Kultur
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Die Ufa – Geschichte einer Marke

Geht es Ihnen auch so, meine Damen? Wir nehmen uns vor, in eine Ausstellung zu gehen und schaffen es dann immer erst kurz vor Ende. Deshalb ein bisschen spät, aber noch nicht zu spät: ein Last-Minute-Tipp – nicht nur für Cineastinnen und Cineasten: Die Ufa – Geschichte einer Marke!

100 Jahre Filmgeschichte

Für uns Kintopp-Freundinnen ein großes Vergnügen, da wir in alten Zeiten schwelgen können. Die Ausstellung in der Münchner Galerie der Bayerischen Versicherungskammer ist eine Zeitreise. Eine Zeitreise zu Dreharbeiten und Filmen mit Stars wie Pola Negri, Willy Fritsch und Curd Jürgens. In monumentalen Aufnahmen und mit vielen Filmausschnitten werden 100 Jahre deutsche Filmgeschichte lebendig. Aber die Ausstellung zeigt auch die Veränderungen und Entwicklungen von über 100 Jahren deutschen Filmschaffens.

Als die Bilder sprechen lernten

Die Ufa wurde 1917 als Universum Film AG gegründet, mit dem Ziel, der Kriegspropaganda des Deutschen Reichs größere Wirksamkeit zu verschaffen. Ein Jahr später war Deutschland auf dem Weg zur Demokratie, die Ufa blieb bestehen und wurde durch Monumentalfilme wie Ernst Lubitschs Madame Dubarry und späteren Großproduktionen wie Fritz Langs Metropolis international zur anerkanntesten Filmproduktionsstätte mit Sitz in den Babelsberger Studios. Die Ausstellung dokumentiert den Weg der Ufa von der Weimarer Republik, über die braunen Propagandajahre unter der Leitung von Joseph Goebbels, die miefigen 1950-er Jahre bis zur Gegenwart. Obwohl die Universum Film AG, kurz Ufa, nach dem 2.Weltkrieg nicht mehr weiter bestehen sollte, hat sich das Unternehmen mit gleichem Namen und gleichem Logo, nicht zuletzt dank Konrad Adenauer, in die „Neuzeit“ hinüber gerettet und sich inzwischen zu einem modernen Medienkonzern gewandelt. Internationale Serien und Fernsehproduktionen wie zum Beispiel Deutschland 83 sind heute die Basis des Erfolgs.

Sternchen, Stars und Kommerz

Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit, meine Damen, wenn Sie in die Ausstellung gehen, denn es gibt wirklich viel zu sehen und zu entdecken. Uns haben die fantastischen alten Filmplakate und die alten Filmausschnitte am besten gefallen, aber die Ausstellung ist natürlich auch ein Stück Film-und Zeitgeschichte und nicht zuletzt auch Wirtschaftsgeschichte. Interessant ist sie allemal, aber, wie gesagt, Beeilung ist angesagt, denn sie dauert nur noch bis zum 16.9.
Und versprochen, das nächste Mal gehen wir früher hin!

Die Ufa-Geschichte einer Marke:
Eine Ausstellung im Kunstfoyer München
Versicherungskammer Kulturstiftung
Maximilianstraße 53
täglich 9-19h
Eintritt frei

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