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Déjà vu – Lange Bärte, lange Kleider

Wenn die Männer Bärte tragen, fallen die Rocksäume der Kleider.
Nach den Hipstern, die damit begonnen haben, sieht man doch heute kaum mehr ein rasiertes Männergesicht. Tja, meine Damen, wenn wir uns die Stoppel- und Rauschebärte anschauen müssen, dann müssen die Herren der Schöpfung eben auch damit leben, dass wir lange Röcke tragen. Alles Geschmacksache oder auch das natürliche Auf und Ab der Mode. Die Rocklänge unserer Tage hat sogar schon der französische Philosoph Roland Barthes voraus gesagt

„Natürlich stellt die Geschichte (…) eine Kraft dar, die ihre Freiheit bewahrt und einige Überraschungen bereitet; aber normalerweise, wenn der Rhythmus der Mode weiterhin regelmäßig bleibt sollten die Röcke von jetzt an nach und nach über die saisonbedingten Variationen hinweg wieder länger werden. Im Jahre 2020 oder 2025, können wir sagen, müssten die Röcke von neuem sehr lang sein.“
Roland Barthes: Die Körnung der Stimme. Interviews 1962-1980. Frankfurt/M. 2002, S. 70. – 2013 Dirk Hohnsträter

Das Kleid bleibt im Trend

Gerade, fanden in München wieder die Modetage statt – Einkäufer*innen waren in den Orderzentren unterwegs, um die Kleider einzukaufen, die wir, meine Damen, im nächsten Sommer tragen werden. Auch wir waren wieder auf unserer Lieblingsmesse, der „In Fashion“. Warum unsere Lieblingsmesse? Weil hier kleine, ausgefallene, oft nachhaltig und individuell arbeitende Labels ihre neuen Kollektionen vorstellen. Ladies, der nächste Sommer wird auf jeden Fall noch bunter und vielfältiger als dieser. Er bringt lange Flatterkleider, raffinierte, aber auch bequeme Schnitte und vor allem viel Farbe und Muster. Auch der weite Hosenrock feiert sein Come-Back. Was habe ich diese Röcke geliebt! Die Kleider werden noch ein Stück länger. Schon in diesem Jahr ist der Rocksaum nach unten gerutscht, aber im nächsten Jahr, meine Damen, werden manche von uns noch mehr an die Zeit ihrer Jugend erinnert, als wir nach dem Minirock züchtige Midi-Modelle und dann die ganz langen Röcke getragen haben.

Mich haben in diesem Jahr die raffinierten Kleider der australischen Marke Alquema begeistert. Sie sind in der japanischen Shibori-Technik, eine Art Plissee, gearbeitet, die von der Gründerin des Labels weiter entwickelt wurde. Hübsch auch die blumigen Leinenkleider des italienischen Labels Blueberry und sehr ladylike und trotzdem alltagstauglich, die Modelle von Crea Concept. Darunter auch wieder sehr weite, bequeme Hosen und knöchellange Röcke. Ich habe übrigens in diesem Sommer schon ein paar meiner Lieblingskleider aus den 1980er Jahren aus dem Schrank geholt – zum Glück hatte ich mich nie von ihnen getrennt. Ich kann nur sagen, sie sind top modern!

– Werbung wegen Markennennung –

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