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My blueberry dream – Heidelbeerkuchen nach Oma Lisbeth

Auch wenn sie auf dem Foto noch nicht so aussieht, sondern mit Hut und Sonnenschirm durch den Berliner Tiergarten wandelt –  sie war eine begnadete Bäckerin. Das hat sie später in Rheinhessen bewiesen, als sie zurück aus der großen Stadt, Ehemann und Kinder und später mich, die Enkelin, zu versorgen hatte. Jedes Jahr um diese Zeit kam ein Körbchen Heidelbeeren von den Verwandten in Hessen an: kleine tiefblaue Beeren, die irgendwelche Tanten oder Kusinen im Wald gepflückt hatten. Sie waren  prall und süß und so intensiv im Geschmack, wie ich sie nie mehr später gegessen habe. Lächeln durfte man danach nicht, denn die Zähne waren schwarz. Aber keine Angst, meine Damen, das passiert mit den kultivierten Kulturheidelbeeren heute nicht mehr. Doch selbst pflücken lohnt sich – im Wald oder in einer der Plantagen, die es ja inzwischen auch für diese Früchte gibt. Der Kuchen mit gekauften oder selbst gepflückten Heidelbeeren – wenn er auch den Geschmack der Kindheit nicht mehr erreicht – ist so etwas wie eine Erinnerung. Und wenn man das Original von Oma Lisbeth nicht kennt – köstlich.

Zutaten:

Für den Teig (runde Form 30 cm):
300g Mehl, 150 ml Milch, 100g Zucker, 1 Päckchen Trockenhefe, 1 Ei 50g Butter in Flöckchen, 1 Prise Salz.
Für den Belag: 500g reife Heidelbeeren, 2-3 Esslöffel Zucker,  75g Puderzucker, 2 Eier, 2 Becher Schmand, 1 Päckchen Vanillezucker

Zubereitung:

Die Milch leicht anwärmen, Mehl, Salz und Trockenhefe mischen, mit Zucker, Ei und weicher Butter zu einem Hefeteig verarbeiten.
Die Heidelbeeren mit 2-3EL Zucker vermischen und ca. 1 Std. stehen lassen.
Eier mit Puderzucker und Vanillezucker aufschlagen ( nicht schaumig schlagen) den Schmand untermischen.
Den Teig ausrollen und in die gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Form geben, die Heidelbeeren darauf verteilen, den Schmand gleichmäßig darüber gießen und den Kuchen bei 175 Grad (Umluft 160 Grad) ca. 40 Minuten backen bis er leicht gebräunt ist. Er darf auf keinen Fall dunkel werden.

Tipp von der Perle:

Heidelbeeren machen mindestens so hässliche und hartnäckige Flecken wie Rotwein. Wenn Ihnen die schwarzen Beeren auf die weiße Bluse kullern, keine Panik: geben Sie Milch in einen Topf und kochen Sie den Stoff mit dem Fleck darin. Ein wahres Wunder, der Fleck verschwindet. Das gilt auch für Rotwein und andere dunkle Obstflecken.

2 Kommentare

  1. Karin sagt

    Ich liebe Heidelbeeren – pur oder gemischt mit Quark oder Joghurt. Das Kuchenrezept hört sich auch sehr lecker an. Am Wochenende werde ich es ausprobieren.

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