Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kultur

Mozarts Modewelten

Was trug Wolfgang Amadeus Mozart am liebsten? Einen roten Rock – ist doch klar! Schließlich ist der auf jeder Mozartkugel zu sehen. Aber, meine Damen, lassen Sie sich überraschen von der Vielfältigkeit der Mode zur Mozart-Zeit und welchen Stellenwert sie für den Komponisten hatte. Zu entdecken ist das derzeit in einer kleinen, aber sehr feinen, Ausstellung im Textil- und Industriemuseum in Augsburg, dem TIM. Eine europäische Familie Augsburg und Mozart, werden Sie sich fragen, wie geht das zusammen? Mozart und Salzburg, Mozart und Wien – aber Mozart und Augsburg? Tja, auch die Schwabenmetropole schmückt sich mit dem Begriff Mozartstadt und das nicht zu Unrecht. Schließlich ist der Vater von Wolfgang Amadeus, Leopold, ein gebürtiger Augsburger und die geliebte Cousine des Komponisten, das Bäsle, berühmt durch den Briefwechsel mit Mozart, stammt ebenfalls aus Augsburg. Leopold Mozart, dessen 300ster Geburtstag in diesem Jahr der Anlass für diese Ausstellung ist, war nicht nur Musiker und Komponist, sondern auch Impresario seiner begabten Kinder, Nannerl und Wolfgang. Mit ihnen reiste er durch ganz Europa und sorgte dafür, dass die Familie …

Schmuck München

Schmuck, meine Damen, ist Ausdruck von Individualität. Wir sprechen hier nicht von glänzenden Kaufhausringen oder Swarowski-Klunkern – die mögen auch ihre Berechtigung haben – sondern wir sprechen von Autorenschmuck, von handgefertigten Unikaten, die, wenn wir so ein Stück besitzen, nur uns gehören, uns ganz alleine. Seit 60 Jahren liebe Ladies, findet anlässlich der Internationalen Handwerksmesse auch die renommierte Sonderschau „Schmuck“ statt – in diesem Jahr mit 65 Teilnehmer/innen aus 21 Ländern. Schmuckbegeisterte, Sammler/innen und Galerist/innen aus aller Welt reisen an, um sich diese Ausstellung nicht entgehen zu lassen. Und natürlich auch, um auf Entdeckungsreise zu gehen, denn mit unzähligen Ausstellungen in Galerien und Museen ist München in diesen Wochen das Zentrum der Internationalen Schmuckwelt. Kostbares, Witziges, Innovatives, Ausgefallenes – Schmuck bekommt hier eine ganz neue Dimension. Nicht, dass wir jedes Stück tragen oder besitzen wollten – nein, die Schmuckstücke sind oft nur Ideen, Andeutungen, die Erinnerungen wach rufen, die handwerkliche Prozesse zeigen, die uns staunen lassen. Anschauen sollte man sie auf jeden Fall und unbedingt. Glanzlichter Das ist der Titel der Ausstellung des Hamburger Schmuckkünstlers …

Internationaler Frauentag – Festa della Donna

„Rebellische Frauen – Women in Battle“! Das waren Rosa Luxemburg, Emmeline Pankhurst, Sojourner Truth, Margaret Sanger und Malala Yousafzai und viele weitere starke, engagierte und kämpferische Frauen. Ihr Appell: Frauen aller Länder vereinigt Euch!. Sie haben nicht nur seit über 150 Jahren für das Wahlrecht und für Gleichberechtigung gekämpft, sondern auch für das Recht, über den eigenen Körper zu bestimmen. Für das Recht, zu leben wie, und zu lieben, wen sie wollen, für wirtschaftliche Unabhängigkeit, für Bildung und freie Berufswahl. Marta Breen, in ihrer Heimat Norwegen eine der profiliertesten Feministinnen und Jenny Jordahl, preisgekrönte Illustratorin erzählen in dem – gerade bei Elisabeth Sandmann erschienenen Buch „Rebellische Frauen – Women in Battle“ engagiert und pointiert die Geschichte all dieser furchtlosen Frauen und erlauben mit befreiendem Humor und erfrischenden Illustrationen einen neuen Blick auf die Kämpferinnen für Frauenrechte. Erste Damen-Empfehlung zum Internationalen Frauentag: unbedingt lesen und bei unserer Lieblings-Optikerin Brillen Schneider in der Theresienstraße ist derzeit (siehe Bilder) eine kleine Ausstellung zum Buch zu sehen! Festa della Donna In Berlin ist der 8. März zwar in diesem …

Weltempfänger – Eine Entdeckung im Münchner Lenbachhaus

Es sind dieses Mal keine 200, aber immerhin drei interessante Frauen, die wir in der Ausstellung „Weltempfänger“ im Münchner Lenbachhaus entdeckt haben. Drei Künstlerinnen, die lange vor Kandinsky & Co abstrakte Bilder gemalt haben: Die Engländerin Georgiana Houghton, die Schwedin Hilma af Klingt und die Schweizerin Emma Kunz. Ergänzend zu den drei Künstlerinnen stellt die Ausstellung auch noch drei Fotografen vor, die ab den 1940er Jahren abstrakte Experimentalfilme produzierten – auch interessant, aber wir konzentrieren uns hier auf die Malerei, ein unentdecktes Kapitel der Moderne. Völlig unabhängig von einander haben die drei Künstlerinnen ihre eigene, abstrakte Bildsprache entwickelt. Gemeinsam ist ihnen allerdings, dass ihre Werke auf spirituellen Erfahrungen basieren. Georgina Houghton zum Beispiel studierte an der königlichen Kunstakademie und war im viktorianischen London ein bekanntes Trancemedium. Sie begann ganz traditionell als Porträt- und Landschaftsmalerin, gab sie aber für die „Spirit Art“ auf. Die Bilder, die in Séancen und spiritistischen Sitzungen entstanden, waren völlig aus der Zeit gefallen und mit dem damaligen Kunstverständnis nicht zu erklären. Ihre Farbigkeit, das dichte Gewebe von Wellen und Spiralen, wie …

200 Frauen

Halbzeit bei der Ausstellung „200 Frauen“ in der Alten Staatsbank in München. Eine Ausstellung, meine Damen, die berührt, bewegt, unter die Haut geht und uns Frauen, das Gefühl gibt, weltweit mit starken, klugen, liebevollen, warmherzigen, traurigen, stolzen, mutigen, fröhlichen, wunderbaren Frauen verbunden (und vereint) zu sein. Was bewegt Frauen auf der ganzen Welt und: was hat sie beeinflusst? Frauen bewegen – be moved „200 Frauen“ ist eine einzigartige Präsentation überlebensgroßer Portraits von Frauen, die auch in dem ebenso bewegenden Buch „200 Frauen“ (Elisabeth Sandmann Verlag) abgebildet sind. Es sind Frauen aus der ganzen Welt und aus allen Kulturkreisen. Frauen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Bitterarme, wohlhabende, unbekannte, prominente, ungebildete und gebildete. Frauen aller Altersstufen, aller Hautfarben, aller Religionen – porträtiert von dem Fotografen-Team des international renommierten Fotografen Kieran E. Scott, weltweit. Und all diesen Frauen wurden die fünf immer gleiche Fragen gestellt: was ist ihnen wichtig? Was macht Sie glücklich? Worin besteht Ihr tiefstes Leid? Wie würden Sie die Welt verändern, wenn sie könnten? Welches Wort beschreibt Sie am besten? Die Antworten sind berührend …

Museen – nicht nur für eine Nacht

Zum 20. Mal, meine Damen, findet am kommenden Wochenende (dem 20. Oktober) die Lange Nacht der Münchner Museen statt. 90 Museen, Sammlungen und Ausstellungshäuser nehmen daran teil, die Lange Nacht der Museen ist immer ein Inspirationsquelle und ich habe auf meinen Touren schon viel entdeckt. Noch verwöhnt uns ja die Oktobersonne, aber die nebligen, kühlen Novembertage kommen – und dann, liebe Ladies, ist ein Nachmittag mit einer guten Freundin, in einer interessanten Ausstellung oder einem Museum und anschließend eine heißen Schokolade in einem kuscheligen Café – doch etwas, auf das wir uns freuen können. Deshalb sind diese Tipps für mehr als nur für eine Lange Nacht gedacht Smoke & Mirrors Ist der Titel einer kleinen, aber feinen Ausstellung im Münchner Stadtmuseum (bis 20. Januar 2019) mit Arbeiten der russischstämmigen, in München lebenden, Modefotografin Elizaveta Porodina. Sie ist erst 27 Jahre alt und schon ein Star in der internationalen Modebranche. Für namhafte Modelabels inszenierte sie Werbekampagnen und ihre Fotografien erschienen in der Vogue, in Harper’s Bazaar und anderen Hochglanz-Magazinen. Was mich begeistert, ist die unglaubliche Vielfalt …

Die Ufa – Geschichte einer Marke

Geht es Ihnen auch so, meine Damen? Wir nehmen uns vor, in eine Ausstellung zu gehen und schaffen es dann immer erst kurz vor Ende. Deshalb ein bisschen spät, aber noch nicht zu spät: ein Last-Minute-Tipp – nicht nur für Cineastinnen und Cineasten: Die Ufa – Geschichte einer Marke! 100 Jahre Filmgeschichte Für uns Kintopp-Freundinnen ein großes Vergnügen, da wir in alten Zeiten schwelgen können. Die Ausstellung in der Münchner Galerie der Bayerischen Versicherungskammer ist eine Zeitreise. Eine Zeitreise zu Dreharbeiten und Filmen mit Stars wie Pola Negri, Willy Fritsch und Curd Jürgens. In monumentalen Aufnahmen und mit vielen Filmausschnitten werden 100 Jahre deutsche Filmgeschichte lebendig. Aber die Ausstellung zeigt auch die Veränderungen und Entwicklungen von über 100 Jahren deutschen Filmschaffens. Als die Bilder sprechen lernten Die Ufa wurde 1917 als Universum Film AG gegründet, mit dem Ziel, der Kriegspropaganda des Deutschen Reichs größere Wirksamkeit zu verschaffen. Ein Jahr später war Deutschland auf dem Weg zur Demokratie, die Ufa blieb bestehen und wurde durch Monumentalfilme wie Ernst Lubitschs Madame Dubarry und späteren Großproduktionen wie Fritz Langs Metropolis international zur anerkanntesten …

Maria by Callas – der Film

„Maria by Callas“ – dieser Film, meine Damen, hat mich so fasziniert, dass ich ihn innerhalb von 3 Tagen zweimal im Kino angeschaut habe. Für alle Verehrerinnen und Verehrer der Operndiva Maria Callas ist dieser Film ein wunderbares Kino-Erlebnis von ganz besonderem Zauber: „Ich trage zwei Personen in mir“- sagt die Callas zu Beginn des Films- „ich möchte Maria sein, aber da ist auch die Callas, der ich gerecht werden muss. Ich versuche, mit beiden auszukommen“. Der Zwiespalt einer Jahrhundert-Künstlerin, die die Opernwelt bis heute mit ihrer einzigartigen Stimme begeistert. 40 Jahre nach dem Tod der Opernlegende Maria Callas hat der französische Filmemacher und Photograph Tom Volf ihre Memoiren als beeindruckendes Mosaik aus Interviews, Bühnenauftritten, Filmausschnitten, privaten – bisher unveröffentlichten- Filmaufnahmen und Erinnerungen verfilmt. Ursprünglich schwebte dem französischen Fotografen und Filmemacher ein anderer Film vor: Er hatte Interviews mit Freunden, Weggefährten und Zeitzeugen geführt, aber viele Stunden Drehmaterial verworfen, als ihm seine Gesprächspartner faszinierendes, oft nie zuvor gesehenes Archivmaterial zur Verfügung gestellt haben. Unter anderem ein legendäres Fernsehinterview mit David Frost, das sich als roter Faden durch den …