Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kino

Maria by Callas – der Film

„Maria by Callas“ – dieser Film, meine Damen, hat mich so fasziniert, dass ich ihn innerhalb von 3 Tagen zweimal im Kino angeschaut habe. Für alle Verehrerinnen und Verehrer der Operndiva Maria Callas ist dieser Film ein wunderbares Kino-Erlebnis von ganz besonderem Zauber: „Ich trage zwei Personen in mir“- sagt die Callas zu Beginn des Films- „ich möchte Maria sein, aber da ist auch die Callas, der ich gerecht werden muss. Ich versuche, mit beiden auszukommen“. Der Zwiespalt einer Jahrhundert-Künstlerin, die die Opernwelt bis heute mit ihrer einzigartigen Stimme begeistert. 40 Jahre nach dem Tod der Opernlegende Maria Callas hat der französische Filmemacher und Photograph Tom Volf ihre Memoiren als beeindruckendes Mosaik aus Interviews, Bühnenauftritten, Filmausschnitten, privaten – bisher unveröffentlichten- Filmaufnahmen und Erinnerungen verfilmt. Ursprünglich schwebte dem französischen Fotografen und Filmemacher ein anderer Film vor: Er hatte Interviews mit Freunden, Weggefährten und Zeitzeugen geführt, aber viele Stunden Drehmaterial verworfen, als ihm seine Gesprächspartner faszinierendes, oft nie zuvor gesehenes Archivmaterial zur Verfügung gestellt haben. Unter anderem ein legendäres Fernsehinterview mit David Frost, das sich als roter Faden durch den …

Starke Frauen – einzigartige Malerinnen

Gabriele Münter Zur Zeit ist sie in aller Munde: Gabriele Münter, die Künstlerin, die man jahrzehntelang meist nur im Zusammenhang mit ihrem berühmten Malerkollegen und Partner Wassily Kandinsky erwähnte. Endlich, meine Damen, wird diese begabte Malerin nur um ihrer selbst Willen gewürdigt. Und dabei kommt Erstaunliches zutage: Schon als ganz junge Frau bereiste Gabriele Münter mit ihrer Schwester Amerika und machte hervorragende Fotos, die bereits ihr Talent für Komposition erkennen ließen. Frauen war Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts der Zugang zu Universitäten und Kunstakademien noch versperrt. Die Münter nahm deshalb an Privatakademien Mal- und Zeichenunterricht, lebte in Paris und Berlin und war stark und unabhängig genug mit dem damals verheirateten Kandinsky eine Beziehung einzugehen, in der sie nicht nur Geldgeberin, sondern auch ebenbürtige Künstlerin war. Sie hat sich vor und nach Kandinsky ihrer Kunst gewidmet und klar entschieden, dass sie den Weg in die Abstraktion nicht mitgehen will. Trotzdem hat sie ihren Stil und ihre Motive im Laufe eines langen Künstlerlebens immer wieder geändert, hat immer wieder experimentiert ohne sich selbst untreu …

Dalida – der Film

Schnell noch ins Kino, meine Damen, so lange dieser ganz besondere, berührende Film noch läuft: „Dalida-der Film“ ist ein Kinoerlebnis! Meine Freundin Isabel war eben noch in einer Matinée in München und hat sofort geschrieben: „Danke, Hermine für den Filmtipp, wir waren begeistert und hätten sonst beinahe „Dalida“ verpasst!“ Was macht diesen Film so einzigartig? Das tragische Leben der Sängerin und ihr Freitod? Die Musik? Die Stimme? Oder ihre Suche nach der Liebe? Die hinreißende Hauptdarstellerin? Oder Dalidas Lieder, die uns durch die fünziger und sechziger bis in siebziger und achtziger Jahre begleitet haben – wie „Ciao, ciao Bambina“, „Paroles, Paroles“, „der Tag als der Regen kam“, „Je suis malade“? Dalida – ihr Leben Die Sängerin mit der Löwenmähne und der unglaublichen Stimme habe ich schon in den Seventies in den großen Samstagabend-TV-Shows erlebt. Erst nach ihrem Selbstmord 1987, vor 30 Jahren, und bei Besuchen in Paris am „Place Dalida“ habe ich mehr über ihr Leben erfahren, so wie wir es jetzt alle im Film sehen: Die Italienerin Jolanda Gigliotti – so ihr bürgerlicher Name …

Peggy Guggenheim- eine Leben für die Kunst: Der Film im Kino

Was für ein beeindruckender Film, meine Damen! Ich bin hingerissen im Kino gesessen und hatte das Gefühl, Zeugin einer extravaganten Künstlerwelt zu sein, einem Stück Zeitgeschichte.“ Peggy Guggenheim – ein Leben für die Kunst“ ist ein liebenswürdiges Porträt der bedeutendsten Kunstsammlerin der Moderne. Denn im Leben von Peggy Guggenheim (1898-1979) hat sich alles um moderne Kunst gedreht und um die Künstler. Fand sie ihr Leben verrucht, wird sie im Film gefragt? Die Antwort: „Auf jeden Fall – es ging nur um Kunst und Liebe!“ Als Autodidaktin hat Peggy Guggenheim nicht nur ihre unglaubliche Sammlung aufgebaut, sondern auch viele Künstler unterstützt, gefördert und entdeckt. Wie Jackson Pollock, bei dem sie für 600 Dollar sein größtes Werk in Auftrag gegeben hat. Affären hatte sie mit all den Männern, deren Namen heute wie ein Lexikon der Avantgarde klingen: Samuel Beckett, Marcel Duchamp, Kandinsky, Man Ray und Miro. Mit allen? Mit vielen! Sie erzählt es im Film und auch über ihre Ehe mit Max Ernst. Ein Leben wie ein Kunstwerk! Der Film… …ist ein Dokumentarfilm und eine Montage aus …

Dior und ich

Mesdames! Das ist der Haute-Couture-Film für uns! Wer kann in die eleganten Fußstapfen von Monsieur Christian Dior treten? Wenn wir an die Traum-Eleganz der fünfziger Jahre denken, eigentlich niemand! Schauen Sie mal auf Pinterest, was wir da an Diorträumen zusammen getragen haben. Mon dieu! Ein Mode Gott! Nun aber: Seit John Gallianos buchstäblichem Ausfall war auch das Edel-Image der französischen Nobelmarke mehr als ramponiert. Und nun kommen wir zu Christian Diors Nachfolger: Raf Simons: Seit 2012 Dior-Kreativdirektor. Ruhig und routiniert, so lernt man ihn in der Dokumentation „Dior und ich“ kennen, kreativ und innovativ. Einen Blick hinter die Kulissen hat Regisseur Frédéric Tcheng werfen dürfen und Simons acht Wochen lang begleitet. Acht Wochen nur für die Präsentation seiner ersten Haute Couture Show! Wenig Zeit und eine emotionsgeladene Zeit, in der man das Team kennenlernen darf, das hinter dem Edel-Label steckt: All die Näherinnen und Directricen, all die Damen im weißen Kittel, oberlippenflaumig, die teilweise schon seit Jahrzehnten für Dior schneiden, schneidern und mit Herzblut, Können und Sinn für Elegance das umsetzen, was die Kreativen designen. …