ich meine Freundin Cornelia Adam, Foodjournalistin und Tochter des Fernsehkochs Hans Karl Adam, der in den 1950-er Jahren deutschen Hausfrauen nicht nur Braten und Eintopf vorkochte, sondern der auch den legendären Toast Hawaii erfand. Eine Fachfrau also, mit der es immer wieder Spaß macht, sich über Essen und Trinken zu unterhalten Sushi to go and to stay Zunächst konzentrierten wir uns auf die ausgesprochen dekorativen und leckeren Sushi im neu eröffneten Sushi-Shop in der Münchner Hohenzollernstraße: Klassische Nigiri mit Lachs und Thunfisch und fantasievolle California Rolls, wie zum Beispiel die Signature Rolls Rainbow oder Dragon Roll (Außen: Avocado, Lachsrogen, Teriyaki, Sesam, Innen: Garnelen-Tempura, Spargel, Goma Ponzu Mayonnaise) oder auch die Fire Roll mit Thunfisch und scharfer Sauce. Wir waren uns einig: bestes Sushi California Style und fantastisch frisch! Seit …

Die Frucht der Aphrodite: Der Granatapfel

Die rubinroten Kerne leuchten wie Edelsteine und veredeln jedes Gericht: Punica Granatum oder „Die samenreiche Frucht aus Phönizien“. Der Granatapfelbaum ist in Kleinasien und im Mittelmeerraum beheimatet und die griechische Liebesgöttin Aphrodite soll den ersten Baum auf der Insel Zypern gepflanzt haben. Auch die alten Ägypter, heißt es, verzehrten und schätzten bereits 2500 vor Christus die Früchte als Fruchtbarkeits-Symbol. In Mythologien und Märchen spielt der Granatapfel eine wichtige Rolle und entführt uns in eine sinnliche Welt. Die pralle Frucht des Granatapfels inspirierte die Märchenerzähler aus 1001 Nacht und auch das Hohe Lied Salomons besingt den goldene Apfel als Symbol für Sinnlichkeit und Erotik. so steht es im 8. Kapitel Vers 2. Auch an mehreren Stellen im Alten Testament kommt der Granatapfel vor. Und vermutlich war auch der Baum des Lebens im Garten Eden – wie sollte es anders sein – ein Granatapfelbaum. Also hat Eva Adam nicht mit einem Boskop oder Golden Delicious, sondern mit einem Granatapfel verführt! Im christlichen Mittelalter galten die orange-roten Blütenkelche des Granatapfelbaumes als Sinnbild feuriger Liebe und auch der Reichsapfel …

Bayerische Weiberwirtschaften

Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte… Liebe Damen, wenn Sie an einem wunderbaren Frühlingswochenende einmal nicht wissen, wohin Sie fahren oder wo Sie einkehren sollen, dann empfehlen wir Ihnen ein sehr weibliches Buch: „Bayerische Weiberwirtschaften“, im Hädecke Verlag erschienen, unlängst in erweiterter Neuauflage. Darin werden 33 von Frauen geführte Gastwirtschaften im schönen Bayernland, von Oberfranken bis zu Alpenrand vorgestellt. Und übrigens: Ihren Mann dürfen Sie ruhig mitnehmen! Denn, wie heißt es schön im Untertitel: „Refugien für Leib und Seele“ und da dürfen natürlich auch die Herren mit von der Landpartie sein. Warum Weiberwirtschaften? Ganz einfach, weil sie immer noch – in der männlich dominierten Gastronomie – eine Ausnahme sind und weil oft großartige Biografien dahinter stehen: Die ehemalige Modedesignerin, die mit 70 immer noch französisches Flair in der Oberpfalz verbreitet, die 50jährige, die sich einen Traum verwirklicht und Hüttenwirtin wird oder die junge Mutter und Bankangestellte, die ein Traditionswirtshaus führt. Die Köchin, die in der Sternegastronomie gearbeitet hat kommt genauso vor, wie die Autodidaktin, die ihre denkmalgeschützte Stube nur am Wochenende …

Vitamine für Ladies

Der Frühling naht, manchmal kann man ihn schon riechen und das macht Lust auf Farbe, nicht nur in der Kleidung, sondern auch auf dem Teller. Noch gibt es ja kein richtiges Frühlingsgemüse, aber ich zaubere mir einfach mit winterlichem Fenchel und Orangen den Frühling auf den Teller. Ich liebe Fenchel. Die Italiener essen angeblich 5 kg pro Kopf im Jahr. Bei uns verziehen viele das Gesicht, weil sie der intensive Geschmack an Kindertee erinnert, an Bauchweh und Blähungen. Aber nicht umsonst flößt man Babys diesen Tee ein: er unterstützt die Verdauung und wirkt entzündungshemmend und stärkend für den Magen. Die Fenchelknolle hat noch viel mehr zu bieten: sie ist reich an Kalium, Kalzium, Eisen, Betacarotin und Vitamin B und hat natürlich auch Vitamin C und E – also sprich: Vitamin- und Nährstoffbombe. Am besten und wirkungsvollsten ist Fenchel roh zu genießen und so mag ich ihn am liebsten: Eine Fenchelknolle halbieren, den Strunk entfernen und auch oben die harten Teile abschneiden. Das Grün aufheben. Die Fenchelhälften in sehr dünne Scheiben schneiden, das geht bestens mit …

Spitzbuben – Buttergebackenes & Silvesterplätzchen…

So meine Damen: Gönnen Sie sich noch etwas mehr Plätzchenduft in der Wohnung und Vielfalt auf dem Teller. Es geht in die zweite Runde Lean Baking!! Spitzbuben – Buttergebackenes & Silvesterplätzchen – Bunte Rolle – Haselnussmakronen – Bärentatzen – Zimtsterne Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit zum Lesen – es lohnt sich! Dieser Backblog ist etwas umfangreicher, aber keine Angst: die Makronen und Bärentatzen sind schnell geformt und backen während die anderen Plätzchen ausgestochen oder verziert werden. Los geht’s Am besten beginnt man bereits am Vorabend damit, die Teige für Spitzbuben, Buttergebäck und Bunte Rolle zuzubereiten. Dann kann’s am nächsten Tag gleich los gehen. Wer mag, kann auch schon die Haselnüsse für die Makronen rösten. Diese müssen nämlich wieder abkühlen bevor sie gemahlen werden können. Die Eiweiße werden zur weiteren Verarbeitung folgendermaßen in Tassen aufgeteilt: 6 Eiweiß für die Zimtsterne, 3 Eiweiß für die Bärentatzen, 1 Eiweiß für die Bunte Rolle um diese zusammen zu“kleben“ und 3 Eiweiß für die Haselnussmakronen. Spitzbuben Zubereitung Teig Spitzbuben: Die weiche Butter cremig rühren, den Zucker einrieseln lassen. Die …

Auf die Plätzchen fertig, los!

Lean Baking mit Franzi – Franzi, das Back- und Logistikgenie bei meine-damen.de Lean Baking ist abgeleitet von Lean Management. Bei Lean-Baking werden die ursprünglich aus der japanischen Automobilproduktion stammenden Grundsätze des Lean-Management auf die „Plätzchenproduktion“ übertragen. „Muda“ – keine Verschwendung Kern-Element des Lean-Management ist der Grundsatz „Muda“ – „Keine Verschwendung“. Das bedeutet vor allem keine Verschwendung von Zeit und Ressourcen. Alle Zubereitungszeiten, Ruhezeiten und Backzeiten werden aufeinander abgestimmt um möglichst keine Wartezeiten zu haben. Weil Wartezeit ist verschwendete Zeit. Nichts wird verschwendet: weder Eiweiß noch Puderzucker. Eventuelle Reste werden so weiterverwendet, dass am Schluss der Weihnachtsbäckerei alles aufgebraucht ist. Franzi, die Erfinderin der Ei-Bilanz Wer jemals Plätzchen gebacken hat weiß: am Schluss stehen immer Eiweiß-Reste im Kühlschrank. Nicht mit der Ei-Bilanz! Da werden die Plätzchenrezepte so kalkuliert, dass genauso viele einzelne Eigelb wie Eiweiß verbraucht werden. Am Ende geht also die Ei-Bilanz auf. Auch wichtig: Rüstzeiten beachten! Rüstzeiten fallen immer dann an, wenn man Geräte oder Zutaten wechselt. Bei Lean-Baking zum Beispiel beim Ausstechen von Plätzchen. Die Zeit, die man braucht um den Stern-Ausstecher zur …

Schwarzer Knoblauch… eine tolle Knolle

In der der spanischen Küche geht nichts mehr ohne schwarzen Knoblauch, zu Fisch, auf Gemüse, im Sugo: „Ajo negro“ ist nun das I-Tüpfelchen auf der feinen Küche. Ich habe die schwarze Knolle schon einmal im deutschen Bio-Markt gesehen, mich gewundert und verweigert, 8€ für einen Feinschmecker-Firlefanz zu bezahlen, da ich ja ohnehin nicht scharf auf weißen Knoblauch bin, nicht wegen des Geschmacks oder einer Knoblauch-Intoleranz, die es nun ja auch gibt, sondern, weil ich nicht gerne nach Knoblauch „dufte“ und ihn auch nicht gerne aus dem Odem oder den Poren der Anderen erschnüffle. Soviel zum Thema Knofel, liebe Damen! ¡Ojo! Ajo negro! Augen auf, schwarzer Knoblauch ist nämlich doch was Feines. In spanischen Supermarkt gibt es den schwarzen Knoblauch in jedem Gemüseregal, zwei Knollen für ca. 3-4€, also erschwinglich genug, das vermeintlich dolle Ding mal zu testen, aber vorab hab ich erst einmal nachgelesen, was schwarzer Knoblauch nun ist: Schwarzer Knoblauch ist gleich weißer Knoblauch… …also keine spezielle Züchtung, sondern klassischer weißer Knoblauch, der in einem mehrwöchigen Fermentierungsprozess bei Temperaturen von 45-70°C verändert wird- je …

…et voilà

vive la France – der Auftakt zur EM ist ja schon mal geglückt. Der Ball rollt wieder und, ehrlich gesagt, ist mir das ziemlich egal. Wobei – bei WM und EM, da schaue ich auch schon mal hin, zumindest, wenn die Deutsche Mannschaft spielt. Dieses Mal könnte mir die EM sogar etwas mehr Spaß machen als sonst, denn die Spiele finden ja nicht nur in Paris, sondern an vielen Orten in Frankreich statt – vom hohen Norden, wo die Schti’s daheim sind bis in den tiefen Süden, wo man schon gar nicht mehr französisch, sondern occitanisch spricht. Ich habe nämlich ein sehr hübsches Kochbuch entdeckt, das diese EM zu einer kulinarischen Reise durch die „Grande Nation“ werden lässt. „Kick and Cook“ Mmh, da könnte ich mir schon vorstellen, die ein- oder andere Station mitzumachen. Die Reise beginnt im Südwesten in Bordeaux, mit Fisch à la Bordelaise und Mousse au Chocolat, geht natürlich über Marseille mit seiner legendären Boullabaise, in Lyon lassen wir uns einen Coq au vin de Bourgogne schmecken und bei den Scht’is in …

Le Jour du Macaron

Macaron – schon der Name lässt uns von Paris träumen. Vor ein paar Jahren waren die zarten bunten Baiser-Köstlichkeiten noch so ein typisches Mitbringsel wie ein Schlüsselanhänger mit Eiffelturm oder eine kleine Tüte mit Lingerie. Jetzt sind Macarons in jeder besseren Konditorei oder aus feinen Keksfabrikationen erhältlich. Demnächst (oder gibt es sie da schon?) sicher auch im Discounter. Macarons sind schon sehr pariserisch: Rund und bunt und elegant, als hätte sie Coco Chanel selbst kreiert. Wie ein kleines Hütchen oder rundes Täschchen. Zwei Baiserhälften aus Mandelmehl umschließen eine duftige Creme: Schokoladenbraun, pistaziengrün, cassisbleu, zitronengelb, mangogold  und rosenrot. Mon dieu! Eine Wolke auf der Zunge! Man nehme Mandelmehl, Eischaum und rühre eine „crème de la crème“ – voilà, fertig sind die hauchzarten Gebäckstücke. Wenn es denn so einfach wäre! Probieren Sie selbst Aber einen Versuch ist es Wert. Die französische Shoppingplattform vente-privée fühlt sich der Tradition verpflichtet und bringt nicht nur den „Jour du Macaron“ mit der süßen Versuchung nach Deutschland, sondern auch alle Utensilien, um die zarten Schaumdinger selbst herzustellen. Ab dem 20. März, kann …

Chai-Cappuccino

Ladies, dieser Tee ist meine neueste Entdeckung und ich nenne ihn liebevoll Chaiccino. Denn es handelt sich um nichts anderes als um würzigen, indischen Chai, der ja traditionell mit viel Milch und Zucker getrunken wird. In Indien mochte ich das braune Getränk nie besonders. Aber der Chaiccino ist einfach genial. Ich schlage die Milch auf, wie für meinen Cappuccino und schon wird daraus das reinste Wellness-Getränk, das ich mir morgens oder auch nachmittags serviere. Natürlich kann man eine fertige Chai-Mischung kaufen, die einfach nur mit sprudelndem Wasser übergossen wird. Aber mehr Spaß macht’s, die Gewürze nach eigenem Geschmack zusammen zustellen. So einiges dürfte ja aus der Weihnachtsbäckerei noch übrig sein. Bei mir jedenfalls. Also, was darf, kann rein: Zimt, Nelke, Kardamom, schwarzer Pfeffer, Fenchel, Anis, Sternanis, Ingwer – auch ein paar getrocknete Orangenschalen schaden nicht. All diese Gewürze, das wissen wir, spielen in der Ayurveda-Heilkunde eine Rolle, um so besser. Aber bitte, Ladies, spart nicht bei den Gewürzen. Nur Bioware garantiert, wenn überhaupt, unbelasteten Genuss. Als Tee eignet sich ein kräftiger Assam oder ein English …