Alle Artikel mit dem Schlagwort: Backen

Spitzbuben – Buttergebackenes & Silvesterplätzchen…

So meine Damen: Gönnen Sie sich noch etwas mehr Plätzchenduft in der Wohnung und Vielfalt auf dem Teller. Es geht in die zweite Runde Lean Baking!! Spitzbuben – Buttergebackenes & Silvesterplätzchen – Bunte Rolle – Haselnussmakronen – Bärentatzen – Zimtsterne Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit zum Lesen – es lohnt sich! Dieser Backblog ist etwas umfangreicher, aber keine Angst: die Makronen und Bärentatzen sind schnell geformt und backen während die anderen Plätzchen ausgestochen oder verziert werden. Los geht’s Am besten beginnt man bereits am Vorabend damit, die Teige für Spitzbuben, Buttergebäck und Bunte Rolle zuzubereiten. Dann kann’s am nächsten Tag gleich los gehen. Wer mag, kann auch schon die Haselnüsse für die Makronen rösten. Diese müssen nämlich wieder abkühlen bevor sie gemahlen werden können. Die Eiweiße werden zur weiteren Verarbeitung folgendermaßen in Tassen aufgeteilt: 6 Eiweiß für die Zimtsterne, 3 Eiweiß für die Bärentatzen, 1 Eiweiß für die Bunte Rolle um diese zusammen zu“kleben“ und 3 Eiweiß für die Haselnussmakronen. Spitzbuben Zubereitung Teig Spitzbuben: Die weiche Butter cremig rühren, den Zucker einrieseln lassen. Die …

Auf die Plätzchen fertig, los!

Lean Baking mit Franzi – Franzi, das Back- und Logistikgenie bei meine-damen.de Lean Baking ist abgeleitet von Lean Management. Bei Lean-Baking werden die ursprünglich aus der japanischen Automobilproduktion stammenden Grundsätze des Lean-Management auf die „Plätzchenproduktion“ übertragen. „Muda“ – keine Verschwendung Kern-Element des Lean-Management ist der Grundsatz „Muda“ – „Keine Verschwendung“. Das bedeutet vor allem keine Verschwendung von Zeit und Ressourcen. Alle Zubereitungszeiten, Ruhezeiten und Backzeiten werden aufeinander abgestimmt um möglichst keine Wartezeiten zu haben. Weil Wartezeit ist verschwendete Zeit. Nichts wird verschwendet: weder Eiweiß noch Puderzucker. Eventuelle Reste werden so weiterverwendet, dass am Schluss der Weihnachtsbäckerei alles aufgebraucht ist. Franzi, die Erfinderin der Ei-Bilanz Wer jemals Plätzchen gebacken hat weiß: am Schluss stehen immer Eiweiß-Reste im Kühlschrank. Nicht mit der Ei-Bilanz! Da werden die Plätzchenrezepte so kalkuliert, dass genauso viele einzelne Eigelb wie Eiweiß verbraucht werden. Am Ende geht also die Ei-Bilanz auf. Auch wichtig: Rüstzeiten beachten! Rüstzeiten fallen immer dann an, wenn man Geräte oder Zutaten wechselt. Bei Lean-Baking zum Beispiel beim Ausstechen von Plätzchen. Die Zeit, die man braucht um den Stern-Ausstecher zur …

Le Jour du Macaron

Macaron – schon der Name lässt uns von Paris träumen. Vor ein paar Jahren waren die zarten bunten Baiser-Köstlichkeiten noch so ein typisches Mitbringsel wie ein Schlüsselanhänger mit Eiffelturm oder eine kleine Tüte mit Lingerie. Jetzt sind Macarons in jeder besseren Konditorei oder aus feinen Keksfabrikationen erhältlich. Demnächst (oder gibt es sie da schon?) sicher auch im Discounter. Macarons sind schon sehr pariserisch: Rund und bunt und elegant, als hätte sie Coco Chanel selbst kreiert. Wie ein kleines Hütchen oder rundes Täschchen. Zwei Baiserhälften aus Mandelmehl umschließen eine duftige Creme: Schokoladenbraun, pistaziengrün, cassisbleu, zitronengelb, mangogold  und rosenrot. Mon dieu! Eine Wolke auf der Zunge! Man nehme Mandelmehl, Eischaum und rühre eine „crème de la crème“ – voilà, fertig sind die hauchzarten Gebäckstücke. Wenn es denn so einfach wäre! Probieren Sie selbst Aber einen Versuch ist es Wert. Die französische Shoppingplattform vente-privée fühlt sich der Tradition verpflichtet und bringt nicht nur den „Jour du Macaron“ mit der süßen Versuchung nach Deutschland, sondern auch alle Utensilien, um die zarten Schaumdinger selbst herzustellen. Ab dem 20. März, kann …

Es geht nicht ohne – Panettone

Weihnachten ohne Panettone, das ist in Italien so undenkbar wie Weihnachten ohne Plätzchen und Stollen bei uns. Ob im Supermarkt oder der Traditionsbäckerei, der Panettone ist allgegenwärtig und jedes Weihnachts- oder Silvesteressen endet mit einem Stück Panettone. Dazu wird allerdings kein Kaffee oder Tee serviert, sondern ein kühles Glas Spumante, also Schaumwein. Um diesen Weihnachtskuchen ranken sich viele Geschichten und Legenden: Zum Beispiel die von einem Adligen, der sich unsterblich in die schöne Tochter des Mailänder Bäckers Toni verliebt hat. Dem schickte er kostbare Zutaten, wie Safran und Trockenfrüchte, damit er einen verführerischen Kuchen daraus backen konnte – der wurde unter dem Namen „Pan de Toni“ berühmt und brachte ihm Ruhm und Reichtum ein. Somit stand einer Ehe der beiden Liebenden nichts mehr im Weg. Der Küchenjunge war’s Es gibt aber auch die Legende, um den Küchenjungen Toni am Hof von Ludovico il Moro im 15. Jahrhundert in Mailand. Weil dem Küchenchef der Weihnachtskuchen verbrannt war, hat der Küchenjunge seinen Hefeteig, den er für Weihnachten reserviert hatte, geopfert. Mit Eiern, Zucker, kandierten Früchten und Rosinen …

Quittenbrot – nostalgisch süß

Ist sie nicht eine vornehme Frucht, die Quitte? Vornehm und zurückhaltend, ein bisschen aus der Mode gekommen und ein bisschen nostalgisch. Wobei – mit ihrem feinen Duft parfümiert sie leicht einen ganzen Raum. Ihr volles Aroma entfaltet sie allerdings erst in gekochtem Zustand. Unsere Großmütter wussten noch viel mit ihr anzufangen. Dann ist die Frucht die mit Apfel und Birne verwandt ist etwas in Vergessenheit geraten. Inzwischen wird die Quitte gerade wieder entdeckt und erlebt eine Art Revival. Mich erinnert sie immer an meine Großmutter. Ich denke an das Qittengelee, das in durchsichtigem Orange in den Gläsern im Vorratskeller von Oma Lisbeth glänzte. Meistens war es etwas zu flüssig geraten und man musste aufpassen, dass es nicht vom Butterbrot lief. Aber der Geschmack war nichtsdestotrotz süß und köstlich. Jetzt im Spätherbst standen auf ihrem mächtigen Kleiderschrank immer Tabletts mit dicker Quittenpaste zum Trocknen – für das Quittenbrot, das dann an Weihnachten genauso auf den Plätzchenteller gehörte wie Buttegebackenes und ‚Kalter Hund‘. Ihr Rezept ist zum Glück überliefert. Zugegeben meine Damen, es ist ein bisschen aufwändig, …

My blueberry dream – Heidelbeerkuchen nach Oma Lisbeth

Auch wenn sie auf dem Foto noch nicht so aussieht, sondern mit Hut und Sonnenschirm durch den Berliner Tiergarten wandelt –  sie war eine begnadete Bäckerin. Das hat sie später in Rheinhessen bewiesen, als sie zurück aus der großen Stadt, Ehemann und Kinder und später mich, die Enkelin, zu versorgen hatte. Jedes Jahr um diese Zeit kam ein Körbchen Heidelbeeren von den Verwandten in Hessen an: kleine tiefblaue Beeren, die irgendwelche Tanten oder Kusinen im Wald gepflückt hatten. Sie waren  prall und süß und so intensiv im Geschmack, wie ich sie nie mehr später gegessen habe. Lächeln durfte man danach nicht, denn die Zähne waren schwarz. Aber keine Angst, meine Damen, das passiert mit den kultivierten Kulturheidelbeeren heute nicht mehr. Doch selbst pflücken lohnt sich – im Wald oder in einer der Plantagen, die es ja inzwischen auch für diese Früchte gibt. Der Kuchen mit gekauften oder selbst gepflückten Heidelbeeren – wenn er auch den Geschmack der Kindheit nicht mehr erreicht – ist so etwas wie eine Erinnerung. Und wenn man das Original von Oma …