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Der Mond und die Feuer – „La luna e i faló“

Ein Roman und ein Wein! Ladies, wenn die Abende länger und die Nächte kühler werden, was gibt es da Schöneres, als sich in eine warme Decke zu kuscheln, ein gutes Buch und ein gutes Glas Rotwein zur Hand zur nehmen und einfach die Zeit zu vergessen? Der Wein funkelt dunkelrot im Glas und zieht uns hinein in die Geschichte, in den Roman, nach dem er benannt ist: „La luna e i faló“.

„Reife ist alles“

dieses Motto hat der piemontesische Romancier Cesare Pavese seinem Roman „La luna e i faló“ voran gestellt – einem Klassiker der italienischen Literatur, der genau da spielt, wo auch der Wein her kommt: nämlich in den Hügeln des Piemont, in einem Tal der Langhe, südlich von Turin. Zwölf Monate reift dieser Barbera im Holzfass bevor er in Flaschen abgefüllt und noch einmal ein paar Monate gelagert wird. Dann, meine Damen, ist er genau richtig, um uns in Lese-Stimmung zu versetzen. Wie die Landschaft und die Geschichte, die Cesare Pavese beschreibt, ist auch der Wein kein lieblicher Schmeichler.

„La luna e i faló“

Der Roman spielt in den 1940er Jahren und erzählt von Anguilla, der während des Faschismus ausgewandert ist und nach 20 Jahren, als wohlhabender Mann, aus Amerika zurück in sein piemontesisches Dorf kommt.

„In „Der Mond und die Feuer“, Paveses letztem Roman, leuchtet mit der mythischen Hügellandschaft der Langhe auch die Schönheit des Erzählens auf. Urbilder menschlicher Erfahrung – der Baum, das Haus, die Reben, der Abend, das Brot, die Frucht – erzeugen eine magische Melancholie.
Virtuos verdichtet verhandelt Pavese die großen, auch in unserem Jahrhundert relevanten Themen der Weltliteratur: Auswanderung und Heimkehr, Verwurzelung und Entwurzelung, Widerstand.“

Besser als im Klappentext, lässt sich der Roman nicht zusammen fassen. Er ist kein dicker Schmöker, kein Liebesroman, der sich einfach so verschlingen lässt und der Wein ist kein sanfter Merlot oder Syrah, sondern ein Barbera. Buch und Wein, meine Damen, haben Charakter und wollen langsam und mit Verstand genossen werden. Aber es lohnt sich.

Vite Colte

Nicht umsonst hat Piero Quadrumolo, der Direktor der Cantina „Vite Colte“ den Namen „La luna e i falò“ gewählt. Er hat es geschafft, kleine Weinbauern aus den Langhe von Qualitätsweinbau zu überzeugen. In dieser genossenschaftlich geführten Ausnahmekellerei werden auch noch hochwertige Barolos hergestellt, direkt im Herzen des Anbaugebietes, in der Commune Barolo, aber auch in den umliegenden Gemeinden, die über die besten Weinberge verfügen. Einen Barolo Riserva D.O.C.G., Essenze 2001 beispielsweise, liebe Ladies, den kann ich zum Weihnachtsbraten nur empfehlen.

„Junger Mond“ nannte sich die deutsche Erstausgabe des 1950 erschienenen Romans von Cesare Pavese. Inzwischen ist im Diogenesverlag eine wunderbare Neuübersetzung erschienen, jetzt mit dem Titel „Der Mond und die Feuer“.

Weitere Informationen zu den Weinen

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