Alle Artikel in: MUC

Champagner und Hausmannskost

Jedes Jahr, liebe Ladies, wählt das renommierte Champagnerhaus Krug ein einfaches Lebensmittel aus und lädt internationale Küchenchefs ein, sich davon inspirieren zu lassen. Nach Kartoffel, Fisch und Ei war in diesem Jahr Pfeffriges dran, „Krug x Pepper“. Der Überbegriff „Pepper“ steht für die gesamte Bandbreite, vom Pfefferkorn über alle Variationen von Chilischoten bis hin zu Gemüse-Paprika Auf dem Pepper Trail 13 Sterneköche machten sich also als Krug-Botschafter auf den Weg ins ferne Mexiko, auf den „Pepper Trail“. In Oaxaca lernten sie den Ursprung und die Vielfalt der scharfen Schoten kennen und suchten unter der heißen Sonne die Inspiration zu ungewöhnlichen Geschmackserlebnissen, die mit dem Champagner harmonieren. Mal ehrlich, meine Damen, zum Champagner eine Chilischote knabbern, würde uns sicher nicht einfallen? Da würde nicht mehr viel übrig bleiben von der „Zartfühligkeit und den großzügigen Zitrusnoten“ eines Krug 2004. Es dürfte eine ganz schöne Herausforderung für die zwölf Herren und eine Dame gewesen sein, aus Pfeffer, Paprika und Chili – auch wenn es über 50 000 Sorten davon geben soll – Champagner adäquate Geschmacksnuancen herauszufinden. Aber sie …

40 Jahre Deutsche Vogue

Was für eine faszinierende Ausstellung, meine Damen! Ich kann mich noch erinnern, wie ich mir als 19-Jährige das erste Heft am Bahnhofskiosk einer Kleinstadt gekauft habe: eine schimmernde Hochglanz-Bibel der Mode. Lange habe ich das Magazin aufgehoben. Diese Art Mode hatte ich nie zuvor gesehen: spektakuläre Fotos, Kunstwerke von ganz eigener Ästhetik, High-End-Fashion – für mich damals, einfach umwerfend. Vogue-Chefredakteurin Christiane Arp stellte die Ausstellung persönlich vor und ich kann nur sagen: Bitte anschauen, liebe Ladies, und traumwandelnd durch 40 Jahre Modegeschichte, Fotokunst und Zeitläufte gleiten! Es wird die Geschichte des einflussreichsten Modemagazins der Welt erzählt, das 1892 ins den USA gegründet wurde und dessen erste Deutsche Ausgabe von April 1928 bis Oktober 1929 in Berlin schien. Seit 1979, seit 40 Jahren, wird die deutsche VOGUE vom Condé Nast Verlag in München herausgegeben. „Ist das Mode oder kann das weg!?“ lautet der Titel dieser beeindruckenden Ausstellung in der Villa Stuck in München. Auf zwei Stockwerken lassen Bilder und Texte das ‚Who is Who’ der internationalen Foto und Modebranche Revue passieren. Wegweisende, bahnbrechende Reportagen, stil- und …

„Leidenschaftliche Herzen, feurige Seelen“- wie Frauen die Welt veränderten

…und wie sie die Welt verändert haben, meine Damen! In den 1890iger Jahren ist in München eine Frauenbewegung entstanden, die das Fenster zur Moderne aufgestoßen hat. Das zeigt ein beeindruckendes Buch der renommierten Literaturwissenschaftlerin Ingvild Richardsen über ein bis dato ungeschriebenes Kapitel Frauengeschichte. Künstlerinnen wie Carry Brachvogel und Elsa Bernstein wollten raus aus dem Mief des Wilheminismus. Sie standen im Zentrum dieser – im Gegensatz zur Bewegung der Arbeiterfrauen – ganz aus dem bürgerlichen Lager kommenden Frauenbewegung in Bayern. Federführend war die Frauenrechtlerin Anita Augspurg, die erste promovierte Juristin Deutschlands, die mit ihrer Lebensgefährtin – und ersten Hofphotographin Bayerns – das legendäre Photostudio „Elvira“ gründete. Diese Frauen wagten einen Aufbruch in die Moderne, in die Emanzipation. Sie setzten sich für die Gleichstellung der Frauen ein. Ihre Forderungen, die auf dem ersten Bayerischen Frauentag 1899 formuliert wurden, sind bis heute gültig geblieben. Ingvild Richardsen stellt uns beeindruckende Frauen vor, von deren Engagement und Kampflust wir heute noch profitieren dürfen. Sie haben sich deutschlandweit vernetzt- auch mit progressiven Männern- für ein Leben in Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. Der Nationalsozialismus hat …

Narben-Pads mit Aloe Vera

Sie sind zart, durchsichtig und eine große Wohltat – die Narben-Pads von Apricot. Sie sind voll gesogen mit heilsamen Aloe Vera Gel und helfen bei frischen und älteren Narben. Die Damen haben die Beauty-Pads dieser Firma ja schon getestet und vorgestellt. Jetzt konnte ich auch die Narben-Pads testen – aus gegebenem Anlass, am eigenen Bein. Vorsicht, meine Damen! Ladies, diese Geschichte ist auch ein Warnung an alle, die jetzt bald wieder, an kühlen Herbsttagen, gerne mit einer Wärmflasche ins Bett gehen. Ich fand das auch sehr kuschelig, bis ich mir – sozusagen im Schlaf – eine Brandblase am Unterschenkel zugezogen habe. Es ist völlig unbemerkt passiert. Ich muss wohl im Schlaf zu lange mit der heißen Wärmflasche in Kontakt gewesen sein. Plötzlich, beim Duschen, war die Blase da und ich konnte mir zunächst nicht erklären woher. „Dr. Google“ klärte mich auf und ich stellte fest, dass ich wohl nicht die Einzige bin, der so etwas passiert ist. Die Brandblase mutierte zu einer heftigen Wunde – die Details möchte ich Ihnen lieber ersparen – und war …

Déjà vu – Lange Bärte, lange Kleider

Wenn die Männer Bärte tragen, fallen die Rocksäume der Kleider.Nach den Hipstern, die damit begonnen haben, sieht man doch heute kaum mehr ein rasiertes Männergesicht. Tja, meine Damen, wenn wir uns die Stoppel- und Rauschebärte anschauen müssen, dann müssen die Herren der Schöpfung eben auch damit leben, dass wir lange Röcke tragen. Alles Geschmacksache oder auch das natürliche Auf und Ab der Mode. Die Rocklänge unserer Tage hat sogar schon der französische Philosoph Roland Barthes voraus gesagt „Natürlich stellt die Geschichte (…) eine Kraft dar, die ihre Freiheit bewahrt und einige Überraschungen bereitet; aber normalerweise, wenn der Rhythmus der Mode weiterhin regelmäßig bleibt sollten die Röcke von jetzt an nach und nach über die saisonbedingten Variationen hinweg wieder länger werden. Im Jahre 2020 oder 2025, können wir sagen, müssten die Röcke von neuem sehr lang sein.“Roland Barthes: Die Körnung der Stimme. Interviews 1962-1980. Frankfurt/M. 2002, S. 70. – 2013 Dirk Hohnsträter Das Kleid bleibt im Trend Gerade, fanden in München wieder die Modetage statt – Einkäufer*innen waren in den Orderzentren unterwegs, um die Kleider einzukaufen, …

Kulturtrip – zwei Ausstellungen in Zürich und München

Spieglein, Spieglein… an der Wand… Bevor die böse Stiefmutter im Märchen in den Spiegel geschaut hat, haben die Menschen ihr Konterfei auf der glatten Wasseroberfläche enteckt und sind vielleicht darüber erschrocken. Aber spätestens seit der Erfindung des Spiegelglases sind wir doch alle darauf erpicht, uns darin zu sehen, zu beobachten, zu kontrollieren. Wie sehe ich aus, wie geht es mir? – der Spiegel gibt uns täglich Auskunft darüber. Mal ehrlich, meine Damen, was wären wir ohne Spiegel? Mit diesem schillernden, aber auch magischen Objekt befasst sich zur Zeit eine Ausstellung im Museum Rietberg in Zürich Spiegel – der Mensch im Widerschein Die Ausstellung zeigt die lange Kulturgeschichte des Spiegels. Denn, ob im alten Ägypten, bei den Maya in Mexiko, in Japan oder in Venedig – Spiegel wurden in vielen Zivilisationen rund um den Globus hergestellt und es wurde ihnen unterschiedliche Bedeutung und Wirkung zugeschrieben. Es geht um den Spiegel als Medium der Selbsterkenntnis, um Eitelkeit, Weisheit, Schönheit, Mystik und Magie und natürlich um das Spiegelmedium unserer Zeit – das Selfie. In dieser Ausstellung, meine Damen …

Wein trifft Whiskey

Diese Begegnung, meine Damen, findet einen Sommer lang im lauschigen Innenhof der Frankenwein-Bar „Lump, Stein & Küchenmeister“ mitten in München statt. Seit dem 30. April hat der wilde „Wolf,“ die hippe Bar aus dem Glockenbachviertel hier ihr Sommercamp aufgeschlagen und die Jungs an den Shakern stimmen sich bei coolen Vinyl-Sounds schon auf lange Sommernächte ein. Die Liegestühle stehen auch schon bereit, es fehlt nur noch die Sonne, um sich dort zu einem Sundowner oder einem After-Work-Cocktail zu treffen. Uns hat aber auch bei schlechtem Wetter ein „Green Lantern“ mit Wermut aus fränkischem Silvaner geschmeckt. „Extrem floral, Holundernoten… Rosenduft, Jasmin, Kolanussnote… Karamellnoten. Spannend für solo und Cocktail.“ Lobt das Fachmagazin „Vinum“ diesen Aperitif von Peter Vogel aus Estenfeld in der Nähe von Würzburg. Köstlich auch ein klassischer „Negroni“ als „Sbagliato“ wie es im Fachjargon heißt, zubereitet mit Sekt, in diesem Fall mit handgerütteltem Winzersekt aus Würzburg. Im fränkischen Weingarten (und bei jedem Wetter in der Bar) lohnt es sich, den auch einmal pur zu genießen. In dem historischen Innenhof – immerhin befindet man sich hier auf dem Boden der alten …

Opening München Mitte

München Mitte – mitten in München, in der edlen Residenzstraße – meine Damen – das war ein Eröffnungsabend, als seien wir wieder in der Modestadt München der 80-er Jahre: Ein Catwalk auf der Straße mit Tänzerinnen und Tänzern, die das getragen und vorgetanzt haben, was auf den Kleiderbügeln in Münchens neuer In-Boutique mitten im Herzen der Stadt hängt. Ganz große Oper Als Gegensatz zum rockig-poppigen Defilee gab es auch Opern-Arien auf diesem Catwalk an der Residenzstraße. Schließlich befindet sich die Oper in Sichtweite und – Ladies, Sie dürfen gespannt sein – sie soll auch eine besondere Rolle im Service-Angebot der Boutique spielen (dazu später mehr). Zunächst staunten nicht nur wir Damen. Passanten blieben stehen und Hunderte geladene Gäste drängten sich in die neuen Boutique-Räume, von denen an diesem Abend wenig zu sehen war. Dafür um so mehr Promis und Mode-Verrückte. Die Damen hatten ihren Spaß am und im Getümmel – beim Schauen und Plaudern – mit einem Glas feinen Prosecco in der Hand. Mit den wunderbaren Sängerinnen, Schauspielerinnen und Diseusen: Susanne Brantl und Veronika von …

Terrazas de los Andes

Was gibt es Angenehmeres, als einen Tag – sei es ein Urlaubstag, oder nach der Arbeit – bei einem guten Glas Wein ausklingen zu lassen – am besten in lauer Abendluft auf einer Terrasse? Wir eröffnen deshalb die Terrassen-Saison 2019 mit der französischen Önologin Anais Maillet und zwei Spitzenweinen aus dem Weingut „Terrazas de los Andes“. Die junge Weinmacherin ist extra nach München gereist, um die Weine des argentinischen Traditions-Weingutes vorzustellen. Junges Talent, alte Reben Ja, meine Damen, während wir den Frühling genießen werden auf der anderen Seite der Erdkugel bereits Trauben geerntet. Wenn wir uns auf der Terrasse ein Glas des dunkelroten Malbec einschenken, kommt im argentinischen Weingut schon wieder der nächste Jahrgang ins Fass. Ich fand es faszinierend, eine junge Weinmacherin zu treffen, die sich in der doch immer noch männerdominierten Weinwelt durchsetzt. Zu diesem Beruf gehört ein feiner Gaumen aber auch viel technisches Wissen. Anais ist Weinbauingenieurin und als sie ihre Karriere im Bordeaux begann, war sie noch die einzige weibliche Önologin. Inzwischen, sagt sie, studieren immer mehr junge Frauen Weinbau und …

Das „Beauty-Carousel“

Wär‘ das nicht schön, liebe Damen, wenn man vor einer Einladung, einem Termin oder einem Opernabend – wenn gerade noch ein gutes Stündchen Zeit ist – sich schnell noch ein tolles Make-up gönnen könnte? Oder vielleicht schnell eine Maniküre, eine stylische Frisur oder zu den neuen Sandalen eine Pediküre bekäme? Am besten alles gleichzeitig, aber das geht ja nicht. Das Beauty-Carousel macht’s möglich Doch, liebe Ladies es geht: Im „Beauty-Carousel“ von Carolin Skorbier in der Leopoldstraße, haben wir alles gleichzeitig bekommen! Die Idee ist phantastisch und das „Beauty Carousel“ entzückend eingerichtet wie ein Hollywood Beauty-Parlour der 50iger Jahre: rosa, und weiß, wie der „Lillet-Welcome-Beauty-Drink“. Der Salon ist hell, groß und sehr stylish , wir haben das Gefühl, in einer Folge von „Sex and the City“ gelandet zu sein. Wir Damen haben mit „Ohhh“ und „Ahhh“ das neue Schönheitsparadies für Eilige betreten und uns entspannt, amüsiert und in kürzester Zeit hervorragend verschönen lassen. Denn, das ist das Konzept vom „Beauty-Carousel“: Keine ausführliche Beratung, sondern schnelle und professionelle Verschönerung für Ladies, die wissen, was sie wollen und …