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Maria by Callas – der Film

„Maria by Callas“ – dieser Film, meine Damen, hat mich so fasziniert, dass ich ihn innerhalb von 3 Tagen zweimal im Kino angeschaut habe. Für alle Verehrerinnen und Verehrer der Operndiva Maria Callas ist dieser Film ein wunderbares Kino-Erlebnis von ganz besonderem Zauber: „Ich trage zwei Personen in mir“- sagt die Callas zu Beginn des Films- „ich möchte Maria sein, aber da ist auch die Callas, der ich gerecht werden muss. Ich versuche, mit beiden auszukommen“.

Der Zwiespalt einer Jahrhundert-Künstlerin, die die Opernwelt bis heute mit ihrer einzigartigen Stimme begeistert. 40 Jahre nach dem Tod der Opernlegende Maria Callas hat der französische Filmemacher und Photograph Tom Volf ihre Memoiren als beeindruckendes Mosaik aus Interviews, Bühnenauftritten, Filmausschnitten, privaten – bisher unveröffentlichten- Filmaufnahmen und Erinnerungen verfilmt. Ursprünglich schwebte dem französischen Fotografen und Filmemacher ein anderer Film vor: Er hatte Interviews mit Freunden, Weggefährten und Zeitzeugen geführt, aber viele Stunden Drehmaterial verworfen, als ihm seine Gesprächspartner faszinierendes, oft nie zuvor gesehenes Archivmaterial zur Verfügung gestellt haben. Unter anderem ein legendäres Fernsehinterview mit David Frost, das sich als roter Faden durch den Film zieht und von dem lediglich eine einzige Kopie existiert, die sich im Besitz der ehemaligen Dienstboten von Maria Callas befindet.

Die Callas privat

Maria Callas erzählt in diesem Interview viel Privates: wie sie in einer unglücklichen Kindheit in diese Karriere gepresst wurde, wie sehr sie ein Leben als Ehefrau und Mutter vermisst hat und sie spricht über ihre Ängste und Niederlagen. Die Medien hatten die divina Diva ja zum Freiwild erklärt, nachdem Maria Callas, Ende der 50-er Jahre, die ausverkaufte Vorstellung von »Norma« in Rom abbrechen musste, weil ihre Stimme versagt hatte. Und erst recht, als ihre Beziehung zu dem griechischen Tankerkönig Aristoteles Onassis in den 60-er Jahren die Klatschspalten der Regenbogenpresse füllten. Der Multimillionär, der die Diva mit ebenfalls griechischen Wurzeln, verwöhnte, verließ sie wegen der amerikanischen Präsidenten-Witwe Jackie Kennedy. Auch darüber zeigt der Film berührende Dokumente aus einer vergangenen, mondänen Zeit mit Yachten, Pelzstolen, Abendroben, Opernglanz und High-Society-Leben mit all den Stars der damaligen exklusiven Welt von Grace Kelly über den Herzog von Windsor bis zur Queen. Die unumstrittene Königin der Musikwelt war aber Maria Callas… einsam und verraten, nachdem der Tycoon Onassis Jackie geheiratet hat.

Der Film…

…ist ein Portrait, eine Hommage, eine Verbeugung vor einer großen Künstlerin und einer einsamen Frau, in warmen Tönen erzählt von Fanny Ardant, in der deutschen Version von Eva Mattes, die aus den Briefen der Callas zitieren.
Und: jede Musikszene mit Auftritten der Maria Callas ist ein seltenes Juwel, das man im Kinosessel genießen kann. Wer Oper mag, wird verzaubert sein von der Stimme und der Ausstrahlung dieser einzigartigen Sängerin.

Damenprädikat: schnell ins Kino gehen, solange dieser Film noch läuft… auch beim zweiten Mal sehenswert!

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