Leben, unterwegs
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Sanremo

Il blu dipinto nel blu,
blau in blau… wozu passt das besser als zur italienischen Riviera, zu Sanremo, den Palmen, dem Strand, den Hotels, dem Casino….

Penso che un sogno così non ritorni mai più;
mi dipingevo le mani e la faccia di blu,
poi d’improvviso venivo dal vento rapito
e incominciavo a volare nel cielo infinito…

Ich denke, dass so ein Traum nie zurückkehren wird
Ich malte mir die Hände und das Gesicht blau
Dann kam plötzlich ein Wind , der mich hochhob
Und ich begann zu fliegen in den unendlichen Himmel

Und dann: „volare, volare.. oh,oh,oh. Jetzt summen alle leise, vielleicht auch nur heimlich, mit, wenn Nello Cuppone in der Hotelbar des Royal Hotel den alten Schlager spielt. Domenico Modugno gewann damit 1958 das Schlagerfestival von Sanremo.
Etwas von dem Glamour ist immer noch da. Vor allem im 5-Sterne-Luxushotel Royal. Immer noch ein Prachtbau, immer noch gediegene, diskrete Atmosphäre, wie 1872 als das Hotel eröffnet wurde.

Immer wieder sanft renoviert und modernisiert hat es seinen Charme bewahrt und entspricht den modernsten Komfortstandards. Meine Damen, hier dürfen Sie schwelgen, sich verwöhnen lassen, ein bisschen träumen und … fliegen … dem Alltag entfliehen.  Manchmal sollte man sich so kleine Fluchten leisten.
Ich will jetzt nicht aufzählen, wer hier schon alles war, welche Berühmtheiten und Schönheiten… vornehme Engländer und reiche Russen. Das milde Klima, vor allem im Winter hat den Tourimus schon Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts angekurbelt. Parks und Jugendstilvillen auch die Fassade des Royal Hotel erzählen noch davon.
Wunderbarer Kontrast dazu ist die verwinkelte Altstadt von Sanremo „La Pigna“ genannt.
Die engen Gassen mit kleinen Bars und Restaurants sind im Sommer schön schattig. Steigen Sie ruhig ganz hinauf, der Blick lohnt sich. Und wenn Sie an der Markthalle vorbei kommen, schauen Sie sich die Pracht und Vielfalt der Kräuter und Gemüse an.

Mir tut’s immer leid, dass ich nicht sofort einkaufen und kochen kann. Die ligurische Küche
müssen Sie probieren, am besten sogar in einem der vielen kleinen Dörfer im Hinterland, in einer einfachen Trattoria. Und dann das Olivenöl: es ist hell, fein und zart und passt hervorragend zu den Fischgerichten. Es wird aus den ganz besonderen olive taggasche gepresst.
Bevor ich jetzt weiter schwärme noch ein Tipp: die schönste Radstrecke, die ich in letzter Zeit gefahren bin geht von San Lorenzo über Sanremo bis nach Ospedaletti – auf einer ehemaligen Bahnstrecke geht es direkt am Meer entlang, immer wieder durch kühle Tunnels. Es bieten sich großartige Ausblicke, man fährt durch kleine Orte, wie Postkartenmotive aus dem Italien der 1950/60er Jahre, naja, und dann die kleinen Buchten und Strände.. das Meer blau.. dipinto di blu!

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