chic & schön
Kommentare 1

Schönheit aus der Natur

Schönheit, meine Damen, verspricht uns nicht nur die Kosmetikindustrie. Ich sammle und baue viele Kräuter an und hoffe auf die Kraft der Natur. Denn für und gegen alles ist ein Kraut gewachsen. Nehmen Sie den rauhstieligen Borretsch, mit seinen hübschen, blauen Blütchen, die mich immer wieder begeistern. Er ist auch als Gurkenkraut bekannt und die Gurke als Gesichtsmaske besitzt ja einen legendären Ruf. Ein Gesichtsdampfbad mit Borretschblättern befeuchtet trockene Haut und macht sie weich und zart. Seien Sie mutig und beißen Sie ruhig mal rein in eines der behaarten Blättchen. Sie werden Ihre Zunge nicht verletzten, aber ein erstaunlich erfrischendes Aroma darauf wahrnehmen. Aber schrauben Sie die Erwartungen nicht zu hoch. Der Geschmack des Borretsch, sowohl roh als auch gekocht, als Tee, ist gewöhnungsbedürftig – wenn Sie meine bescheidene Meinung wissen wollen. In Kräutersaucen, oder Mayonnaisen ist er durchaus eine Bereicherung. Aber zum Beispiel auch als Erfrischungsgetränk – aufgebrüht mit Zitrone und Honig – das ich ausprobiert habe und das in so manchen Kräuterbüchern gepriesen wird, Verzeihung, schmeckt er mir nicht!

Medizinische Wirkung

Schon die alten Römer, die Griechen, die Kelten glaubten an die anregende Wirkung des Borretsch. Inzwischen erwiesen ist sein Gehalt an Vitamin C, Lycopsamin, Allantoin, Kaliumsalzen und vor allem an GLA – der Gammalinolensäure, die unsere Blutzirkulation in Schwung bringt. Neben Nachtkerzenöl, meine Damen, finden wir auch Borretschöl (das aus den Samen gewonnen wird) häufig in der Phytomedizin, in Medikamenten, die uns im Klimakterium gut tun (auch das muss man ja nicht verschweigen).

Kulinarsich bin ich mit ein paar Borretschblättern im Salat oder im Kräuterquark zufrieden und den wunderhübschen Blüten als Dekoration – oder einfach nur als Augenweide im Garten.

1 Kommentare

  1. Grethe sagt

    Liebe Damen,
    der Borretsch klingt ja interessant, den kannte ich nur namentlich und hab mich nie dafür interessiert…werde jetzt aber beim nächten Besuch auf meinem Markt einmal das verschönernde Kraut mitnehmen..
    Wie immer: Eine schöne Anregung von Euch!
    Grethe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.