Leben, MUC
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Sparkling Munich. Sekt and the City?

Es war zwar Champagner, der ausgeschenkt worden ist, meine Damen – aber ganz so prickelnd fand ich „sparkling munich“ nicht wirklich. Nun ja, es war schon amüsant, mit dem Shuttle-Service von Bar zu Bar chauffiert zu werden. Und das in die führenden Luxushotels. Lustige Idee: Barhopping mit 700 Feierfreudigen. Fanden auch viele Ladies in Stilettos und Superminikleidern, die einmal in der Fünfsterne-Welt einen zwitschern wollten. Die waren aber zumeist Prosecco-Provinz ohne Champagner-Chic. Irgendwie a bissl wie in Helmut Dietls „Kir Royal“ in den Achtzigern.
Zwei Drinks waren inklusive, ansonsten haben sich Gianna und ich unsere Drinks ja selbst gegönnt – brauch ich da eine geführte Tour?
Überheblich? Ja! Na und? Das darf die Dame sein, die die Nase ein bisschen hochhält, das muss Frau sich nämlich erst einmal in solchen Bars ertrunken haben! Ich schenke mir jetzt ein Glas Cremant ein und warte darauf, was Gianna schreibt…

Gut so Hermine, hoffentlich ohne Gurke. Die hatten wir ja schon im Begrüßungsdrink im Champagner – gewöhnungsbedürftig! Aber man hat sich Mühe gegeben: Feines Fingerfood im Hotel Louis und auch in den anderen Hotels gab’s zur Begrüßung kleine Snacks. Im Charles Hotel tanzten die „Puppen“ auf der Bar – Motto Brazil. Laut war’s auch im Sofitel und Mandarin Oriental, selbst in der Falk’s Bar. Wie sollte man da mit anderen „Hoppern“ ins Gespräch kommen? Okay zugegeben – vielleicht sind wir Ladies schon ein bisschen alt, aber nicht schwerhörig.
Unsere Lieblingsbar – da sind wir uns einig – war der Königshof. Echtes Bar-Flair, dezente Live-Musik, charmante Barkeeper, bequeme Sessel und gepflegte Drinks. Ambiente für Ladies eben.

Das meine ich ja, Gianna, wahre Ladies sind nie zu alt für eine elegante Hotel-Bar. Wie wir gesehen haben: Je älter das Hotel, desto eleganter die Bar. Das Publikum macht eben die Atmosphäre aus. Wenn 5 Sternchen in einer Bar quiekend Schampus ordern, ist das leider keine 5-Sterne-Bar mehr.
Aber jetzt kehrt wieder Ruhe ein und wahre Damen können sich bequem im Leder-Fauteuil in der Lobby oder am edlen Tresen ein Gläschen bestellen. Gerne in charmanter Begleitung!
Und dabei noch einmal ganz im Stillen – frei nach Wilhelm Busch- rezitieren:

Pst! Kellner! Stell’n Sie eine kalt!
Und, Kellner! Aber möglichst bald!

Der Kellner hört der Damen Wort.
Es saust der Frack. Schon eilt er fort.

Wie lieb und luftig perlt die Blase
Der Witwe Klicko in dem Glase. –
Gelobt seist du viel tausendmal

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