Alle Artikel mit dem Schlagwort: Estate Italiana

Franciacorta – Italiens Antwort auf Champagner

Franciacorta, meine Damen e Signore! Die Italienerinnen pfeifen inzwischen auf Champagner, denn es gibt ja den feinperligen Franciacorta, der quasi das italienische Synonym für französischen Champagner ist und für den auch ich gern ein Glas Schampus stehen lasse. Alles was perlt, wird in Italien gerne als „Bollicine“ bezeichnet. Die schönsten und besten “Perlen“ des Landes sind die Schaumweine aus dem Franciacorta, die genau nach dem gleichen Verfahren und aus den gleichen Rebsorten wie Champagner hergestellt werden. Franciacorta: Gebiet und Wein Das Franciacorta nennt sich die Region in der Lombardei, zwischen Brescia und Mailand, östlich des Iseo-Sees, in der dieser Wein angebaut wird. Der Franciacorta ist ein edler Schaumwein, der nach genau den gleichen strengen Richtlinien wie der französische Champagner hergestellt wird. Allerdings ist die Methode in dieser Region noch nicht so alt wie in der Champagne. Zwar haben in Franciacorta und Umgebung schon Mönche in grauer Vorzeit den Weinbau eingeführt, allerdings waren die Rot- und Weißweine eher für den lokalen Markt. Erst in den 1960er Jahren hat man im Weingut Berlucchi begonnen, mit Schaumweinen zu …

Toskanische Sterneküche mit Gianna

Ladies, wenn es Herbst wird in der Toskana, verschwinden die Touristenmassen und es bleiben die Genießer(innen). Die Nebel wallen morgens über die Hügel und die Nadelspitzen der Zypressen stechen dunkel aus ihnen hervor – so wie auf den beliebten Kitschpostkarten. Die Weinberge leuchten rot und gelb und die Ölmühlen arbeiten auf Hochtouren, um möglichst schnell das kostbare Öl aus den Oliven zu pressen. Es duftet nach Wein und Kastanien… Sie merken schon: Ich gerate ins Schwärmen. Dies ist eine Einladung zu einem kulinarischen Kurztripp, der zu höchsten kulinarischen Genüssen führt! – um nicht zu sagen, in den kulinarischen Himmel. Wir lassen uns nämlich von toskanischen Spitzenköchen verwöhnen und schauen ihnen in die Töpfe. Denn es geht bei dieser Reise nicht nur ums Schlemmen und Genießen, sondern vor allem auch um’s Kochen: drei Kochkurse bei Spitzenköchen stehen auf unserem Programm. Glasmacher, Manhattan und Weinbarone Wir wohnen in Colle di Val d’Elsa. Den Namen haben Sie vielleicht noch nie gehört, denn dieser Ort zwischen Florenz und Siena ist noch ein kleiner Geheimtipp. Allerdings nicht für Feinschmecker, denn …

Una bella Panzanella: Brotsalat aus der Toskana

Dieser Brotsalat ist eines meiner Lieblingsgerichte aus der Toskana. Besonders im Sommer, wenn man keine Lust hat, lange in der Küche zu stehen, ist er ideal, lässt sich gut vorbereiten und ist zudem eine geniale Resteverwertung. So wie die bayerischen Semmelknödel ist die Panzanella eine toskanische Version altes Brot zu verwenden. Frisches Brot, jeden Tag, das gab es früher nicht, aber der Erfindungsreichtum unserer Großmütter hat das leicht wett gemacht: Knödel, Brotsuppen, Aufläufe und eben Panzanella. In der Toskana hat jede Familie, jede Köchin ihr Hausrezept. Meines geht folgendermaßen Zutaten: Für 4 Personen 200 g Weißbrot (allerdings muss es ein kerniges Weißbrot sein, wie zum Beispiel Bio-Baguette oder Pfister-Weißbrot. Es darf beim Einweichen jedenfalls nicht schleimig werden) 4-5 Tomaten (je nach Größe) 1 Salatgurke 1/2 rote Zwiebel 2 EL milder, weißer Essig 2 EL Kapern (in Essig) Olivenöl ca. 0,1 l Wasser 1 Bund Basilikum Salz, Pfeffer Nach Belieben: gekochte Eier, Thunfisch Zubereitung: Toskanische Hausfrauen weichen das Brot üblicherweise in Essigwasser ein und drücken es danach aus. Ich schneide das Brot in ca. 1 cm …

Roma, città bella

Roma, la bella – an diesen Hundstagen im August, meine Damen, wenn die Temperaturen auch nachts kaum unter 30 Grad fallen, möchte man Anita Ekberg sein und ein Bad in der Fontana di trevi nehmen. Doch das wahre „Dolce Vita“ habe ich wieder einmal auf dem Monte Mario gefunden, im „Rome Cavalieri“ Waldorf Astoria Hotel, der Luxuskette des Hilton-Konzerns. Hilton, nein wir denken nicht an Paris Hilton, it-Girl und Skandalnudel (in letzter Zeit ist es aber etwas ruhiger um sie geworden), nicht an amerikanische Einheitshotellerie. Denn das „Rome Cavalieri“ ist ein Ausnahmehotel, alleine schon wegen seiner Lage. Rom zu Füßen Der Monte Mario ist keiner der legendären sieben Hügel auf denen angeblich Rom erbaut wurde. Aber mit 139 Metern ist die höchste Erhebung Roms und, wenn wir uns schon einen Aufenthalt im „Rome Cavalieri“ leisten, dann nehmen wir natürlich nur ein Zimmer mit Aussicht auf die Stadt. Und die ist atemberaubend: die Kuppel des Petersdoms scheint zum Greifen nah, in der Ferne erkennt man als markanten Punkt die „Schreibmaschine“, wie die Römer das Denkmal Vittorio Emanuele …

Estate Italiana auf DVD

Carissime signore e signorine! So viel italienisches Lebensgefühl haben wir Damen in den sonnigen Sommerwochen gebloggt: San Remo und Bitterino, Bellini und Dolce vita und um dieses sommerwarme Italia-Gefühl etwas zu erhalten, empfehlen wir zwei herrlich nostalgische Filme: Film ab für DVD-Empfehlung nummero uno: „Es begann in Neapel“- heißt eine Filmromanze für alle die Capri, Sophia Loren und das Italia-Feeling der 60iger Jahre lieben… Umwerfend sexy und frech La Loren als alleinerziehende Tante von Nando, einem 10-jährigen Frechdachs, der Zigaretten qualmt, Schule schwänzt und der Zia Lucia zeigt, wie man Pasta kocht… Dann erscheint Clark Gable als Michael Hamilton (schon etwas angegraut und mit Bauch), der macht sich nach dem Tod seines Bruders auf den Weg von USA nach Capri um das Erbe seines verstorbenen Bruders zu klären: Das ist aber… eben… Nando, sein Neffe. Und jetzt entfaltet der Film seinen ganzen Bella-Italia-Charme: Certo, wird Onkel Mike erst einmal durch das Dolce far niente von Tante und Nando und ganz Capri aus der Fassung gebracht, noch dazu: Tante Lucia tanzt auch noch in einem Nachtclub…! …

Zeit für einen Bellini

Bellini, der legendäre Drink aus Harry’s Bar in Venedig ist das einfachste und köstlichste Getränk für einen lauen Sommerabend. Aga Khan, Orson Welles, Humphrey Bogart… die Schönen und Reichen dieser Welt schlürften ihn in der Bar von Giuseppe Arrigo Cipriani, gleich ums Eck bei San Marco und später dann in der Depandance in New York. Die Bar lebt noch immer von ihrem Mythos und inzwischen gibt es den „Bellini“ in Flaschen, in Dosen… als Fertigprodukt. Das, meine Damen, haben wir nicht nötig. Wir gönnen uns diesen kleinen Hauch von Luxus und machen unseren „Bellini“ selbst. Schließlich ist das kein Problem mehr, seitdem es köstliche, reife Weinbergpfirsiche in jedem Supermarkt und sogar beim Discounter gibt.  Giuseppe Cipriani musste sie noch aus Frankreich extra importieren. Wir kaufen sie ums Eck und lassen sie noch ein paar Tage nachreifen. Dann pürieren wir das Fruchtfleisch im Mixer und gießen mit Sekt, Prosecco oder Champagner auf. Die Regel lautet ein Drittel Fruchtpüree, zwei Drittel prickelnde Flüssigkeit – im Original natürlich Prosecco. In Harry’s Bar wurden die Pfirsiche anno dazumal noch …

Cin cin

Signorine e signore, meine Damen: wussten Sie, dass der allgegenwärtige italienische Trinkspruch „Cin Cin“ aus einer Werbung mit der jungenhaft-kessen Sängerin Rita Pavone stammt? Sie hat in den Sechzigern Werbung für Cinzano-Vermouth gemacht und damit das übliche „Salute“ abgelöst… Wir sagen “ Cin Cin“ zu einem bittersüß-nostalgischen Angebot, das es nun in München über den alteingesessenen Getränkelieferanten „Pachmayr“ gibt: Paoletti! Neun Sorten von Lemonsoda, Bitterino, Chinotto…bis Cedrata. Die Aufmachung hat eindeutig Sammlerwert für uns Damen? Sehr ladylike und lustig! Durchprobiert, nein gekostet habe ich sieben der erfrischenden Neun: Allesamt in dickwandigen Fläschchen, mit einem fröhlichen Zischschschsch…beim Öffen, verheissungsvoll wie die erste Italia-Gassossa anno 1965 im Urlaub als Bambina. „Paoletti“- die alkoholfreien Drinks haben es in sich: Seit 100 Jahren in Familienbesitz sind die „Bitterini“ nach geheimem Original-Rezept gemischt und gezischt…: Una bella storia Italiana di frizzante passione…. Ach, einfach ein bittersüßer Spaß mit Zitrone und Eis und dem Gefühl und Geschmack von Italia… Cin Cin? Cin Cin! Hermine

San Remo Festival

Carissime Signore, liebste Damen… die wir noch Bella Italia als Land der zwei „M“ kennen: Moda e Musicá: Wer redet denn vom „Eurovision Song Contest“, wie heute der ehemalige „Grand Prix Eurovison de la Chanson“ heißt? „Grand Brie“ …großer Käse! DAS Musikfestival, das schon seit Anfang der 50iger Jahre für Urlaubsstimmung con amore sorgt, ist doch das legendäre ‚San Remo Festival‘ …Il Festival della canzone Italiana. Si, certo! Und da traten seit 1951 nicht nur bekannte Künstler wie Bobby Solo, Adriano Celentano und Patty Bravo auf, sondern auch internationale Stars und neue Talente, die später berühmt wurden wie eine hinreissende Gigliola Cinquetti 1964 mit ihrem Siegertitel:“ non ho l’eta“… Das zarte Sommerlied, mit dem verliebte Urlauber bei Chianti und in Trevira-Bluse aus dem Kofferradio die Magie einer verzauberten Sommernacht unter Lampions und Sternenhimmel genossen haben Ach… Unvergessen auch ein deutscher – noch fast unbekannter Künstler – und sein Lied „per vivere“…ein gewisser …Udo Jürgens! Unvergessen ein verzweifelter Luigi Tenco, der 1967 im Halbfinale ausgeschieden war und sich deshalb das Leben genommen hat… Unvergessen seine Lebensgefährtin …

Sanremo

Il blu dipinto nel blu, blau in blau… wozu passt das besser als zur italienischen Riviera, zu Sanremo, den Palmen, dem Strand, den Hotels, dem Casino…. Penso che un sogno così non ritorni mai più;
mi dipingevo le mani e la faccia di blu,
poi d’improvviso venivo dal vento rapito
e incominciavo a volare nel cielo infinito… Ich denke, dass so ein Traum nie zurückkehren wird Ich malte mir die Hände und das Gesicht blau Dann kam plötzlich ein Wind , der mich hochhob Und ich begann zu fliegen in den unendlichen Himmel Und dann: „volare, volare.. oh,oh,oh. Jetzt summen alle leise, vielleicht auch nur heimlich, mit, wenn Nello Cuppone in der Hotelbar des Royal Hotel den alten Schlager spielt. Domenico Modugno gewann damit 1958 das Schlagerfestival von Sanremo. Etwas von dem Glamour ist immer noch da. Vor allem im 5-Sterne-Luxushotel Royal. Immer noch ein Prachtbau, immer noch gediegene, diskrete Atmosphäre, wie 1872 als das Hotel eröffnet wurde. Immer wieder sanft renoviert und modernisiert hat es seinen Charme bewahrt und entspricht den modernsten Komfortstandards. Meine Damen, hier dürfen …