Alle Artikel mit dem Schlagwort: dolce vita

Toskanische Sterneküche mit Gianna

Ladies, wenn es Herbst wird in der Toskana, verschwinden die Touristenmassen und es bleiben die Genießer(innen). Die Nebel wallen morgens über die Hügel und die Nadelspitzen der Zypressen stechen dunkel aus ihnen hervor – so wie auf den beliebten Kitschpostkarten. Die Weinberge leuchten rot und gelb und die Ölmühlen arbeiten auf Hochtouren, um möglichst schnell das kostbare Öl aus den Oliven zu pressen. Es duftet nach Wein und Kastanien… Sie merken schon: Ich gerate ins Schwärmen. Dies ist eine Einladung zu einem kulinarischen Kurztripp, der zu höchsten kulinarischen Genüssen führt! – um nicht zu sagen, in den kulinarischen Himmel. Wir lassen uns nämlich von toskanischen Spitzenköchen verwöhnen und schauen ihnen in die Töpfe. Denn es geht bei dieser Reise nicht nur ums Schlemmen und Genießen, sondern vor allem auch um’s Kochen: drei Kochkurse bei Spitzenköchen stehen auf unserem Programm. Glasmacher, Manhattan und Weinbarone Wir wohnen in Colle di Val d’Elsa. Den Namen haben Sie vielleicht noch nie gehört, denn dieser Ort zwischen Florenz und Siena ist noch ein kleiner Geheimtipp. Allerdings nicht für Feinschmecker, denn …

Cin cin

Signorine e signore, meine Damen: wussten Sie, dass der allgegenwärtige italienische Trinkspruch „Cin Cin“ aus einer Werbung mit der jungenhaft-kessen Sängerin Rita Pavone stammt? Sie hat in den Sechzigern Werbung für Cinzano-Vermouth gemacht und damit das übliche „Salute“ abgelöst… Wir sagen “ Cin Cin“ zu einem bittersüß-nostalgischen Angebot, das es nun in München über den alteingesessenen Getränkelieferanten „Pachmayr“ gibt: Paoletti! Neun Sorten von Lemonsoda, Bitterino, Chinotto…bis Cedrata. Die Aufmachung hat eindeutig Sammlerwert für uns Damen? Sehr ladylike und lustig! Durchprobiert, nein gekostet habe ich sieben der erfrischenden Neun: Allesamt in dickwandigen Fläschchen, mit einem fröhlichen Zischschschsch…beim Öffen, verheissungsvoll wie die erste Italia-Gassossa anno 1965 im Urlaub als Bambina. „Paoletti“- die alkoholfreien Drinks haben es in sich: Seit 100 Jahren in Familienbesitz sind die „Bitterini“ nach geheimem Original-Rezept gemischt und gezischt…: Una bella storia Italiana di frizzante passione…. Ach, einfach ein bittersüßer Spaß mit Zitrone und Eis und dem Gefühl und Geschmack von Italia… Cin Cin? Cin Cin! Hermine

San Remo Festival

Carissime Signore, liebste Damen… die wir noch Bella Italia als Land der zwei „M“ kennen: Moda e Musicá: Wer redet denn vom „Eurovision Song Contest“, wie heute der ehemalige „Grand Prix Eurovison de la Chanson“ heißt? „Grand Brie“ …großer Käse! DAS Musikfestival, das schon seit Anfang der 50iger Jahre für Urlaubsstimmung con amore sorgt, ist doch das legendäre ‚San Remo Festival‘ …Il Festival della canzone Italiana. Si, certo! Und da traten seit 1951 nicht nur bekannte Künstler wie Bobby Solo, Adriano Celentano und Patty Bravo auf, sondern auch internationale Stars und neue Talente, die später berühmt wurden wie eine hinreissende Gigliola Cinquetti 1964 mit ihrem Siegertitel:“ non ho l’eta“… Das zarte Sommerlied, mit dem verliebte Urlauber bei Chianti und in Trevira-Bluse aus dem Kofferradio die Magie einer verzauberten Sommernacht unter Lampions und Sternenhimmel genossen haben Ach… Unvergessen auch ein deutscher – noch fast unbekannter Künstler – und sein Lied „per vivere“…ein gewisser …Udo Jürgens! Unvergessen ein verzweifelter Luigi Tenco, der 1967 im Halbfinale ausgeschieden war und sich deshalb das Leben genommen hat… Unvergessen seine Lebensgefährtin …

Sanremo

Il blu dipinto nel blu, blau in blau… wozu passt das besser als zur italienischen Riviera, zu Sanremo, den Palmen, dem Strand, den Hotels, dem Casino…. Penso che un sogno così non ritorni mai più;
mi dipingevo le mani e la faccia di blu,
poi d’improvviso venivo dal vento rapito
e incominciavo a volare nel cielo infinito… Ich denke, dass so ein Traum nie zurückkehren wird Ich malte mir die Hände und das Gesicht blau Dann kam plötzlich ein Wind , der mich hochhob Und ich begann zu fliegen in den unendlichen Himmel Und dann: „volare, volare.. oh,oh,oh. Jetzt summen alle leise, vielleicht auch nur heimlich, mit, wenn Nello Cuppone in der Hotelbar des Royal Hotel den alten Schlager spielt. Domenico Modugno gewann damit 1958 das Schlagerfestival von Sanremo. Etwas von dem Glamour ist immer noch da. Vor allem im 5-Sterne-Luxushotel Royal. Immer noch ein Prachtbau, immer noch gediegene, diskrete Atmosphäre, wie 1872 als das Hotel eröffnet wurde. Immer wieder sanft renoviert und modernisiert hat es seinen Charme bewahrt und entspricht den modernsten Komfortstandards. Meine Damen, hier dürfen …