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Mit dem Kochbuch durch Afrika

Ja, meine Damen, wir nehmen heute ein Kochbuch zur Hand und begeben uns damit auf eine Entdeckungsreise. Auf eine Reise, die uns von Ägypten bis Kapstadt führt und uns mit vielen, kulinarischen Traditionen dieses Kontinents bekannt macht.

Ein authentisches Afrika Kochbuch

Ich glaube, Afrika-Fans greifen schon alleine wegen des Covers zu diesem Buch, denn mit seinem farbenfrohen Muster sticht es aus der Masse der anderen Kochbücher heraus.
Dass es authentische Gerichte sind, die in diesem Kochbuch vorgestellt werden, dafür bürgt die Autorin Denorah Sitol. Sie ist nicht nur selbst Köchin und Ernährungswissenschaftlerin, sondern war auch jahrelang food-editor bei der renommiertesten Frauenzeitschrift Afrikas, dem „True Love Magazin“. Eine großartige Frau, der die kulinarische Vielfalt Afrikas sehr am Herzen liegt. Für das Kochbuch hat sie Küchenchefs von Hotels und Luxus-Lodges besucht, aber auch von vielen Hausfrauen alte Familien- und Lieblingsrezepte bekommen.

Küche vieler Kulturen

Die Reise beginnt in Südafrika bei den Kapmalaien und führt über Zulu, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Senegal, Sambia, Malawi, Sansibar , Kenia und einige andere Staaten bis nach Marokko, Äthiopien und Ägypten. Zu jedem Land gibt es eine kurze Einführung über seine Menschen und seine kulinarischen Traditionen. Und da, meine Damen, merkt man, wie beschränkt unsere Vorstellung über die Küche Afrikas ist. Denn sie hat viel mehr zu bieten, als Maisbrei, Bohnen, Süßkartoffel, Hirse oder Maniok. Aber selbst daraus lassen sich köstliche Gerichte zubereiten, wie die Rezepte beweisen.

Mein Kochbuch-Test

Das erste Rezept das mich angelacht hat war ein kapmalaisches, ein Hackfleischauflauf mit Rosinen, genannt Bobotie. Der Name erinnert zwar noch an die Holländischen Siedler, denen das Gericht serviert wurde, aber die Gewürzmischung mit Kurkuma, Kreuzkümmel und Koriander, sowie die Rosinen und Mandelblättchen gehen viel mehr auf die ostasiatischen Einwanderer zurück. Genauso, wie der „Gelbe Reis“, der dazu serviert wird auch aus einem indischen Kochbuch stammen könnte.
Beides, muss ich sagen, war einfach zuzubereiten und ist mir hervorragend gelungen, Vor allem der Auflauf, der mit Zitronenscheiben- und Blättern garniert und mit einer Eiermilch übergossen wird, ist ein tolles Gericht, das man gut vorbereiten kann, wenn Gäste kommen.

Von der Südspitze Afrikas habe ich mich dann gleich hinauf in den Norden gekocht, zu einem marokkanischen Rindfleischeintopf mit Pflaumen – sehr köstlich. Über Maisbrei und Hirse habe ich mich hinweggemogelt, aber eine Zwischenstation in Nigeria gemacht mit köstlichen, gedämpften Bohnenküchlein „Moiyin Moyin“ und zur Vorspeise habe ich eine äthiopische Würzbutter serviert.
Alles keine Hexerei, meine Damen, wenn asiatische und indische Küche lieben, werden sie durchaus Parallelen entdecken. Außerdem sind die Rezepte schon unseren Zutaten und unserem Geschmack angepasst. Auf meiner Agenda steht noch so einiges, das die ich gerne nachkochen möchte: von Eintöpfen mit Kaninchen oder Fisch bis zu Kokos- und Erdnuss-Krokant.

Ein Kochbuch für die Großfamilie

Da die Rezepte oft für 4-6 oder sogar 8 Personen sind – für afrikanische Großfamilien sicher wenig – eignen sie sich sehr gut für größere Partys oder Feste. Überraschen Sie doch mal mit etwas mehr Exotik, meine Damen. Die Gerichte bringen viele neue Geschmacksrichtungen auf den Tisch – auch interessante vegetarische. In einem Glossar werden die Zutaten erklärt und – zumindest in der Großstadt – sind sie auch alle leicht zu finden. Bon Appetit.

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