Alle Artikel mit dem Schlagwort: Genuss

Toskanische Sterneküche mit Gianna

Ladies, wenn es Herbst wird in der Toskana, verschwinden die Touristenmassen und es bleiben die Genießer(innen). Die Nebel wallen morgens über die Hügel und die Nadelspitzen der Zypressen stechen dunkel aus ihnen hervor – so wie auf den beliebten Kitschpostkarten. Die Weinberge leuchten rot und gelb und die Ölmühlen arbeiten auf Hochtouren, um möglichst schnell das kostbare Öl aus den Oliven zu pressen. Es duftet nach Wein und Kastanien… Sie merken schon: Ich gerate ins Schwärmen. Dies ist eine Einladung zu einem kulinarischen Kurztripp, der zu höchsten kulinarischen Genüssen führt! – um nicht zu sagen, in den kulinarischen Himmel. Wir lassen uns nämlich von toskanischen Spitzenköchen verwöhnen und schauen ihnen in die Töpfe. Denn es geht bei dieser Reise nicht nur ums Schlemmen und Genießen, sondern vor allem auch um’s Kochen: drei Kochkurse bei Spitzenköchen stehen auf unserem Programm. Glasmacher, Manhattan und Weinbarone Wir wohnen in Colle di Val d’Elsa. Den Namen haben Sie vielleicht noch nie gehört, denn dieser Ort zwischen Florenz und Siena ist noch ein kleiner Geheimtipp. Allerdings nicht für Feinschmecker, denn …

Mizu Onsen: Japanische Badekultur am Tegernsee…

…im MIZU ONSEN – SPA – im Hotel BACHMAIR WEISSACH am schönen Tegernsee. Japans Kultur der berühmten „Onsen-Bäder“ ist eine jahrhundertalte Tradition der Entspannung in den heißen Quellen. Davon inspiriert hat das BACHMAIR WEISSACH eine 3000 m2 SPA-Landschaft eröffnet und die Damen haben sie besichtigt. Heiß und kalt- das ist das Wechselspiel beim Onsen-Ritual: Heißes Wasser zuerst und dann: Mizu: MIZU ist einerseits ein Ausdruck des Erstaunens, andererseits bedeutet es einfach kaltes Wasser. Und damit lässt sich bei MIZU ONSEN schon der Bogen zum Tegernsee schlagen: denn das mineralreiche, aber kalte Wasser des Tals eignet sich wunderbar für die außergewöhnliche Badelandschaft, die dieser Idee der japanischen Badekultur folgt: Eine behutsame und elegante Mischung aus Fernöstlichem und Bayerischem: Wasserbecken-Landschaften und großzügige Sauna-Anlagen, holzduftende Ruheräume und eine exzellente Sushi-Bar mit Ingwer-Sake-Cocktails. Schönheit, meine Damen, ist mehr als der äußere Schein, deshalb ruht das Mizu-Onsen-Spa auf vier Säulen: Langsamkeit, Einkehr, Klarheit und Wärme. In der Ruhe und der Einfachheit liegt die Kraft, sagt die Leiterin der Wellness-Oase, die Heilpraktikerin Lydia Heymann. Sie vertritt eine ganzheitliche Methode der Schönheitspflege: …

Die Damen haben einen Schwips

Die Damen Verehrte Damen, diese Zeilen – dafür bitte ich um Verständnis – kann ich nur in Begleitung von einem Glasl Sekt schreiben, denn es geht um den Schwips… Prost! Wirkliche Damen haben nämlich nur einen kleinen – manchmal einen größeren – Schwips, betrunken sind sie nie! Da verliert ja unsereins jegliche Contenance und die Puderdose! Prost! Der Schwips ist ja nun leider aus der Mode bekommen und deshalb finden wir, sollte er wieder aus dem Sektkeller der verlorenen Wörter geholt und zu neuem Glanze aufpoliert werden. Sagt eine wahre Dame: Ich bin betrunken? Mitnichten! Tante Grethe und Tante Anni, die konnten ordentlich einen zwitschern, gerne auch noch ein Stamperl „Frauengold“ nach dem ersten, zweiten, dritten Pikkolo, aber einen Rausch haben die Frolleins nie nie nie gehabt! …haben einen Schwips Der Schwips hat übrigens auch im Duden seinen beschwingten Platz, dort lautet die Definition: durch Genuss von Alkohol hervorgerufener leichter Rausch, ebenda zu finden: Die Beschwipste: substantiviertes Adjektiv, feminin – weibliche Person, die beschwipst ist. Unvorstellbar, dass Paula Wessely Adolph Wohlbrück in dem Film „Maskerade“ …

Zu Gast bei „August und Maria“

Aying, meine Damen, ist immer eine Landpartie wert und gar nicht weit von München weg. Wie schön, wenn von weitem schon der Zwiebelturm der Andreaskirche grüßt, der Maibaum weiß-blau und die Wiesen saftig grün leuchten. Ach ja, und dann bräuchte man ein knallrotes Automobil, um so stilecht vorzufahren bei „August und Maria“. Die beiden haben den Brauereigasthof vor fast 100 Jahren erbaut und mit dem neu gestalteten Restaurant haben ihnen die Nachfahren ein Denkmal gesetzt. Gehoben Bayerisch Alles neu im Traditionshaus? Nein, Qualität wurde hier schon immer groß geschrieben und ein Vorzeigebetrieb war der Brauereigasthof auch schon immer. Schließlich ist die heutige Hausherrin, Angela Inselkammer, auch Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes. Mit dem neuen Küchenchef, der auch in einer brandneuen Küche arbeiten darf, hat sie eine gut Wahl getroffen. Er kombiniert gekonnt Bodenständigkeit mit Raffinesse und zaubert die richtigen Gerichte zum gediegen-bayerischen Ambiente. 8 Jahre hat der Schweizer Mario Huggler bei Feinkost-Käfer gedient. Er könnte locker einen Stern erkochen, will er aber nicht, sagt er, sondern lieber mit frischen, regionalen Produkten überzeugen. Aber natürlich …

Bayerische Weiberwirtschaften

Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte… Liebe Damen, wenn Sie an einem wunderbaren Frühlingswochenende einmal nicht wissen, wohin Sie fahren oder wo Sie einkehren sollen, dann empfehlen wir Ihnen ein sehr weibliches Buch: „Bayerische Weiberwirtschaften“, im Hädecke Verlag erschienen, unlängst in erweiterter Neuauflage. Darin werden 33 von Frauen geführte Gastwirtschaften im schönen Bayernland, von Oberfranken bis zu Alpenrand vorgestellt. Und übrigens: Ihren Mann dürfen Sie ruhig mitnehmen! Denn, wie heißt es schön im Untertitel: „Refugien für Leib und Seele“ und da dürfen natürlich auch die Herren mit von der Landpartie sein. Warum Weiberwirtschaften? Ganz einfach, weil sie immer noch – in der männlich dominierten Gastronomie – eine Ausnahme sind und weil oft großartige Biografien dahinter stehen: Die ehemalige Modedesignerin, die mit 70 immer noch französisches Flair in der Oberpfalz verbreitet, die 50jährige, die sich einen Traum verwirklicht und Hüttenwirtin wird oder die junge Mutter und Bankangestellte, die ein Traditionswirtshaus führt. Die Köchin, die in der Sternegastronomie gearbeitet hat kommt genauso vor, wie die Autodidaktin, die ihre denkmalgeschützte Stube nur am Wochenende …

Vitamine für Ladies

Der Frühling naht, manchmal kann man ihn schon riechen und das macht Lust auf Farbe, nicht nur in der Kleidung, sondern auch auf dem Teller. Noch gibt es ja kein richtiges Frühlingsgemüse, aber ich zaubere mir einfach mit winterlichem Fenchel und Orangen den Frühling auf den Teller. Ich liebe Fenchel. Die Italiener essen angeblich 5 kg pro Kopf im Jahr. Bei uns verziehen viele das Gesicht, weil sie der intensive Geschmack an Kindertee erinnert, an Bauchweh und Blähungen. Aber nicht umsonst flößt man Babys diesen Tee ein: er unterstützt die Verdauung und wirkt entzündungshemmend und stärkend für den Magen. Die Fenchelknolle hat noch viel mehr zu bieten: sie ist reich an Kalium, Kalzium, Eisen, Betacarotin und Vitamin B und hat natürlich auch Vitamin C und E – also sprich: Vitamin- und Nährstoffbombe. Am besten und wirkungsvollsten ist Fenchel roh zu genießen und so mag ich ihn am liebsten: Eine Fenchelknolle halbieren, den Strunk entfernen und auch oben die harten Teile abschneiden. Das Grün aufheben. Die Fenchelhälften in sehr dünne Scheiben schneiden, das geht bestens mit …

Die Damen gehen aus! Sternstunde bei Mario Gamba

Was sollen wir uns nun wünschen, meine Damen, jetzt zur Weihnachtszeit, wo uns doch angeblich so viele Wünsche erfüllt werden? Einen Besuch im Sterne-Restaurant „Acquarello“ in München oder das neue Kochbuch“ Mare“ von seinem Inhaber, Chef, Sternekoch Mario Gamba? Vorschlag: Wir wünschen uns einen Besuch im Restaurant, das zu den 100 besten der Welt zählt – eben vom Guide Michelin mit einem Stern bestätigt worden – und verschenken als ganz exquisites Weihnachtsgeschenk das wirklich wunderbare „Mare“-Buch, gerade erschienen. „Mare“ – das Buch Ich war zur Buchvorstellung im „Acquarello„- die Dame im Gastro-Glück! Denn nicht nur das Kochbuch „Mare“ ist eine wundervolle Hommage an Capri, auch der kleine Streifzug durch die Rezepte im dezenten Ambiente des Sterne-Restaurants ist, als folge man Mario Gambas Melodie des Meeres: Hört es rauschen beim „Tatar vom Yellow Fin Thunfisch auf Kartoffelrösti, Kürbisrelish, Salsa Verde“, über Kieselstrände perlen bei „Onsen Tomago Ei, Blattgold, Osietra Imperial Kaviar, Zitronenschaum“ und sanft ans Ufer schlagen beim „Wildfang Loup de mer auf Fregola Sarda, Trüffelbutter und Hummeremulsion“… jeder Bissen ist eine kleine Komposition, die ich …

Die Damen gehen aus: Bubble-Up im GRAPES

Ladies, after-work-Disco war gestern, wir gehen zum gepflegten „Bubbel-Up“ in die neue Weinbar des Cortiina Hotels. Wir treffen uns zu „Gebabbel“ bei „Bubbles“, sprich: zum Ratsch bei einem guten Glas Winzersekt und einem hauchzarten Flammkuchen. Ich konnte ihn bei der Eröffnung schon probieren – köstlich – und seit dem 10.12. können das alle, die gerne guten Wein trinken und leckere Kleinigkeiten essen. Es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich im GRAPES war. Denn es ist eine absolute Bereicherung, eine Bar ohne Cocktails, aber dafür mit einer großen Weinauswahl –und was für Weine! Schwerpunkt Deutschland, aber auch feine Tropfen aus Italien und Frankreich und aus Österreich. „Der Schmäh rennt“ Dafür dass der Wein nicht ausgeht und „der Schmäh rennt“, sorgen die beiden jungen österreichischen Sommeliers Stefan Grabler und Markus Hirschler. Ihnen hat Gastronom und Inhaber Rudi Kull die Verantwortung für das GRAPES übertragen. Jetzt bitte nicht sagen: „das ist doch nur was für Weinkenner/innen“, nein Ladies, die beiden geben Empfehlungen und stellen sich jeden ersten Freitag im Monat der „Big Bottle Battle“ bei der abgestimmt werden darf, wessen Weinempfehlung besser ankam – Markus versus Stefan. Einmal im Monat stellen Winzer oder Winzerinnen ihre Weine vor und täglich können drei Weine vertikal verkostet werden, d.h. eine Rebsorte …

Das Eichelschwein: Die „Dame“ unter den Sauen

… deren Schweinsbraten eine Perlenkette, wenn nicht sogar eine Krone verdient hat. Zugegeben, meine Damen, das Thema ist nicht so prickelnd wie Champagner, aber durchaus eine Erwähnung wert. Denn ehrlich gesagt, bei dem ganzen „Gedöns“ um Vegetarier und Veganer muss ich einfach ab und zu mal auf die Fleischpauke hauen. Proteine, liebe Ladies, sind unabdingliche Bausteine unserer Ernährung (und Schönheit) und bitte – bevor wir Eiweißpulver schlucken, dann genehmigen wir uns doch lieber ab und zu einen kernigen Braten von einem glücklichen Schwein. Ja, ja ich weiß… Schweine sind fett, Schweine habe keinen guten Ruf, weil Massentierhaltung etc. Aber das bayerische Eichelschwein eine exquisite Variante. Es kann’s durchaus mit seinen spanischen Kollegen, der Pata-Negra-Rasse, aufnehmen. Deren Jamon Ibérico ist ja inzwischen auch hierzulande eine beliebte und teure Spezialität. Pata Negra ist eine Kreuzung zwischen Wildsau und Hausschwein und berühmt für kerniges, dunkles Fleisch und einen feinen Geschmack. Ganz so wild sind die bayerischen Eichelschweinchen nicht. Sie stammen von alten Haustierrassen ab und werden im Stall geboren. Aber sie dürfen sich dann den ganzen Herbst im …

Schwarzer Knoblauch… eine tolle Knolle

In der der spanischen Küche geht nichts mehr ohne schwarzen Knoblauch, zu Fisch, auf Gemüse, im Sugo: „Ajo negro“ ist nun das I-Tüpfelchen auf der feinen Küche. Ich habe die schwarze Knolle schon einmal im deutschen Bio-Markt gesehen, mich gewundert und verweigert, 8€ für einen Feinschmecker-Firlefanz zu bezahlen, da ich ja ohnehin nicht scharf auf weißen Knoblauch bin, nicht wegen des Geschmacks oder einer Knoblauch-Intoleranz, die es nun ja auch gibt, sondern, weil ich nicht gerne nach Knoblauch „dufte“ und ihn auch nicht gerne aus dem Odem oder den Poren der Anderen erschnüffle. Soviel zum Thema Knofel, liebe Damen! ¡Ojo! Ajo negro! Augen auf, schwarzer Knoblauch ist nämlich doch was Feines. In spanischen Supermarkt gibt es den schwarzen Knoblauch in jedem Gemüseregal, zwei Knollen für ca. 3-4€, also erschwinglich genug, das vermeintlich dolle Ding mal zu testen, aber vorab hab ich erst einmal nachgelesen, was schwarzer Knoblauch nun ist: Schwarzer Knoblauch ist gleich weißer Knoblauch… …also keine spezielle Züchtung, sondern klassischer weißer Knoblauch, der in einem mehrwöchigen Fermentierungsprozess bei Temperaturen von 45-70°C verändert wird- je …