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„Saldi, saldi“ – Shopping à la Romana

Saldi, Saldi – steht jetzt in großen Lettern an den Schaufenstern der römischen Boutiquen.
So wie bei uns Sale – wobei: mit diesem Wort, Ladies, konnten unsere Großütter bei Gott nichts anfangen und früher gab es dafür ja auch das wunderbare deutsche Wort „Ausverkauf“.
Aber stellen Sie sich mal vor – diesen Worteumel an den Schaufenstern von Zara, H&M und Co – Ausverkauf! Naja, in Italien verstehen jedenfalls die Damen jeden Alters „Saldi“ und dass damit die Schnäppchen-Hochsaison begonnen hat.

Shoppen mit den Römerinnen

Wir, verehrte Damen, gehen in Rom nicht in die von Touristen überlaufenen Nobelstraßen wie die Via Condotti oder Via del Corso, wo auch Prada, Gucci und Co mit Rabatten werben. Vor manchen dieser Designer-Boutiquen bilden sich um diese Zeit regelrechte Warteschlangen – hauptsächlich von asiatischen und arabischen Touristinnen. Wer diese Statussymbole sucht, der muss sich natürlich einreihen. Aber wir folgen lieber den Römerinnen und Römern in eines der schönsten Viertel der Stadt: „Prati“. Gediegene, große Palazzi in den römischen Farben rot und ocker, baumbestandene, schattige Straßen mit Cafés, Eisdielen, kleinen Restaurants, mit Geschäften für den täglichen Bedarf aber auch Boutiquen – vom alteingesessenen Hutgeschäft bis zum kleinen Designerladen – und obwohl in unmittelbarer Nähe des Vatikan – nicht überlaufen.

Die Via „Cola di Rienzo“

Cola di Rienzo, nach dem die Hauptachse- und Einkaufsstraße dieses Viertels benannt wurde, war ein römischer Politiker, der zu seiner Zeit – im 14. Jahrhundert – bereits mit den gleichen Problemen der Stadt kämpfte, wie die Bürgermeisterin heute. Aber das nur nebenbei. In der Cola di Rienzo sind sämtliche, italienischen Ketten vertreten – von Intimissimi über Calzedonia bis Benetton und Sisley, aber das suchen wir nicht unbedingt, sondern schauen lieber in die vielen kleineren, individuellen Geschäfte mit Kollektionen von sündhaft teuer bis extrem günstig. Und Schuhgeschäfte, meine Damen, sind hier vertreten – da wünscht man sich glatt ein paar Füße mehr! Shoppen um diese Jahreszeit in Rom ist natürlich eine heiße Angelegenheit. Im eleganten Kaufhaus „Coin“, ein „Rinascente“ en Miniatur, lohnt sich ein längerer Aufenthalt, nicht nur um sich herunterzukühlen. Beim Stöbern in Schmuck, Accessoires, Kosmetik und ausgefallener Designermode vergeht die Zeit schnell.

Und natürlich kommt in dieser Straße auch das kulinarische Angebot nicht zu kurz: schon rein optisch ein Paradies ist der alteingesessene Feinkostladen Castroni – hier, meine Damen, schwelgen Sie in Pasta und Pasticceria und in Spezialitäten aus aller Welt. Hier sollten Sie sich wenigsten einen Espresso an der Bar oder ein Gelato gönnen und die bis an die Decke reichenden Regale mit Köstlichkeiten bewundern.

Wochentags ist auch der „Mercato dell‘Unità“ geöffnet, ein typisch italienischer Markt mit Obst und Gemüse und allen Spezialitäten, die Italien für uns so verführerisch machen.

Die Damen wünschen den Damen viel Spaß beim Entdecken dieser wunderbaren römischen Straße und des sie umgebenden, urbanen Viertels. Übrigens noch ein Tipp muss sein: die Cola di Rienzo endet (oder beginnt, je nachdem) an der Engelsburg, die in Sommernächten bis Mitternacht geöffnet ist und mit Konzerten und Märkten zum Flanieren einlädt. Außerdem bietet sich von hier ein spektakulärer Blick auf den nächtlich beleuchteten Tiber. Wie in dem wunderbaren Film mit Audery Hepburn und Gregory Peck: Vacanze Romane…

 

 

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