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Vitamine für Ladies

Der Frühling naht, manchmal kann man ihn schon riechen und das macht Lust auf Farbe, nicht nur in der Kleidung, sondern auch auf dem Teller. Noch gibt es ja kein richtiges Frühlingsgemüse, aber ich zaubere mir einfach mit winterlichem Fenchel und Orangen den Frühling auf den Teller. Ich liebe Fenchel. Die Italiener essen angeblich 5 kg pro Kopf im Jahr. Bei uns verziehen viele das Gesicht, weil sie der intensive Geschmack an Kindertee erinnert, an Bauchweh und Blähungen. Aber nicht umsonst flößt man Babys diesen Tee ein: er unterstützt die Verdauung und wirkt entzündungshemmend und stärkend für den Magen. Die Fenchelknolle hat noch viel mehr zu bieten: sie ist reich an Kalium, Kalzium, Eisen, Betacarotin und Vitamin B und hat natürlich auch Vitamin C und E – also sprich: Vitamin- und Nährstoffbombe. Am besten und wirkungsvollsten ist Fenchel roh zu genießen und so mag ich ihn am liebsten:

Eine Fenchelknolle halbieren, den Strunk entfernen und auch oben die harten Teile abschneiden. Das Grün aufheben. Die Fenchelhälften in sehr dünne Scheiben schneiden, das geht bestens mit der Aufschnittmaschine, aber auch gut von Hand oder mit einem Gemüsehobel. Auf einer Platte oder einem Teller verteilen. 2 Orangen filetieren und den Saft auffangen. Die Orangenfilets auf dem Fenchel verteilen. Aus dem Orangensaft, etwas Zitronensaft, Salz und Olivenöl eine Vinaigrette rühren und über den Salat geben. Das Fenchelgrün fein hacken und darüber streuen. Sehr gut passen auch hauchdünne Scheiben von roten Zwiebeln oder ein paar grüne Oliven dazu. Mit einer Scheibe Essener Brot (mit gekeimtem Getreide) ist das für mich ein perfektes Abendessen. Aber ich habe diesen Salat auch schon oft als leichte Vorspeise serviert.

So langsam muss man sich ja auf das Frühjahr und – naja – die entsprechenden Entschlackungsprogramme – einstellen. Ich habe heute schon mal angefangen mit einem Kokoswasser-Drink. Kokoswasser gilt als sehr gesund. In Südindien stapeln sich die unreifen, grünen Kokosnüsse an den Verkaufsständen am Straßenrand. Die Verkäufer köpfen die Nuss mit einer Machete, stecken einen Strohhalm hinein und man schlürft den Saft direkt aus der frischen Kokosnuss. Wer will isst danach auch noch das Fruchtfleisch. Hierzulande kauft man das Wasser im Bioladen. Ich habe es gemischt mit Wasser und frischem Limettensaft und – sündhaft – mit einem Schuss Holunderblütensirup – leider hatte ich keine frische Minze, damit wäre mein Sommer-Vorgeschmacksdrink bestimmt noch besser geworden. Fast wie ein Hugo ohne Alkohol. Übrigens: sehr geeignet für die bevorstehende Fastenzeit.

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