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Dior und ich

Mesdames! Das ist der Haute-Couture-Film für uns! Wer kann in die eleganten Fußstapfen von Monsieur Christian Dior treten? Wenn wir an die Traum-Eleganz der fünfziger Jahre denken, eigentlich niemand! Schauen Sie mal auf Pinterest, was wir da an Diorträumen zusammen getragen haben. Mon dieu! Ein Mode Gott!

Nun aber: Seit John Gallianos buchstäblichem Ausfall war auch das Edel-Image der französischen Nobelmarke mehr als ramponiert. Und nun kommen wir zu Christian Diors Nachfolger: Raf Simons: Seit 2012 Dior-Kreativdirektor. Ruhig und routiniert, so lernt man ihn in der Dokumentation „Dior und ich“ kennen, kreativ und innovativ. Einen Blick hinter die Kulissen hat Regisseur Frédéric Tcheng werfen dürfen und Simons acht Wochen lang begleitet. Acht Wochen nur für die Präsentation seiner ersten Haute Couture Show! Wenig Zeit und eine emotionsgeladene Zeit, in der man das Team kennenlernen darf, das hinter dem Edel-Label steckt: All die Näherinnen und Directricen, all die Damen im weißen Kittel, oberlippenflaumig, die teilweise schon seit Jahrzehnten für Dior schneiden, schneidern und mit Herzblut, Können und Sinn für Elegance das umsetzen, was die Kreativen designen. Und die ein oder andere berichtet kichernd vor der Kamera, dass Monsieur Dior heute noch durch die Ateliers spukt und zwischen Tüll, Seide und Brokat die Créationen überprüft. Charmant! Und ebenso faszinierend ist es, die Abläufe in den Ateliers zu sehen, wie kostbare und kostspielige Mode entsteht, die Arbeitsgänge vom Nähen bis Auftrennen bis zum Sticken, bis zur Spraydose, mit der ein Jackett von weiß in schwarz schattiert wird.
Und dann, obwohl Raf Simons zwischen all den fleißigen Ateliersdamen blass und fad wirkt und – irritierend: nicht einmal zeichnet! – die Show! Ein Erlebnis, denn, Kinobesucherinnen kennen ja den Weg von der Idee bis zur Stoffsuche (inspiriert von modernen Künstlern) bis zum Simon’schen Wutanfall, weil beim „Fitting“ kein einziges Kleid vorführfertig ist… die Show! Ein Blumenmeer, Blütenwände, Duftmauern und dazwischen: Der Look von: Christian Dior by Raf Simons und im Hintergrund: Das stolze Team, die wahren Modeköniginnen aus Paris: Die Damen des Ateliers. Verwoben mit Originalaufnahmen von Christian Dior, biographischen Details und der Nahaufnahme, wie Haute Couture entsteht: Eine sehenswerte Fashion-Dokumentation.

„Dior und ich“ läuft seit 25.Juni in den deutschen Kinos. Mehr unter dior-und-ich-derfilm.de

1 Kommentare

  1. Grethe sagt

    Hab schon was darüber gelesen, jetzt hab ich Lust auf den Film!
    Liebe Grüße von Grethe

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