Kultur
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Museen – nicht nur für eine Nacht

Zum 20. Mal, meine Damen, findet am kommenden Wochenende (dem 20. Oktober) die Lange Nacht der Münchner Museen statt. 90 Museen, Sammlungen und Ausstellungshäuser nehmen daran teil, die Lange Nacht der Museen ist immer ein Inspirationsquelle und ich habe auf meinen Touren schon viel entdeckt.
Noch verwöhnt uns ja die Oktobersonne, aber die nebligen, kühlen Novembertage kommen – und dann, liebe Ladies, ist ein Nachmittag mit einer guten Freundin, in einer interessanten Ausstellung oder einem Museum und anschließend eine heißen Schokolade in einem kuscheligen Café – doch etwas, auf das wir uns freuen können.
Deshalb sind diese Tipps für mehr als nur für eine Lange Nacht gedacht

Smoke & Mirrors

Ist der Titel einer kleinen, aber feinen Ausstellung im Münchner Stadtmuseum (bis 20. Januar 2019) mit Arbeiten der russischstämmigen, in München lebenden, Modefotografin Elizaveta Porodina. Sie ist erst 27 Jahre alt und schon ein Star in der internationalen Modebranche. Für namhafte Modelabels inszenierte sie Werbekampagnen und ihre Fotografien erschienen in der Vogue, in Harper’s Bazaar und anderen Hochglanz-Magazinen. Was mich begeistert, ist die unglaubliche Vielfalt an Frauenbildern und ihre facettenreichen Inszenierungen, die von spielerisch- romantisch über schrill-skurril bis zu melancholisch-düster reichen – Bilder in knallbunt und schwarz-weiß, die Räume öffnen für Träume und Fantasien. Fotografien wie Gemälde.

Vision und Tradition

Verspricht die Ausstellung im Deutschen Theatermuseum im Galerietrakt des Hofgartens am Odeonsplatz – eigentlich ein Muss für alle Theater- aber auch Opernfreundinnen. Die aktuelle Sonderausstellung feiert 200 Jahre Nationaltheater in München mit Originalentwürfen zur Zauberflöte von 1818. Aber auch mit Bildern zur Uraufführung von Wagners Meistersingern oder der Uraufführungs-Dekoration zu Richard Strauss’ Frau ohne Schatten (1919). Ein Theater- oder Opernabend ist schnell vorbei – hier im Deutschen Theatermuseum werden die Erinnerungen daran fest gehalten – an die Schauspieler, die Musiker, die Bühnenbilder und die Inszenierungen. Hier dürfen Sie – auch nach Jahrhunderten oder Jahrzehnten noch einmal schwelgen. Danach ist ein Besuch des Münchner Traditionscafés Luitpold eigentlich ein Muss. Denn das Luitpold bietet nicht nur hervorragende Torten und Kuchen, sondern auch eine kleine Ausstellung zu Kaffeehauskultur, die hier im Salon Luitpold noch lebendig ist und auch weiterhin gepflegt wird.

Dann, meine Damen, ist natürlich auch die Galerie Handwerk in der Max-Joseph Straße eine Adresse, die Sie sich merken sollten, denn (Weihnachten kommt schneller als Sie denken) das Angebot an hochwertigem Kunsthandwerk, von Schmuck über Textilien bis zu Holz-, Keramik- und Glasarbeiten ist einmalig. Ich sage nur: Seidenschals, Hüte, ausgefallene Gläser, auch Spielwaren oder Lederarbeiten – hier werden Sie fündig, wenn Sie das Nichtalltägliche suchen. Zur Langen Nacht feiert die Galerie ihr 50-jähriges Jubiläum.

Mein Lieblingsmuseum ist nach wie vor das Lenbachhaus mit den Werken des Blauen Reiter – auch wenn das Museumscafé seit dem Umbau nicht mehr so schön ist wie früher – es ist trotzdem immer einen Besuch wert. Lieblingsplätze sind aber auch die Villa Stuck und das wunderschöne renovierte Hildebrandhaus in dem das literarische Gedächtnis der Stadt, die Monacensia, untergebracht ist. Und eine absolute Neuentdeckung ist das MUCA in der Hotterstraße – das Museum of Urban and Contemporary Art – ein Privatmuseum, das Street-Art von der Straße in den umgrenzten Raum holt. Wie das geht? Anschauen, meine Damen, es lohnt sich.
Und außerdem: die Alte Pinakothek – übrigens mit großartigem Museumscafé – erstrahlt nach der Renovierung wieder in vollem Glanz, wer allerdings die Neue Pinakothek noch einmal besuchen will, der sollte sich beeilen, denn das Haus schließt Ende des Jahres für längere Zeit wegen Renovierung.

 

 

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