Alle Artikel mit dem Schlagwort: Genuss

Bayerische Weiberwirtschaften

Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte… Liebe Damen, wenn Sie an einem wunderbaren Frühlingswochenende einmal nicht wissen, wohin Sie fahren oder wo Sie einkehren sollen, dann empfehlen wir Ihnen ein sehr weibliches Buch: „Bayerische Weiberwirtschaften“, im Hädecke Verlag erschienen, unlängst in erweiterter Neuauflage. Darin werden 33 von Frauen geführte Gastwirtschaften im schönen Bayernland, von Oberfranken bis zu Alpenrand vorgestellt. Und übrigens: Ihren Mann dürfen Sie ruhig mitnehmen! Denn, wie heißt es schön im Untertitel: „Refugien für Leib und Seele“ und da dürfen natürlich auch die Herren mit von der Landpartie sein. Warum Weiberwirtschaften? Ganz einfach, weil sie immer noch – in der männlich dominierten Gastronomie – eine Ausnahme sind und weil oft großartige Biografien dahinter stehen: Die ehemalige Modedesignerin, die mit 70 immer noch französisches Flair in der Oberpfalz verbreitet, die 50jährige, die sich einen Traum verwirklicht und Hüttenwirtin wird oder die junge Mutter und Bankangestellte, die ein Traditionswirtshaus führt. Die Köchin, die in der Sternegastronomie gearbeitet hat kommt genauso vor, wie die Autodidaktin, die ihre denkmalgeschützte Stube nur am Wochenende …

Vitamine für Ladies

Der Frühling naht, manchmal kann man ihn schon riechen und das macht Lust auf Farbe, nicht nur in der Kleidung, sondern auch auf dem Teller. Noch gibt es ja kein richtiges Frühlingsgemüse, aber ich zaubere mir einfach mit winterlichem Fenchel und Orangen den Frühling auf den Teller. Ich liebe Fenchel. Die Italiener essen angeblich 5 kg pro Kopf im Jahr. Bei uns verziehen viele das Gesicht, weil sie der intensive Geschmack an Kindertee erinnert, an Bauchweh und Blähungen. Aber nicht umsonst flößt man Babys diesen Tee ein: er unterstützt die Verdauung und wirkt entzündungshemmend und stärkend für den Magen. Die Fenchelknolle hat noch viel mehr zu bieten: sie ist reich an Kalium, Kalzium, Eisen, Betacarotin und Vitamin B und hat natürlich auch Vitamin C und E – also sprich: Vitamin- und Nährstoffbombe. Am besten und wirkungsvollsten ist Fenchel roh zu genießen und so mag ich ihn am liebsten: Eine Fenchelknolle halbieren, den Strunk entfernen und auch oben die harten Teile abschneiden. Das Grün aufheben. Die Fenchelhälften in sehr dünne Scheiben schneiden, das geht bestens mit …

Die Damen gehen aus! Sternstunde bei Mario Gamba

Was sollen wir uns nun wünschen, meine Damen, jetzt zur Weihnachtszeit, wo uns doch angeblich so viele Wünsche erfüllt werden? Einen Besuch im Sterne-Restaurant „Acquarello“ in München oder das neue Kochbuch“ Mare“ von seinem Inhaber, Chef, Sternekoch Mario Gamba? Vorschlag: Wir wünschen uns einen Besuch im Restaurant, das zu den 100 besten der Welt zählt – eben vom Guide Michelin mit einem Stern bestätigt worden – und verschenken als ganz exquisites Weihnachtsgeschenk das wirklich wunderbare „Mare“-Buch, gerade erschienen. „Mare“ – das Buch Ich war zur Buchvorstellung im „Acquarello„- die Dame im Gastro-Glück! Denn nicht nur das Kochbuch „Mare“ ist eine wundervolle Hommage an Capri, auch der kleine Streifzug durch die Rezepte im dezenten Ambiente des Sterne-Restaurants ist, als folge man Mario Gambas Melodie des Meeres: Hört es rauschen beim „Tatar vom Yellow Fin Thunfisch auf Kartoffelrösti, Kürbisrelish, Salsa Verde“, über Kieselstrände perlen bei „Onsen Tomago Ei, Blattgold, Osietra Imperial Kaviar, Zitronenschaum“ und sanft ans Ufer schlagen beim „Wildfang Loup de mer auf Fregola Sarda, Trüffelbutter und Hummeremulsion“… jeder Bissen ist eine kleine Komposition, die ich …

Die Damen gehen aus: Bubble-Up im GRAPES

Ladies, after-work-Disco war gestern, wir gehen zum gepflegten „Bubbel-Up“ in die neue Weinbar des Cortiina Hotels. Wir treffen uns zu „Gebabbel“ bei „Bubbles“, sprich: zum Ratsch bei einem guten Glas Winzersekt und einem hauchzarten Flammkuchen. Ich konnte ihn bei der Eröffnung schon probieren – köstlich – und seit dem 10.12. können das alle, die gerne guten Wein trinken und leckere Kleinigkeiten essen. Es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich im GRAPES war. Denn es ist eine absolute Bereicherung, eine Bar ohne Cocktails, aber dafür mit einer großen Weinauswahl –und was für Weine! Schwerpunkt Deutschland, aber auch feine Tropfen aus Italien und Frankreich und aus Österreich. „Der Schmäh rennt“ Dafür dass der Wein nicht ausgeht und „der Schmäh rennt“, sorgen die beiden jungen österreichischen Sommeliers Stefan Grabler und Markus Hirschler. Ihnen hat Gastronom und Inhaber Rudi Kull die Verantwortung für das GRAPES übertragen. Jetzt bitte nicht sagen: „das ist doch nur was für Weinkenner/innen“, nein Ladies, die beiden geben Empfehlungen und stellen sich jeden ersten Freitag im Monat der „Big Bottle Battle“ bei der abgestimmt werden darf, wessen Weinempfehlung besser ankam – Markus versus Stefan. Einmal im Monat stellen Winzer oder Winzerinnen ihre Weine vor und täglich können drei Weine vertikal verkostet werden, d.h. eine Rebsorte …

Das Eichelschwein: Die „Dame“ unter den Sauen

… deren Schweinsbraten eine Perlenkette, wenn nicht sogar eine Krone verdient hat. Zugegeben, meine Damen, das Thema ist nicht so prickelnd wie Champagner, aber durchaus eine Erwähnung wert. Denn ehrlich gesagt, bei dem ganzen „Gedöns“ um Vegetarier und Veganer muss ich einfach ab und zu mal auf die Fleischpauke hauen. Proteine, liebe Ladies, sind unabdingliche Bausteine unserer Ernährung (und Schönheit) und bitte – bevor wir Eiweißpulver schlucken, dann genehmigen wir uns doch lieber ab und zu einen kernigen Braten von einem glücklichen Schwein. Ja, ja ich weiß… Schweine sind fett, Schweine habe keinen guten Ruf, weil Massentierhaltung etc. Aber das bayerische Eichelschwein eine exquisite Variante. Es kann’s durchaus mit seinen spanischen Kollegen, der Pata-Negra-Rasse, aufnehmen. Deren Jamon Ibérico ist ja inzwischen auch hierzulande eine beliebte und teure Spezialität. Pata Negra ist eine Kreuzung zwischen Wildsau und Hausschwein und berühmt für kerniges, dunkles Fleisch und einen feinen Geschmack. Ganz so wild sind die bayerischen Eichelschweinchen nicht. Sie stammen von alten Haustierrassen ab und werden im Stall geboren. Aber sie dürfen sich dann den ganzen Herbst im …

Schwarzer Knoblauch… eine tolle Knolle

In der der spanischen Küche geht nichts mehr ohne schwarzen Knoblauch, zu Fisch, auf Gemüse, im Sugo: „Ajo negro“ ist nun das I-Tüpfelchen auf der feinen Küche. Ich habe die schwarze Knolle schon einmal im deutschen Bio-Markt gesehen, mich gewundert und verweigert, 8€ für einen Feinschmecker-Firlefanz zu bezahlen, da ich ja ohnehin nicht scharf auf weißen Knoblauch bin, nicht wegen des Geschmacks oder einer Knoblauch-Intoleranz, die es nun ja auch gibt, sondern, weil ich nicht gerne nach Knoblauch „dufte“ und ihn auch nicht gerne aus dem Odem oder den Poren der Anderen erschnüffle. Soviel zum Thema Knofel, liebe Damen! ¡Ojo! Ajo negro! Augen auf, schwarzer Knoblauch ist nämlich doch was Feines. In spanischen Supermarkt gibt es den schwarzen Knoblauch in jedem Gemüseregal, zwei Knollen für ca. 3-4€, also erschwinglich genug, das vermeintlich dolle Ding mal zu testen, aber vorab hab ich erst einmal nachgelesen, was schwarzer Knoblauch nun ist: Schwarzer Knoblauch ist gleich weißer Knoblauch… …also keine spezielle Züchtung, sondern klassischer weißer Knoblauch, der in einem mehrwöchigen Fermentierungsprozess bei Temperaturen von 45-70°C verändert wird- je …

Una bella Panzanella: Brotsalat aus der Toskana

Dieser Brotsalat ist eines meiner Lieblingsgerichte aus der Toskana. Besonders im Sommer, wenn man keine Lust hat, lange in der Küche zu stehen, ist er ideal, lässt sich gut vorbereiten und ist zudem eine geniale Resteverwertung. So wie die bayerischen Semmelknödel ist die Panzanella eine toskanische Version altes Brot zu verwenden. Frisches Brot, jeden Tag, das gab es früher nicht, aber der Erfindungsreichtum unserer Großmütter hat das leicht wett gemacht: Knödel, Brotsuppen, Aufläufe und eben Panzanella. In der Toskana hat jede Familie, jede Köchin ihr Hausrezept. Meines geht folgendermaßen Zutaten: Für 4 Personen 200 g Weißbrot (allerdings muss es ein kerniges Weißbrot sein, wie zum Beispiel Bio-Baguette oder Pfister-Weißbrot. Es darf beim Einweichen jedenfalls nicht schleimig werden) 4-5 Tomaten (je nach Größe) 1 Salatgurke 1/2 rote Zwiebel 2 EL milder, weißer Essig 2 EL Kapern (in Essig) Olivenöl ca. 0,1 l Wasser 1 Bund Basilikum Salz, Pfeffer Nach Belieben: gekochte Eier, Thunfisch Zubereitung: Toskanische Hausfrauen weichen das Brot üblicherweise in Essigwasser ein und drücken es danach aus. Ich schneide das Brot in ca. 1 cm …

Damenfrühstück im „Gartensalon“

Die Damen waren frühstücken und…begeistert! Der Gartensalon ist eine goldige Wohlfühl-Oase in der Münchner Amalienpassage. Feine Speisen und Getränke gibt es dort: ohne kleinmädchenhaftes Brimborium (wie so oft in München), alles hausgemacht liebevoll und köstlich zubereitet. Wir waren dort – schätzungsweise zu zehnt – am vergangenen heißen Samstagsommermorgen, schön im Schatten an einem langen Tisch und all uns fröhlichen Frauen hat es so gut geschmeckt! Kuchen, Marmelade und Salonbrause Gianna war begeistert von der ungewöhnlich guten schwarzen Johannisbeermarmelade zum zarten Croissant und von der hübschen Küchenfee Christine, die strahlend ihre feinen Gebäck -und Kuchencreationen ins Café-eigene Backrohr schiebt. Einfach zu schön die Deko mit Rosenblättern und Blüten… (schon ein bisschen mädchenhaft, aber süß!). Die Marmelade hatte Gianna bei Franzi stibitzt, die mit „scones“ und clotted cream die englische Frühstücksversion getestet hat. Ich jedoch, als alte Frühstücksverweigerin, die schon zu Schulzeiten nur mit einer Tasse heißer Schokolade im Bauch zur Schule marschiert ist, habe alles probiert: Chia-Müsli mit Kokosmilch und Mangocreme und Bio- Bauernbrot mit köstlichen Aufstrichen. Ich habe bei Conny und Helene mitschnabuliert, die das „Stramme …

Picknick im steirischen Thermenland

Ach,  meine Damen, hätten wir an Pfingsten nicht gerne eine Decke ausgebreitet und mit unseren Liebsten ein Picknick auf einer blühenden Wiese eingenommen? Picknick, da stelle ich mir immer das berühmte Bild von Manet vor „Déjeuner sur l’herbe“, das Frühstück im Grünen. Na ja, ganz so frivol muss es dann doch nicht sein – die Damen nicht nackt, sondern doch lieber etwas bekleidet. Nun kann man natürlich seinen Picknick-Koffer selbst packen, alles in Gläschen und Tiegel füllen, Butter, Brot, Kuchen, Pudding, Teller, Gläser, Besteck, eine gute Flasche Wein oder Prosecco – und das alles an den gewünschten Ort transportieren. Aber Ladies, mal ehrlich, bequemer und keineswegs schlechter ist es doch, sich den wohl gefüllten Picknick-Korb abzuholen, ein lauschiges Plätzchen zu suchen und anschließend den Korb mitsamt den Resten und dem schmutzigen Geschirr wieder abzugeben. Sauvignon und Backhendl So habe ich es gerade im steirischen Thermenland erlebt. An einem Sonntag wie aus dem Bilderbuch: blauer Himmel, weiße Wolken, ein Schloss auf einer Anhöhe umgeben von Weinbergen und ein traumhafter Blick über die sanften Hügel der Südoststeiermark, die …

Honig zum Muttertag

Honigseife, Honigcreme, Honig-Duschbad… was gibt es nicht alles aus Honig für die Haut. Deshalb: Warum nicht mal Honig pur als Muttertagsgeschenk? Ich treffe die blonde Honigbotschafterin aus Nymphenburg in ihrem Stammlokal in der Romanstraße, in der „Espressothek“. Dort veranstaltet Annika Singer regelmäßig Honigseminare mit Verkostung verschiedener Honigsorten. Was gibt es über Honig viel zu erzählen denke ich mir noch als ich mich auf den Weg mache? Honig ist süß und gesund, das wissen wir schon von unserer Großmutter, die uns Milch mit Honig verabreichte, wenn’s im Hals gekratzt hat. Vielfalt wie beim Wein Die Hobby-Imkerin baut verschiedene Gläschen vor mir auf mit hellgelbem, goldfarbenem, mit kräftig braunem und cremigem Honig, darunter auch ihr eigener: Stadthonig aus Nymphenburg. Unglaublich die Geschmacksvielfalt. Das Vokabular mit dem die gelernte PR-Frau den Honig beschreibt, klingt so ähnlich wie bei einer Weinverkostung: bitter, holzig, harzig, „mentholisch“, blumig, fruchtig….Da es mittlerweile ja schon für fast alles einen „Sommelier“ oder eine“Sommeliere“ gibt – für Wein,Bier, Brot, Käse – bin ich sicher, demnächst auch Honigsommeliers. Und wer weiß, vielleicht wird Annika die erste …